Bea Lange

Romantik & tiefe Gefühle

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Mauerblümchen - Café au Lait und ganz viel Liebe 2

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Die schüchterne Melina hat gelernt, sich hinter einer Maske zu verstecken. Thomas dagegen ist cool und amüsiert sich über die „verklemmte Schachtel“, bis er in Todesgefahr gerät und ausgerechnet Melina ihn rettet. Thomas ist in seinen Grundfesten erschüttert und traumatisiert. Von Albträumen und Flashbacks geplagt, sucht er die Nähe seiner Retterin. Er ignoriert ihre schroffe Abwehr, und völlig überrumpelt lässt sie ihn in ihr Leben. Es prickelt und sie haben heißen Sex, bis sich Melina unerwartet wieder in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Doch Thomas lässt sich nicht so einfach abservieren. Zwei mutige Protagonisten mit Ecken und Kanten nehmen uns mit auf eine romantische und nicht alltägliche Reise. Genauso muss Liebe sein.

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Vita

Bea Lange

Bea Lange ist das Pseudonym, unter dem Sabine Bruns Romane veröffentlicht. Jahrgang 1962, EDV-Kauffrau, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Fachjournalistin und Autorin von Fachbüchern. Sie lebt mit Mann, Pferden, Hunden und Katzen in einem kleinen Dorf in Norddeutschland.

Leseprobe

Prolog
Sommer 2010

Melina öffnete die Augen. Sie lag auf der Seite und ihr Blick fiel auf das Ziffernblatt des Weckers. Halb fünf. Seufzend drehte sie sich auf den Rücken und starrte im Dämmerlicht des beginnenden Tages gegen die Zimmerdecke.
   Die Redaktionssitzung vom gestrigen Nachmittag fiel ihr ein und augenblicklich zog sich in ihrer Brust etwas zusammen. Vermutlich das Zwerchfell. Das hatte ihr mal ein Arzt erklärt. Wenn man Stress hat und der Körper in den Verteidigungsmodus wechselt, werden die Atmungsmuskeln hyperaktiv. Der Instinkt ist der Meinung, für den bevorstehenden Kampf oder die Flucht viel Sauerstoff zu benötigen. Da man aber im zwanzigsten Jahrhundert nicht mehr kämpft, sondern unbeweglich sitzen bleibt, fühlt sich das dann an, als ob der Brustkorb von einem breiten, stählernen, viel zu engen Gürtel umschlossen wird.
   Sie atmete tief ein und ließ die verbrauchte Luft geräuschvoll durch die fast geschlossenen Lippen entweichen, doch die stählerne Ummantelung löste sich nicht.
   Sie musste unbedingt gelassener werden. Es gab absolut keinen Grund für Stress. Sie war gut. Sie war erfolgreich. Sie hatte es geschafft, sich durchzusetzen.
   Sie lag sicher in ihrem Bett und die Redaktionssitzung war ein absolutes Highlight für ihren beruflichen Aufstieg gewesen.
   Sie, Melina Albert, bekam eine eigene Serie. Sie, Melina Albert, hatte den Artikel über die Bremer Drogenszene so gut recherchiert, dass sie eine Serie bekam. Eine eigene Serie! Sie, Melina. Sie hatte es geschafft. Eine eigene Serie. Eigene Serie! Eigene Serie! Eigene Serie!
   Davon hatte sie immer geträumt. Eine Welle freudiger Erregung rauschte durch ihren Körper. Sie wollte aufklären, guten Journalismus machen, politisch aktiv sein. Yeah, Melinas eigene Serie!
   Ärgerlich steckte sie die Hand unter die Decke. Diese blöde Kauerei. Mal wieder erwischt. Dumme Angewohnheit aus der Kindheit.
   Dieses Druckgefühl in der Brust war nur Lampenfieber. Schließlich gab es auch Neider in der Redaktion, die nichts dagegen hätten, sie scheitern zu sehen. Aber sie würde nicht scheitern.
   Ihre Eltern sollten stolz sein. Noch nicht mal ein Jahr im Volontariat und schon eine eigene Serie.
   Die Sachbearbeiter im Rathaus würden ihr nicht gerade willig Auskunft erteilen, doch sie schaffte das. Sie würde sich durchsetzen. Ganz sicher. Ein Gespräch mit dem Senator brauchte sie auch. Und am besten mit jemandem aus der Opposition. Wie bekam man einen Termin bei einem Politiker zu einem unbequemen Thema? Okay, das hatte Zeit. Erst mal musste sie Betroffene aufsuchen. Manche würden ihr nicht freundlich begegnen. Egal, sie schaffte das.
   Eigentlich war sie noch so müde, aber sie wollte einfach nicht wieder einschlafen. Ärgerlich wälzte sie sich auf die andere Körperseite. Vielleicht sollte sie autogenes Training lernen? Oder meditieren? Irgendwas gegen Nervosität und für ruhigen Schlaf.
   Sven war neidisch. Garantiert. Er hatte sie so verkniffen angesehen, als der Chef ihr die Serie angeboten hatte. Immerhin arbeitete er bereits ein Jahr länger in der Redaktion. Aber ihr Artikel hatte nicht nur den Chef überzeugt. Mehrere Tage lang waren Leserbriefe auf ihrem Schreibtisch gelandet. Natürlich auch einige kritische, doch das störte niemanden. Ausschlaggebend war die Resonanz. Der Chef liebte es, wenn sich Leser angesprochen fühlten und reagierten.
   Klar, man brauchte ein dickes Fell. Einige aus der Kategorie böse Mails und Briefe trafen sie schon.
   Wieder atmete sie tief durch. Als Journalistin durfte man Kritik nicht persönlich nehmen.

»Ruf doch einfach an.« Kalle zuckte gleichgültig mit den Schultern.
   Melina nickte. Klar, warum rief sie nicht einfach an?
   Jetzt arbeitete sie schon so lange in der Redaktion und immer noch fiel es ihr schwer, Leute einfach anzusprechen oder anzurufen. Wenn die Kollegen wüssten, wie viel Überwindung es sie kostete, im Büro eines Senators anzurufen oder einen Obdachlosen auf der Straße anzusprechen, würden sie ungläubig den Kopf schütteln. Als Journalistin sollte man solche Hemmungen nicht kennen. Sie biss die Zähne zusammen. Sie schaffte das. Jeden Tag und (...)

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