Bea Lange

Romantik & tiefe Gefühle

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Träume (oder) Leben

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Als Ellen von einer Reise zurückkehrt, muss sie feststellen, dass ihr Lebensgefährte ausgezogen ist. Stattdessen sitzt in der Nacht plötzlich ein fremder Traummann an ihrem Bett und verdreht ihr gehörig den Kopf. Ellen lässt sich von gesellschaftlichen Konventionen bremsen, aber als sie denkt, sie träumt nur, verliert sie alle Hemmungen und erlebt Stunden wahrer, wunderbarer Liebe. Plötzlich ist der Traummann auch in der Wirklichkeit da und Ellen muss entscheiden, ob sie den gesellschaftlichen Normen folgend zwischen Traum und Leben trennen oder ihren Traum erleben will.

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Vita

Bea Lange

Bea Lange ist das Pseudonym, unter dem Sabine Bruns Romane veröffentlicht. Jahrgang 1962, EDV-Kauffrau, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Fachjournalistin und Autorin von Fachbüchern. Sie lebt mit Mann, Pferden, Hunden und Katzen in einem kleinen Dorf in Norddeutschland.

Leseprobe

Freitag, früher Abend

»Verdammt, können die sich für ihre albernen Umarmungsorgien nicht an den Rand stellen?« Fluchend bewältigte ich den Slalom zwischen sich laut be-
   grüßenden, gefühlsduseligen Menschen, im Weg herumstehenden Koffern und Hotelangestellten, die mit großen Namensschildern auf ihre Gäste warteten. Ich fixierte mit den Augen das rote Exit-Schild, als würde der Ausgang mir entgegenkommen, wenn ich ihn nur konzentriert genug hypnotisierte.
   Endlich öffnete sich die große automatische Drehtür, und ich betrat die Schleuse in die Freiheit. Da ich keine Hand frei hatte, atmete ich mit vorgeschobener Unterlippe kräftig aus, um die Strähnen aus dem Gesicht zu pusten, die sich während der Gepäckabholung aus meinem hochgesteckten Haar gelöst hatten.
   Die Drehtür öffnete sich zur Außenseite. Ich fasste mit der linken Hand den Griff vom Trolley wieder fester. Ein heftiger Windstoß erfasste mich, und ich stemmte meinen Körper nach vorn. Typisches Hamburger Aprilwetter. Unangenehm, aber wenigstens war ich sicher am Boden und brauchte keinen Herzinfarkt mehr zu fürchten wie eben noch im Flieger, festgeklammert an meinen Sitz, weil sich das Wetter den Spaß gemacht hatte, mit der Maschine Pingpong zu spielen.
   Mit gesenktem Kopf steuerte ich den Zebrastreifen an, über den ich in die Tiefgarage und zu meinem Auto kommen würde.
   Nun noch zum Zahlungsautomat, geradeaus den Gang entlang, und endlich stand ich neben meinem Kombi und öffnete die Tür.
   Da passierte es. Ich donnerte mit dem Kopf gegen etwas Hartes, prallte ab und blickte auf. Vor meinen Augen war alles grau. Irritiert trat ich einen Schritt zurück und erkannte, dass die graue Fläche zu einem eng sitzenden, ausgeblichenen T-Shirt gehörte, das einen beeindruckend breiten Brustkorb bedeckte. Mein Blick wanderte hoch, über ein Lederband mit Silberanhänger, einen bemuskelten Hals, ein markantes Kinn, und plötzlich starrte ich in fast schwarze Augen unter wirren dunkelbraunen Haarsträhnen.
   Zwei Hände hielten meine Oberarme und die weich geschwungenen Lippen unter diesen Augen und einer verboten sinnlichen Nase öffneten sich. »Sorry, ich habe Sie nicht gesehen.«
   »Ich Sie auch nicht«, erwiderte ich bewundernswert intelligent.
   Seine Augenbrauen hoben sich. »Alles in Ordnung?«
   »Äh, ja.«
   »Ich helfe Ihnen.«
   Er ließ meine Arme los und bückte sich zur Aktentasche und zum Koffer. Beides war zu Boden gefallen. Mein Blick blieb auf seinen Unterarmen hängen, kräftigen Unterarmen mit hervortretenden Venen und starken Handgelenken.
   Als er sich wieder aufrichtete, hielt er den Griff meines Trolleys und die Tasche in der Hand und schob beides mit schnellen Bewegungen ins Auto. Er schlug die Tür zu, und ich erwachte aus meiner Starre.
   »Danke«, sagte ich und konnte meine Nase nicht davon abhalten, diesen herben Duft tief zu inhalieren. Seine Lippen verzogen sich zu einem angedeuteten Lächeln, was die markanten Wangenknochen noch besser zur Geltung brachte.
   Er nickte mir zu, drehte sich um und eilte in seinen Turnschuhen dynamisch, elastisch davon, während ich einem prallen Hintern in ausgeblichener Jeans hinterherstarrte.
   »Schönling. Denkt auch, wenn er so aussieht, kann er sich alles erlauben. Frechheit.« Missmutig konzentrierte ich mich wieder auf mein Auto.
   Ich kurvte aus der Garage heraus und machte mich auf den gut hundertzwanzig Kilometer langen Weg nach Hause.
   Während ich mich auf der Autobahn in den dichten Rushhourverkehr einfädelte, brummte mein Handy. Ich tippte auf den Knopf der Freisprecheinrichtung.
   »Ellen? Bist du das?«
   »Ja, Mutter, du hast doch meine Nummer gewählt.«
   »Wo bist du?«
   »Ich war auf der Handwerksmesse in München, bin eben aus dem Flugzeug gestiegen und auf dem Weg nach Hause.«
   »Was machst du auf einer Handwerkermesse?«
   »Mutter, ich bin Handwerkerin.«
   »Ich denke, du töpferst?«
   Innerlich verdrehte ich die Augen und mahnte mich zur Ruhe. Meine (...)

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