Anna Loyelle

Romantik & tiefe Gefühle

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Wie ein Schmetterling im Wind

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Nicht immer ist alles so, wie es scheint. Manchmal stößt man auf Geheimnisse, die man nicht erfahren will, aber sie helfen einem zu verstehen – und zu verzeihen. Die sechzehnjährige Nora ertrinkt im elterlichen Swimmingpool. Ein harter Schlag für ihre beste Freundin Alicia. Die beiden waren enge Freundinnen und gingen durch dick und dünn. Als sich Alicia ein Erinnerungsstück aus Noras Zimmer holt, findet sie ihr Tagebuch und einen Schlüssel, der nirgendwo zu passen scheint. Allmählich wird ihr klar, dass ihre Freundin viele Geheimnisse mit sich herumtrug. Geheimnisse, die sie innerlich zerfraßen. Immer grauenhaftere Dinge kommen ans Tageslicht, die Alicia nicht glauben will. Nach und nach öffnen sich neue Türen, die sie dem Geheimnis Stück für Stück näherbringen. Schon bald wünscht sich Alicia, das Tagebuch niemals gefunden zu haben.

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Vita

Anna Loyelle

Anna Loyelle, alias Andrea Kammerlander, wurde 1972 in Schwaz in Tirol im Zeichen des Zwillings geboren. In der Marktgemeinde Jenbach aufgewachsen, entdeckte sie bereits in der Grundschule den Hang zum Schreiben. Ihre Gedanken brachte sie damals mit der Füllfeder in einem Schulheft zu Papier, und erfreute ihre Mitschüler und Lehrer vorwiegend mit Abenteuer- und Tiergeschichten. Mit vierzehn Jahren schrieb sie ihr erstes Buch, das sieben Jahre später veröffentlicht wurde. Nach der Geburt ihrer Söhne legte Anna Loyelle eine Schreibpause ein, die sie im Jahr 2000 wieder beendete. Seitdem schreibt sie Jugendromane, Liebes- u. Erotikromane, Kindergeschichten, Thriller und Kurzgeschichten verschiedener Genres. Zahlreiche ihrer Werke wurden bereits in Zeitschriften, Anthologien, Onlineverlagen und als Print-Books veröffentlicht.

Leseprobe

Dreizehn Jahre zuvor
Versteckspiel

Es ist windstill und die Sonne scheint. Ich sitze mit meinen Lieblingspuppen Missy und Henna auf der neuen rosafarbenen Decke mit den weißen Einhörnern und den grünen Wolken und spiele. Nora ist krank. Sie muss den ganzen Tag im Bett bleiben. Mom sitzt in ihrem Liegestuhl und liest ein Buch. Das Bild auf dem Einband sieht lustig aus. Eine Frau, die mit einer Gummiente in einer kaputten Kaffeetasse sitzt. Moms Handy klingelt. Sie redet mit Mrs Sin von gegenüber und schneidet dabei lustige Grimassen. Ich lache und halte mir die Hand vor den Mund, damit Mrs Sin es nicht hört. Mom mag sie nicht besonders, ist aber trotzdem freundlich zu ihr. Nach einer Weile steht sie auf und flüstert mir zu, dass sie rasch ein Kuchenrezept für Mrs Sin heraussucht. Ich verspreche, im Garten zu bleiben und mich nicht von der Decke zu bewegen. Ich sehe ihr nach, wie sie im Haus verschwindet. Die Tür lässt sie offen. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel. Ich sehe nach oben. Eine Wolke verdeckt die Sonne. Ich schließe die Augen und wünsche mir, dass die Wolke weiterzieht, doch das tut sie nicht, und als ich die Augen wieder aufmache, wird es noch dunkler.

Alicia öffnete langsam die Augen und zuckte zusammen, als ihr Blick verschwamm. Ein leises Summen in ihrem Kopf, das sich anhörte wie ein Bienenschwarm, entfernte sich gemächlich. Was war los mit ihr? So fühlte sie sich doch nur, wenn sich Daddy im Garten mit ihr im Kreis drehte und sie auf die Decke setzte, wo sie mit ausgestreckten Armen nach Halt suchte, weil sich alles in ihrem Kopf noch weiterdrehte. Aber Daddy war nicht hier, und sie befand sich auch nicht zu Hause im Garten.
   Ein ekliger Geschmack lag auf ihrer Zunge. Sie versuchte, ihn abzustreifen, indem sie über ihre Zähne fuhr, aber es nutzte nichts. Was hatte sie bloß gegessen?
   Sie versuchte, sich aufzusetzen, doch ein heftiges Schwindelgefühl überkam sie und zwang sie, sich wieder hinzulegen. Das war wirklich seltsam. Warum fühlte sie sich so? War sie krank?
   Müdigkeit erfasste sie so stark, dass sie sich nicht dagegen wehren konnte. Ihre Lider wurden schwer, sie hatte keine Kraft, sich dagegen zu wehren. Ihr Kopf fiel zur Seite, ihr Körper entspannte sich.

Als sie irgendwann wieder aufwachte, war ihr Blick klar und das Summen in ihrem Kopf verschwunden. Sonnenlicht fiel durch ein kleines Fenster herein und erhellte den Raum. Verwundert sah sie zur Decke hoch. Wo war ihre Hello Kitty-Lampe? Und warum befand sich überall Holz an den Wänden? Die Wände in ihrem Zimmer hatte Daddy doch in dem hellen Gelb gestrichen, das sie im Baumarkt ausgesucht hatte. Der Verkäufer wollte Daddy überreden, eine andere Farbe zu nehmen, aber er hatte nur den Kopf geschüttelt und den Eimer mitgenommen. Woher kam also das Holz?
   Alicia setzte sich auf und rümpfte die Nase. Es roch muffig. So wie in der Waschküche, in der Mommy im Winter die Wäsche aufhängte. Warum duftete es nicht nach Pfannkuchen und Kakao? Mommy bereitete doch jeden Morgen das Frühstück für sie zu.
   Ihr Herz begann schneller zu schlagen, und Gänsehaut bildete sich an ihren Armen. Etwas stimmte hier nicht. Sie wollte aus dem Bett steigen und Mommy suchen, doch dicke Holzstäbe hinderten sie daran. Erschrocken wich sie zurück, aber die Stäbe befanden sich überall.
   »Mommy«, flüsterte sie, zog die Knie an und kniff die Augen zu. »Mommy?«
   Niemand antwortete ihr.
   Allen Mut zusammennehmend, öffnete sie zuerst ein Auge, dann das zweite. Ein Gitterbett. Sie befand sich in einem Gitterbett, deshalb die Stäbe! Aber … warum hatte sie in diesem Babybett geschlafen? Seit Weihnachten besaß sie doch ein richtiges Bett. Eins für große Kinder, wie sie es schon war. Und warum befand sie sich nicht in ihrem Zimmer? »Mommy?« Ihre Stimme klang eigenartig rau. »Mommy!« Sie stand auf und hielt sich an den Stäben fest, da sich ihre Beine zittrig anfühlten. »Mommy! Daddy!« Warum hörten sie nichts? »Mommy!« Sie überlegte, ob sie sich an den Stäben hochziehen und sich aus dem Gitterbett fallen lassen sollte? Bestimmt wäre das laut genug, damit Mommy oder Daddy sie hörten. Sie griff nach ihrer Puppe Missy, ohne die sie nie schlafen ging, und versuchte, die oberste Querstange zu umfassen. Erfolglos. Alicia wurde klar, dass es sich hier um kein (...)

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