Bea Lange

Romantik & tiefe Gefühle

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Veilchentränen - Café au Lait und ganz viel Liebe 3

Image

Christin, die Geschäftsführerin des Café Anderson in Bremen, hatte eine anscheinend perfekte Kindheit, sieht toll aus und alle mögen sie. Niemand kennt die echte Christin, die sich unter der Maske aus Disziplin gemixt mit Freundlichkeit verbirgt. Als ihr Lebensgefährte Leon sie betrügt, kann sie das Bild der emanzipierten, immer gelassenen Frau nicht mehr aufrechterhalten. Sie fällt in ein tiefes Loch, aus dem Luca, der Freund aus Kindertagen, sie mit ganz viel Liebe, Witz und einer gehörigen Portion Frechheit befreit.

Shoppen bei: Amazon Beam iTunes Thalia Tolino
  • Bea
    Lange
    E-Book: 2.99 €
    Taschenbuch: 10.99 €
  • Bea Lange
    Veilchentränen - Café au Lait und ganz viel Liebe 3
  • Veilchentränen - Café au Lait und ganz viel Liebe 3
    Bea Lange

Vita

Bea Lange

Bea Lange ist das Pseudonym, unter dem Sabine Bruns Romane veröffentlicht. Jahrgang 1962, EDV-Kauffrau, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Fachjournalistin und Autorin von Fachbüchern. Sie lebt mit Mann, Pferden, Hunden und Katzen in einem kleinen Dorf in Norddeutschland.

Leseprobe

1
Sommer 2006

Neben ihr, hinter ihr und vor ihr, überall Typen mit Mädchen im Arm, oder Typen ohne Mädchen und Mädchen ohne Typen, die sich auffällig unauffällig beäugten und taxierten. Christin gehörte definitiv nicht hierher. Keiner der Männer musterte sie. Sie rempelten sie an, als ob sie nicht existierte.
   Auch die Musik schien durch ihren Körper einfach so hindurchzudröhnen. Der Bass vibrierte bei jedem Takt unangenehm im Magen. Sie kam sich auf seltsame Weise nicht anwesend vor, für alle anderen nicht wahrnehmbar, aber doch wie ein Geist mittendrin.
   »Hey Chris! Steh da nicht so rum! Gefällt dir keiner der Jungs?«
   Nein, sie war nicht unsichtbar. Saras brutaler Ellenbogenstoß zwischen ihre Rippen bewies in diesem Moment, dass sie einen uneingeschränkt normalen Körper besaß.
   »Ich sondiere noch die Lage.«
   Sara lachte. »Vom Scheitel bis zur Sohle die zukünftige Professorin.« Ihre Haare hatten anscheinend bereits die pflegende Wirkung von Bier getestet, die Spitzen glänzten klebrig feucht. Sie schwebten nur unwesentlich entfernt neben ihrem Glas. »Ich geh eine rauchen«, schrie sie dicht an Christins Ohr und nickte in Richtung Ausgang.
   Christin sah ihr hinterher. Sara bewegte sich hüftschwingend, nach rechts und links grinsend durch die Reihen, als spazierte sie über einen Catwalk. Ihre Strategie führte zum Erfolg. Ein blonder Typ platzierte seine Hand auf ihrer Schulter, lehnte sich vor und sprach in ihr Ohr. Sara wendete sich ihm zu, grinste kokett, ließ den Kopf in den Nacken fallen und streckte die Brüste vor.
   Christin schmunzelte. Jetzt wusste sie, warum die Freundin Montagsmorgens in der Schule regelmäßig wie eine Leiche ausgesehen hatte. Waren Saras bisherige neunzehn Lebensjahre lebenswerter verlaufen als ihre? Wahrscheinlich konnte man das nur hypothetisch beurteilen, wenn man nur einmal an einem Samstagabend mitfeierte. Würde der Entschluss, mit ihr nach Paris zu gehen, sich als Fehlentscheidung entpuppen? Unwillkürlich schüttelte Christin den Kopf und straffte sich. Nein, es war verdammt noch mal kein Fehler. Paris bedeutete Freiheit. Sie würden einen Heidenspaß haben, sie würden interessante Leute kennenlernen, sie würden sich verlieben. Schließlich fuhren sie in die Stadt der Liebe. Sara mit ihrer offenherzigen, unkomplizierten Art konnte für sie beide die Türen öffnen und die Kontakte knüpfen, die Vergnügen gewürzt mit Abenteuer bedeuteten.
   Christin machte sich nichts vor. Sie war um einiges zu vorsichtig, nicht schüchtern, aber furchtbar diszipliniert und vernünftig, viel zu vernünftig, um einfach nur Spaß zu haben. Ohne die Begleitung von Sara würde sie in der fremden Stadt genauso kläglich wenig erleben wie zu Hause. Definitiv. Und wenn sie eins wollte, dann endlich richtig leben.
   Sie ließ den Blick über die Tanzfläche gleiten. Ihr Fuß tippte automatisch im Takt der Musik gegen die Wand, an der sie lehnte. Zwei Frauen kreischten und kicherten, während sie sich seltsamen Verrenkungen hingaben. Bezeichnete man das ernsthaft als Tanzen? Die verbrauchte Luft, gemixt mit Alkohol im Blut, verursachte ihr Kopfschmerzen, die Kiefergelenke schmerzten längst vom ständigen aufgesetzten Lächeln. Sie hatte schon ein paar Bier getrunken, wieso bewirkte der Alkohol bei ihr nicht, wie bei all den anderen Menschen hier, bumsfidele Heiterkeit? Okay, es war mal wieder so weit. Ihre Gedanken bekamen diesen ironisch-sarkastischen Touch, ein sicheres Zeichen, dass sie gehen sollte.
   Nein. Auf keinen Fall ging sie jetzt. Endlich hatte sie sich durchgerungen, Bremens Nachtleben kennenzulernen, nun, verdammt noch mal, würde sie genau das auch tun. Wenn es sich nicht lohnte, kämen doch nicht alle jedes Wochenende hierher? Außerdem war es das perfekte Training für Paris, besser gesagt, sie schmunzelte innerlich, das perfekte Training für Paris in Begleitung von Sara.
   »Leg deinen Panzer ab. Genieß endlich das Leben«, hatte sie am Telefon befohlen. »Du hast dein Abi in der Tasche, den Eins-Komma-Drei-Schnitt nimmt dir keiner mehr. Also entspann dich. Komm mit uns feiern.«
   »Hey.«
   Jemand tippte sie am Arm an. Sie drehte sich halb. Vor ihr stand ein Typ und grinste sie an. Mit einem Blick scannte sie (...)

Mehr Leseempfehlungen