Greta Ley

Paranormal & Mystery

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Verändert - Helen & Ben 2

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Die neue Regierung verspricht Gleichheit und Freiheit für alle Rassen. Sterbliche und Unsterbliche sollen endlich gemeinsam in Frieden und Freiheit leben dürfen. Helen und Ben, beide gezeichnet vom Kampf gegen das ehemalige Regime, sind voller Hoffnung, dass nun auch für sie eine gemeinsame Zukunft möglich ist. Zunächst geht ihr Wunsch in Erfüllung, und die Welt feiert sie als einziges verbundenes Paar, als Sinnbild für die Gemeinschaft von Unsterblichen und Menschen, als Symbol für absolute und allumfassende Liebe. Doch der Friede währt nicht lange. Während die beiden an einer friedlichen Zukunft für die Bevölkerung arbeiten, brauen sich neue Gefahren zusammen. Helens herzloser Vater macht ihnen das Leben schwer und lässt nichts unversucht, das alte System wiederherzustellen. Und auch andere Mächte formieren sich, die nur ein Ziel verfolgen: den Traum von Gleichheit und Freiheit endgültig zu zerstören …

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Vita

Greta Ley

Greta Ley wurde 1981 in Braunau am Inn geboren. Sie studierte Lehramt und ist hauptberuflich als Lehrerin tätig. Mit ihren beiden Kindern und ihrem Ehemann lebt sie im beschaulichen Eggelsberg und schreibt mit Begeisterung fantastische Geschichten und lustige Frauenunterhaltung.

Leseprobe

Vorwort

Sterbe ich? Wenn ja, so ist es ein süßer Tod. Bens Atem streicht mir über die Wange. Endlich – nach all den Jahren – verstehe ich wirklich, was es heißt, verbunden zu sein.
   Ich habe keine Angst. Sie ist mir fremd. Denn er ist bei mir. Der Tod hat seinen Schrecken verloren. Die Liebe währt ewig. Sie erschafft Neues.
   Ich nehme Bens Hand. Sie ist warm, wie die eines Menschen. Seine Augen leuchten.
   Du. Hast. Mich. Gerettet.
   Seine Stimme tief in mir.
   »Ich liebe dich«, flüstere ich heiser.
   Ben lächelt.
   Die Zeit löst sich auf, wird zu dem ewigen Meer, das sie immer schon war.
   Wo Liebe ist, gibt es eine Zukunft. Es gibt Hoffnung. Es gibt Glaube an eine bessere Welt. An eine Welt voller Liebe.
   Ben und ich.
   Ich und Ben.

TEIL 1
Die Vorgeschichte

Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Aber die Nachwelt behält sich Korrekturen vor.

Ernst Reinhardt


Veränderung

»Sehe ich gut aus?« Helen strich sich über das grüne Seidenkleid. Ein Ähnliches trug sie zuletzt bei ihrer Diplomverteilung, doch die Erinnerung daran schmeckte wie bitterer Wermut auf ihrer Zunge. Am liebsten hätte sie die Bilder von damals einfach ausgelöscht und mit denen der Gegenwart übermalt.
   »Du siehst immer bezaubernd aus, mein Herz«, antwortete Ben und nahm ihre verschwitzten Hände.
   Nur einen Wimpernschlag lang zuckte sie zusammen. Immer wenn er die Wunde berührte, wo einst ihr kleiner Finger war, fühlte sie sich in die Vergangenheit zurückgesetzt. In den letzten Monaten hatte sie nicht nur ihren Finger verloren, sondern ihre ganze Weltvorstellung.
   Verzerrte Albtraumfratzen schnürten ihr die Kehle zu und ließen sie daran denken, dass das Grauen nur Monate zurücklag. Was hatte sie nicht alles auf sich genommen, um nun hier zu stehen? Sie hatten eine Flucht und einen Kampf hinter sich, der geradezu selbstmörderisch gewesen war.
   Ihre ganze Jugend hatte Helen im vermeintlich sicheren Schoß des Regimes verbracht. Sie hatte die Regeln, die Ausbildung und die Gesetze als feste Gegebenheiten hingenommen, und war dem Vorbild ihres Vaters, des obersten Zentralmediziners, gefolgt. Dann aber war Ben in ihr Leben getreten. Sie musste den Seelenlosen aus der Wildnis bei ihrer Abschlussprüfung zähmen und zum ersten Mal in ihrem Leben waren ihr Zweifel gekommen, ob das Regime mit allem recht hatte, was es über die Außenwelt sagte. Obwohl sie Ben damals grausam und brutal in einem Roboter quälte, rettete er ihr kurze Zeit später bei einem Angriff von Wilden das Leben.
   Sachte zog Ben sie nun an sich heran. Seine Lippen berührten ihre. Ein leichtes Prickeln tanzte über ihren Mund. Sie schloss die Augen und atmete seinen Duft ein. Seit sie miteinander auf ewig verbunden waren, brauchte sie seinen Geruch, seine Stimme, einfach ihn ganz wie die Luft zum Atmen.
   »Aufgeregt, mein Herz?«, fragte er.
   Sie legte ihren Kopf an seine Brust. Die langsamen, stetigen Schläge seines Herzens beruhigten sie etwas. »Ich habe es mir leichter vorgestellt«, gestand sie leise.
   »Es hat sich viel verändert.«
   »Dennoch. Ich habe Angst. Das letzte Mal, als ich in der City war, wollte man dich töten. Man hat uns verfolgt. Wir … wir haben so viel verloren …« Helens Stimme zitterte und der Schmerz stach sie, als würde ihr gerade in diesem Moment erneut ihr Fingernagel herausgerissen werden.
   »Noch mehr haben wir gewonnen. Die Chance, dass Unsterbliche und Sterbliche wieder in Frieden miteinander leben können. Ohne Sklaverei, ohne Gewalt, ohne Angst.« Bens Stimme war ruhig. Er streichelte sie und Helen atmete tief ein.
   Wie sehr wünschte sie sich, dass diese Zukunft wahr werden könnte. Vor langer Zeit, lange bevor es das Regime, die Citys und die Wildnis gegeben hatte, war es schon einmal Wirklichkeit. Unsterbliche und Sterbliche lebten als Verbündete, als Verbundene, als Liebende … So wie sie und Ben.
   Doch nach den vergangenen Jahrhunderten, wo die sogenannte zivilisierte (...)

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