Dörte Obenaus

Frauenromane

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6er mit Zusatzzahl

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Daisy, Mitte dreißig und alleinerziehend, baut zu Füßen des Brandenburger Tores einen Fahrradunfall. Durch die Einlieferung in die Notaufnahme der Charité kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung mit Harald Sommerfeld, einem Chirurgen, der ihr ohne mit der Wimper zu zucken eine Halbglatze verpasst. Nicht die feine englische Art, aber Amor schlägt trotzdem zu. Zumindest bei Daisy. Schade, dass Verlieben nicht ansteckend ist. Um Herrn Dr. Sommerfeld auf Daisys Fährte zu bringen, ruft ihre Freundin Henriette Mission Hirsch ins Leben, deren erklärtes Ziel es ist, des Doktors Herz zu erobern. Allerdings geht dabei so ziemlich alles schief, und als die Frauen Daisys Schwiegermutter in spe auch noch das Auto ruinieren, droht die Mission zu scheitern. Der Roman endet genauso rasant, wie er beginnt, wobei (fast) niemand auf der Strecke bleibt …

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Vita

Dörte Obenaus

Dörte Obenaus wurde 1972 in Berlin geboren. Nach erfolgreichem Abschluss zur Fremdsprachenkorrespondentin in Englisch und Französisch, legte sie ihr Dipl.-Päd. an der FU Berlin ab. Neben ihrem Studium arbeitete sie zehn Jahre als Fitness-Trainerin und über sieben Jahre als Redaktionsassistentin in einem kleinen Verlag. Heute lebt sie mit ihrem Mann, vier Söhnen und einem Hund im Süden von Berlin.

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Leseprobe

Autsch!

Wenn er mich heute fragt, ob ich ihn verlasse, sage ich definitiv Ja!
   Ich düse mit dem Fahrrad im Sauseschritt durch meine geliebte Mutterstadt und führe Selbstgespräche. So weit ist es also gekommen. Zum hundertsten Mal überfliege ich die Pros und Kontras der Abschussliste, die sich irgendwo zwischen meinen zwei Gehirnhälften auf Wiedervorlage befindet, und komme leider immer zum selben Ergebnis: Die vergangenen zwei Jahre mit TomTom sind suboptimal verlaufen.
   Allein die Tatsache, dass ich meinen Freund nach einem Navi benenne, ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass da irgendetwas nicht stimmt. Armer Thomas.
   Wie muss ich überhaupt fahren? Ach ja, hat er mir lang und breit erklärt: Immer Richtung großer Stern und dann unter dem Brandenburger Tor durch, dahinter befinden sich meine Zielpersonen direkt Unter den Linden.
   Da kann ihm keiner was vormachen – er wollte früher Taxifahrer werden und kennt Berlin aus dem FF – aber dass wir heute mit der gleichen Arbeit unser Geld verdienen, ist langfristig als kleinster gemeinsamer Nenner einfach zu wenig.
   Wir hatten uns auf einem Seminar Näher am Geschehen kennengelernt, bei dem es darum ging, sein Gegenüber möglichst effizient, dennoch moralisch vertretbar, zum Seelenstriptease zu bringen. Wenn ich ehrlich bin, ging es uns beiden eher darum, überhaupt mal einen Interviewpartner zu finden. Im Umkehrschluss hieß das nämlich nichts anderes, als dass keiner von uns als Journalist genug Geld verdiente.
   Nachdem wir uns gegenseitig Bälle zugeworfen und den anderen Teilnehmern die Daseinsberechtigung unserer jeweiligen Schlüssel am Bund erläutert hatten, stellten wir fest, dass der Preis für den Workshop ein Wucher gewesen war und sinnvoller hätte angelegt werden können.
   Was tut man nicht alles bei chronischer Geldnot? Daran geändert hat sich unglücklicherweise bis heute nicht viel.
   So kam es, dass wir die restlichen Stunden schwänzten, um uns quasi auf unsere Kosten und während der Arbeitszeit anderweitig zu vergnügen. Da ich zu dem Zeitpunkt seit einer Ewigkeit auf dem Trockenen saß, war es der beste Sex, den ich je hatte!
   Was Entzug nicht alles mit sich bringt.
   Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass er mich gerade letzte Woche gefragt hat, wann wir mal wieder …
   O … Scheiße!
   Ehe ich mich versehe, verheddert sich mein Lenker an einem Verkehrsschild und ich komme ins Straucheln. Das Vorderrad meines Oldtimers eiert verdächtig herrenlos in der Gegend herum, ohne sich auch nur ansatzweise von dem Schreck erholen zu wollen. Nichts für ungut, aber warum nicht gleich noch einen Poller mitnehmen? Okay, Daisy, konzentrier dich!
   Das Gewicht nach rechts verlagern, dann fällst du genauso nach rechts. Die Poller stehen alle links, um den Touris die Durchfahrt durchs Brandenburger Tor zu verwehren.
   Boing! Rums! Uff! Aua!
   Der Sturz fällt härter aus als eingeplant und lässt mich, den Gesetzen der Schwerkraft folgend, mit meinem Dickkopf zuerst auf den harten Betonboden aufschlagen. Dummerweise ziehe ich diesmal den Kürzeren.
   Da liege ich eng umschlungen mit dem Steinklops und der vordere Reifen meines ehemaligen Drahtgestells dreht sich munter weiter. Heiliger Bimbam! Orientierungslos blicke ich in die Landschaft. Erst mal ruhigbleiben, denke ich, sortieren, sowie Hände und Füße bewegen. Puh. Funktioniert einwandfrei. Doch laut meines Schmerzzentrums hätte der rechte Haken von einem der Klitschko-Brüder nicht härter ausfallen können. Das Karussell in meinem Kopf macht den Speichen Konkurrenz und eine warme Soße läuft über meine Wangen.
   Ist das ein Zeitpunkt, um ohnmächtig zu werden?
   »Fräulein, ist Ihnen was passiert?«, krächzt eine Stimme und zwei Brillengläser, die aussehen, als wären sie dem Boden einer Weinflasche entwendet worden, befinden sich erschreckend dicht über meinem Gesicht. »Reden Sie schon, wie viele Finger sind das?«
   Lustig, die Alte. Das Spiel habe ich mit meinen Kindern, als sie noch kleiner waren, auch gespielt, und je nachdem, wie rum ich die Hand gehalten habe, falsch gerufen. Um sie zu (...)

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