Lina Jacobs

Fantasyromane

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Geflüsterte Lügen

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Eigentlich erwartet die 28-jährige Yvonne Heber nicht viel vom Leben, aber in einer Beziehung möchte sie keine Abstriche machen. Sie sucht die wahre Liebe und einen netten Mann, der sie auf Händen trägt. Als sie eines Tages den attraktiven Misha kennenlernt, glaubt sie sich endlich am Ziel. Noch ahnt sie nicht, was für ein schreckliches Geheimnis er mit sich herumträgt. Nach einem Sommerfest begegnet ihr Jasper, der sie mit einem schockierenden Skandal konfrontiert. An ihrem Arbeitsplatz werden nicht zugelassene Medikamente verabreicht. Obwohl Yvonnes Herz für Misha schlägt, spürt sie auch eine prickelnde Verbindung zu Jasper. Ehe sie sich versieht, steckt sie mitten in einem Komplott von Gewalt und Lügen. Nicht genug, dass gleich zwei anziehende Männer ihre Gefühle auf den Kopf stellen, auch die tschechische Mafia hat sie im Visier. Yvonne ist nirgendwo mehr sicher, ein Kampf um ihr Leben und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

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Vita

Lina Jacobs

Schon in der Schule hat Lina das Schreiben fasziniert. Am Anfang war es ein Hobby, mittlerweile eine tief verbundene Leidenschaft. Obwohl sie nicht viel dazu beitragen kann, möchte sie trotzdem die Welt ein wenig schöner machen. Mit ihrem Debütroman „Geflüsterte Lügen“, der im Februar 2015 im bookshouse-Verlag erschien, ging ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Heute lebt sie mit Mann, Tochter und einem Schäferhund/Husky-Mischling in der Nähe der schönen Hellwegstadt Soest.

Leseprobe

Prolog


Ein ersticktes Röcheln ließ mich näher an das Bett herantreten. Das Geräusch kroch mir durch Mark und Bein. Die alte Frau schnappte heftig nach Luft, ihre gekrümmten Finger, von Gicht befallen, grapschten nach meinen Schultern. Fast schienen die Augen aus den Höhlen zu quellen, als sich die Nägel schmerzhaft in meine Muskeln gruben. Ein Mensch, der um sein Leben kämpfte, brachte enorme Kräfte auf, auch wenn er über achtzig Jahre zählte.
   Entsetzen durchfuhr mich – auch die Frau sehnte den Tod herbei. Genauso wie …
   Für einen Augenblick wurde der Griff unerträglich. Ich unterdrückte einen Schmerzenslaut. Ihr Kopf fuhr nach oben und sie ließ mich endlich frei. Das Röcheln flachte ab, wurde zu einem hektischen, leisen Japsen. Es ging dem Ende zu. Die Frau war nicht die erste Tote in meinem Leben. Nur wie ihr Tod sein würde, wollte ich mir nicht mal vorstellen.
   Die Augen fixierten mich, flehten stumm, sie von dem Leiden zu befreien. Doch ich konnte sie nicht retten. Dafür war es zu spät. Die Gifte in ihrem Körper hatten zu viel zerstört. Toxine, die von Medikamenten stammten. Die Nebenwirkungen waren verheerend. Ein qualvoller Tod stand ihr bevor. Wir sorgten nur dafür, dass sie friedlich und ohne Schmerzen einschlief.
   Ungewollt sammelten sich Tränen in meinen Augen. Mir wurde der aussichtslose Kampf bewusst. Wir kämpften gegen Giganten, die alles mit einem Schlag auslöschen konnten.
   Ich stolperte zurück, glitt beinahe auf dem glatten Linoleumboden aus. Die Umgebung verschwamm vor meinem Blick. Ich stand kurz davor durchzudrehen, es war einfach zu viel. Starke Arme fingen mich, hielten mich fest.
   »Wo ist er?«
   »Ich weiß nicht.«
   »Schnell, Yvonne, wir haben keine Zeit mehr.«
   Ich schüttelte den Kopf, machte mich los und sah ihn an. Als er die Tränen erblickte, strich er zärtlich über meine feuchten Wangen. Ich schloss die Augen, schon so lange sehnte ich mich nach seinen Händen.
   »Es sind so viele«, wisperte ich.
   Voll Trauer sah er mich an. »Ja, so viele. Wir können gerade mal die Hälfte von ihren Leiden befreien.«
   »Bitte. Hast du die Augen dieser Frau gesehen?« Meine leise Stimme zitterte.
   Er verstand und nickte, griff in die Innentasche seiner Jacke und zog das Etomidat auf. Egal, ob es bei der Obduktion festgestellt wurde. Dieses Heim ging den Bach runter. Nie wieder würde hier jemand Unschuldige quälen, nur, um sich die Geldtaschen zu füllen.
   Ohne Zögern ergriff er den schlaffen Arm. Ich beobachtete, wie er den Kolben der Spritze hinunterdrückte. Die Überdosis würde sie nicht mehr erwachen lassen. Die Frau hielt still. Irgendwie ahnte sie, dass ein rettender Engel an ihrem Bett stand, um sie endlich von den Qualen zu befreien.
   Jetzt wusste ich, was mich mit ihm verband: Er war Dämon und Engel in einer Person. Sein Charakter, so facettenreich, dass er in seiner Einfachheit wie ein geschliffener Diamant glänzte. Ich bewunderte seine innere Stärke. Unter der harten Schale war er edelmütig, selbstlos und vor allem einfühlsam. Ich liebte diese Eigenschaften an ihm.
   Wir machten uns in vielen Punkten strafbar, es zählte nicht. Wir hatten uns dazu entschieden – gemeinsam. Wir halfen den Menschen. Daran führte kein Weg vorbei.
   Die alte Frau seufzte leise und anhaltend. Es klang fast wie ein letztes Gebet. Verdammt! Ich kannte nicht mal ihren Namen. Dankbarkeit strahlte in ihren Augen, als er sanft seine Hand auf ihre legte. Die Geste rührte mein Herz. Ich liebte ihn mehr als je zuvor.
   Seine Finger tasteten nach dem Pulsschlag der Frau. Ihre Lider flatterten und fielen langsam zu. Sie hatte es geschafft, letztlich erfuhr sie doch die Erlösung. Er wandte sich von der reglosen Frau ab.
   »Lass uns jetzt gehen«, sagte er mit drängender Stimme. »Die Nachtwache macht gleich ihre Runden.« Er fasste nach meiner Hand und blickte mich an. »Ich danke dir für alles.«
   Ich wusste nicht, wofür er sich bedankte, aber mein Herz machte trotzdem einen Satz. Zu gern hätte ich ihn geküsst, aber der Augenblick war unpassend.
   Er zog mich aus (...)

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