Susan Florya

Romantik & tiefe Gefühle

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

8000 Meilen bis zu dir - Mermaid Cruises 2

Image

Savannah Santiago hat, wovon junge Frauen träumen: Sie ist schön, erfolgreich und als Tochter eines Hotelmagnaten in der Welt zu Hause. Doch hinter der Fassade bleibt von ihrer glanzvollen Erscheinung nur ein Häufchen Elend übrig. Niemand weiß, dass sich ihr Verlobter zum Sadisten wandelt, sobald die Haustür ins Schloss fällt. Als er den entscheidenden Schritt zu weit geht, nimmt Savannah Reißaus. Fitnesstrainer Felipe macht seinem Ruf als Casanova alle Ehre. Das ändert sich schlagartig, als er Savannah begegnet. Umgehend hat er seine Traumfrau gefunden und ist von ihr im wahrsten Sinne des Wortes gefesselt. Sie aber hat von Männern die Nase gestrichen voll. Kein guter Start, um gemeinsam in den Sonnenuntergang zu segeln, oder?

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Susan
    Florya
    E-Book: 5.99 €
    Taschenbuch: 14.99 €
  • Susan Florya
    8000 Meilen bis zu dir - Mermaid Cruises 2
  • 8000 Meilen bis zu dir - Mermaid Cruises 2
    Susan Florya

Vita

Susan Florya

Susan Florya wurde 1969 während einer Urlaubsreise in Istanbul/Türkei als Bäckerstochter geboren. Aufgewachsen ist sie in Dortmund und mitten im Rheinland. Nach dem Abitur folgte eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, heute verdient sie ihre Brötchen als kaufmännische Angestellte eines großen Unternehmens in Düsseldorf. Schon als Kind hat sie stets Geschichten erfunden und aufgeschrieben. Bis heute ist ein Leben ohne Bücher für sie undenkbar. Ihre zweite große Leidenschaft - das Reisen - wurde ihr praktisch mit der Geburt in die Wiege gelegt. Ihre beiden liebsten Hobbys verbindet sie nun, indem sie ihre gefühlvollen Geschichten in fernen Ländern ansiedelt und ihre Leser/-innen auf diese Art an einige der interessantesten Orte der Welt entführt.

Leseprobe

1. Kapitel

»Auf die Zukunft unserer Stadt. Auf Lissabon!« Der Bürgermeister erhob sein Glas zum Toast. Seine Aufforderung löste allgemeines Stühlerücken aus. Sakkos wurden in Windeseile zugeknöpft, Röcke glatt gestrichen, unauffällig der korrekte Sitz von Krawatte und Frisur überprüft. Man konnte nie wissen, wann man ins Visier der Paparazzi geriet. Also setzte jeder sein Titelseitengesicht auf, diese mühsam antrainierte Kombination aus Lebensfreude und Seriosität.
   »Auf Lissabon!«, scholl es fünfhundertstimmig zurück.
   Das erste Saúde galt dem Mann am Rednerpult, anschließend stieß man mit seinen Tischgefährten an. Im brillant geschliffenen Bleikristall perlte ein Spitzenprodukt aus dem Dourotal. Patriotismus wurde großgeschrieben. Der Wirtschaft ging es dreckig, es galt, die einheimischen Winzer zu unterstützen, obwohl der eine oder andere bestimmt das edle Tröpfchen der französischen Nachbarn bevorzugt hätte.
   Der Bürgermeister nickte in die Runde und raffte seine Unterlagen zusammen. »Lasst uns den Abend genießen, meine Freunde. Das Büfett ist eröffnet!«
   Dank des allgemeinen Bestrebens, mit jeder wichtigen Person auf der eigenen Karriereleiter anzustoßen, folgte Phase Zwei des Stühlerückens. Die Lautstärke im Saal schwoll um mehrere Dezibel an, als sich Begrüßungen, Wangenschmatzer, Geschirrklappern und Small Talk zum typischen Party-Potpourri mischten. Im Nu herrschte Gedränge vor den reichhaltigen Auslagen an der Futterkrippe. Auf Silberplatten meisterlich angerichtete Spezialitäten landeten als wirres Durcheinander auf den goldumrandeten Porzellantellern.
   Ein unverbindliches Lächeln auf den Lippen, durchschritt Anibal den Bankettsaal. Er grüßte nach rechts und links und nahm die lobenden Worte für die gelungene Feier mit exakt kalkulierter Bescheidenheit entgegen. Hinter der Maske des Gastgebers scannte er jedes Detail auf Perfektion und behielt die Kellner im Auge.
   Bislang verlief alles reibungslos. Die Reden waren gehalten, die ersten Gläser geleert. Seine Gäste begannen damit, Kontakte zu knüpfen und sich ins Gespräch zu bringen. Sehen und gesehen werden, lautete wie immer das inoffizielle Motto der Veranstaltung. Zufrieden stellte er fest, dass praktisch die gesamte High Society Lissabons anwesend war. Er hatte nichts anderes erwartet. Der alljährliche Herbstball im Cinco Estrelas Lisboa zählte zu den Events, für die man andere Verpflichtungen umgehend absagte, sobald die ersehnte Einladung im Briefkasten lag. Ernesto und er mochten die Besitzer der kleinsten Hotelkette Portugals sein, in diesem Fall stand dieses klein allerdings als glänzendes Synonym für Exklusivität und Ansehen. Seine Familie verstand es, die wichtigsten Köpfe aus Politik und Wirtschaft für sich einzunehmen.
   Kollegiales Gelächter vom Tisch des Stadtrats ließ ihn zu seinem Bruder hinübersehen. Ernesto in seiner Lieblingsrolle als charmanter Conférencier. Die Damen hingen an seinen Lippen, die Herren amüsierten sich demonstrativ im Blitzlichtgewitter der Fotografen.
   Er ähnelte einem extrovertierten Filmregisseur und tänzelte mit dem Charisma des weltgewandten Grandseigneurs durchs Leben. Die grau melierten Strähnen in seinem vollen Haar waren eine Spur zu lang, um seinem fortgeschrittenen Alter zu entsprechen. Buschige Augenbrauen betonten seine von tiefen Lachfalten umrahmten Augen. Eine kurze Ehe sorgte für den nötigen Stammhalter, damit hatte die damals Auserwählte ihre Schuldigkeit erfüllt und wurde nicht länger benötigt. Stattdessen schmückte sich der Dreiundsechzigjährige mit ständig wechselnden Begleiterinnen, deren knapp bekleidete Körper jedermann in den einschlägigen Hochglanzmagazinen begaffen konnte. Solange er den Bürgermeister und seine engsten Vertrauten mit seinem raffinierten Humor bei Laune hielt, waren Anibal die zu langen Haare und zu dünnen Frauen an seiner Seite egal. Beinahe mitleidig sah er zu seinem Neffen hinüber. Gonçalo plauderte angeregt mit mehreren Herren aus dem Bauministerium, während seine Ehefrau ihn anhimmelte. Leider sah die Holde nach zwei Schwangerschaften aus, als wäre sie direkt vom Bauernmarkt durch die Küchentür in den Saal gewalzt. Da war die dürre Hippe, die kokett kicherte, weil Ernesto ihr in den knackigen Hintern kniff, ein appetitlicherer Anblick. Dennoch würde er seinen Bruder bei nächster (...)

Mehr Leseempfehlungen