Bea Lange

Romantik & tiefe Gefühle

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Kaktusblüte - Café au Lait und ganz viel Liebe 1

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Johanna arbeitet Tag und Nacht, um genügend Geld zusammenzukratzen. Sie zahlt einen horrenden Kredit ihres nichtsnutzigen Bruders ab, um die kränkelnden Eltern vor der Pfändung des Eigenheims zu schützen. Jo schämt sich für ihre Familie und verheimlicht ihre Situation. Als sie eines Nachts in einer Diskothek ihren Frust im Alkohol ertränkt, wirft sie sich auf peinliche Weise einem Traumtypen an den Hals. Einige Tage später muss sie feststellen, dass es sich um den Besitzer des Café Anderson handelt – ihren neuen Chef. Es prickelt gewaltig zwischen Mike und Jo, doch ihre Lage erlaubt ihr nicht, ihn an sich heranzulassen. Sie begegnet ihm mit beißender Arroganz, woraufhin er ihr spöttisch den Spitznamen Kaktus verpasst. Als ihr Bruder ins Café einbricht und die Tageseinnahmen stiehlt, bricht Johannas Lügengerüst zusammen und sie muss sich entscheiden, was ihr im Leben wirklich wichtig ist.

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    Bea Lange

Vita

Bea Lange

Bea Lange ist das Pseudonym, unter dem Sabine Bruns Romane veröffentlicht. Jahrgang 1962, EDV-Kauffrau, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Fachjournalistin und Autorin von Fachbüchern. Sie lebt mit Mann, Pferden, Hunden und Katzen in einem kleinen Dorf in Norddeutschland.

Leseprobe

Kapitel 1

Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss, und sie zuckte zusammen. Neun Jahre, drei Monate und eine Woche lang hatte sie jeden Abend beim Verlassen des Büros das Klicken dieser Tür gehört, und nie war ihr aufgefallen, wie viel Hässlichkeit, Härte und Feindseligkeit dieses Geräusch enthielt.
   Jo atmete tief ein und hob den Blick. Ihr Herz klopfte plötzlich ganz laut, und ihre Knie fühlten sich an wie Watte. Als müsste sie in einem Auto ohne Bremsen nach Hause fahren. Albern. Es war das Ende eines Jobs, nicht das Ende des Lebens. Ein letzter Arbeitstag, ein letztes Mal Freitag Dienstschluss, nicht mehr. Nur ein letzter Tag in einem Büro, in dem die Arbeit sowieso nicht gerade viel Spaß gemacht hatte. Ja, es war gut so. Bloß keine Wehmut.
   Von sich aus hätte sie nie gekündigt. Sie wäre bis ans Ende ihrer Tage in diesem Familienunternehmen geblieben, was nichts anderes hieß, als tagein, tagaus Mädchen für alles zu spielen. Die Kündigung war eine Chance. Ihr Leben würde sich ändern. Etwas Neues konnte beginnen, etwas Besseres. Ja, es war ein Neubeginn.
   Jo hob das Gesicht gegen die Sonne. Frühling. Die Luft roch nach Wärme und frischem Grün. Ein guter Tag, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Das Sonnenlicht blendete so stark, dass der Fußweg der Admiralstraße hinter einem Tränenschleier verschwamm. Sie blinzelte und senkte den Kopf, während sie automatisch in großen Schritten vorwärts lief. Rechter Fuß, linker Fuß, rechter Fuß, linker Fuß, rechter …
   »Vorsicht.«
   Ruckartig blieb sie stehen und starrte den Mann an. »Entschuldigung.«
   »Machen Sie doch die Augen auf.« Er schüttelte den Kopf und ging weiter.
   Jo atmete aus, zog energisch die Schultern zurück und sah nach vorn. Das graubraune Bremer Bahnhofsgebäude wirkte heute noch unsympathischer als sonst. Sie wollte da nicht hinein. Beim Überqueren des Bahnhofvorplatzes wurden ihre Füße schwerer, das Gehen anstrengender und im Magen bildete sich dieser Betonklotz. Sie biss die Zähne zusammen und eilte weiter in das Gebäude, durch die große Halle und hinauf zu den Gleisen der Regionalbahn. Eine halbe Stunde Fahrt bis nach Mahndorf, dem Vorort von Bremen, in dem sie wohnte, dann noch fünfzehn Minuten zu Fuß.
   Auf dem Bahnsteig empfing sie ein unangenehm kühler Luftzug. Schon wieder Tränen in den Augen und ein blöder, dicker Kloß im Hals, der sich nicht hinunterschlucken ließ. Oder war der Betonklotz aus dem Magen bis in den Hals gewachsen? Ihre Hand suchte in der Jackentasche nach dem Handy und umfasste es fest. Eigentlich sollte sie feiern heute. Maike, ja, sie musste Maike anrufen, das war das Richtige. Plötzlich zitterten die Finger, als sie eilig durch die Kontakte scrollte, bis sie auf die richtige Nummer tippen konnte.
   Maike war sofort dran. »Hey, Jo.«
   Ihre Stimme klang wie immer locker und fröhlich.
   Jo fühlte sich sofort leichter. »Hi Mädel, ich hatte heute meinen letzten Arbeitstag beim alten Petermann. Wie siehts aus, feierst du mit mir?«
   »Klar, was für eine Frage. Wo bist du jetzt?«
   »Am Bahnhof.«
   »Kehr um, komm zu mir. Ich hab ’ne Flasche Sekt im Kühlschrank und anschließend reißen wir ein paar Typen auf. Jetzt hast du ja endlich mal wieder Zeit für die lustigen Seiten des Lebens.«
   Jo grinste. »Das wollte ich hören. Bin schon unterwegs.«
   Drei Stationen Straßenbahn und zehn Minuten Fußweg später stand sie in der Brunnenstraße vor Maikes Haus. Gleich nach dem Klingeln brummte der Türöffner. Immer zwei Stufen auf einmal nehmend eilte Jo die Treppen in den zweiten Stock hinauf.
   Maike grinste ihr entgegen. »Da bist du ja schon. Gut.« Sie stutzte kurz und rümpfte die Nase. »Hey, du siehst aber scheiße aus. Hast du schon wieder abgenommen?«
   Johanna verdrehte die Augen. »Tolle Begrüßung, danke.«
   Maike kicherte. »Ich kann nun mal meine liebste Johanna nicht anlügen.«
   Sie musterte ihre Freundin von oben bis unten. Maike war nicht so schlank wie sie, aber sie wirkte trotzdem sportlich und gut proportioniert. Sie trug eine enge Jeans, eine helle, weite Bluse und die Haare als knapp über das (...)

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