Kathy Felsing

Romantik & tiefe Gefühle

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Verhängnisvoll - G.E.N. Bloods 2

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Die Ärztin Reese Little rettet einem Schwerverletzten das Leben, doch der Mann verschwindet spurlos. In Reese keimt ein grausiger Verdacht, als ihr eine junge Patientin, die nur knapp dem gesuchten Chatroom-Mörder entkommen ist, Details anvertraut. Der Polizei helfen die Informationen nicht weiter, und so recherchiert Reese auf eigene Faust und gerät in das Fadenkreuz des Serienkillers. Wie nah sie vor dessen Linse steht, ahnt sie nicht, weil ihre Aufmerksamkeit durch den geheimnisvollen Narsimha abgelenkt wird. Zwischen dem Mitglied der G.E.N. Bloods und ihr sprühen Funken, doch Narsimha zieht sich zurück und gibt sich unnahbar. Für Reese steht fest: Nur dieser und kein anderer! Als sie den Rest des Teams kennenlernt und erfährt, dass Narsimha bei einem Einsatz in Indien vermisst wird, besteht sie darauf, sich dem Rettungsteam anzuschließen. Ihre Unterstützung fordert einen hohen Preis, doch nicht nur Reese kämpft gegen Windmühlen.

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Vita

Kathy Felsing

Kathy Felsing wurde 1964 in Nordrhein-Westfalen geboren. Nach der Fachoberschulreife jobbte sie zunächst für zwei Jahre als Redaktionsassistentin bei einer Wochenzeitung. Später absolvierte sie eine Ausbildung als Datenverarbeitungskauffrau und arbeitete viele Jahre als Programmiererin, Werbekauffrau und Web-Designerin. Bevor sie mit dem Schreiben anfing, war sie zuletzt in leitender Stellung als Ausbilderin für Fachinformatiker tätig. Ende 2006 wanderte sie mit ihrer Familie in die Republik Zypern aus. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann, zwei Katzen und einem Hund in einem kleinen Bergdorf. 

Leseprobe

Prolog
Freitag, 9. September

Maggie versuchte vergeblich, die verkrusteten Augenlider zu öffnen.
   Sie wusste, sie hatte stundenlang geweint, bis sie vor Erschöpfung eingeschlafen war. Aber warum? Vorsichtig ertastete sie den Stoff ihrer Decke. Er fühlte sich rau und kratzig an, nicht wie das plüschige Federbett mit dem Großformatdruck ihrer Lieblingssängerin Adele. Sie fror. Bei jedem Einatmen schien es, als wollte der Luftzug die feuchte Spur, die ihr bis an die Oberlippe lief, zu Eis verwandeln. Ihre Hände fühlten sich steif an. Als sie ihre Augenlider berührte, schrie sie auf. Die Fingerkuppen waren noch kälter als angenommen und der unerwartete Schmerz raste wie ein Nadelstich durch die Augäpfel in ihr Gehirn. Sie stöhnte, hörte den dumpfen Hall in dem winzigen Raum. Und plötzlich war alles wieder da.
   Ihre Augen füllten sich mit Tränen, die sich unter den geschlossenen Lidern hervorpressten und heiß ihre Wangen hinabrollten. Durst brannte in ihrer Kehle. Sie griff nach der Wasserflasche, wagte aber nicht, ihre knappe Ration anzubrechen. War es der sechste oder der siebte Tag, seit sie in diesem Verschlag aufgewacht war? Seither hatte sie nichts zu essen bekommen, doch Hunger spürte sie längst nicht mehr. Jeden Abend, wenn die Klapperschlange sie zitternd zurückließ, stellte er an der Tür eine kleine Plastikflasche ab, die nur zur Hälfte gefüllt war. Und ein neues Utensil.
   Sie tastete nach dem Schweizer Taschenmesser. Gestern war es eine Glasscherbe, vorgestern eine Hupe, mit einem Miniblasebalg – in Entenform –, wie man sie an Kinderfahrrädern befestigte. Was es davor war, fiel ihr nicht mehr ein.
   Zuerst hatte sie nicht begriffen, was sie mit den Gegenständen anfangen sollte. Zu groß war die Angst, er würde ihr wehtun, sie vergewaltigen; aber er betrat nicht einmal die Hütte, öffnete lediglich die Tür einen Spaltbreit. Seit er sie aufgefordert hatte, die Gegenstände am nächsten Abend an der gleichen Stelle zu platzieren, damit er sie austauschen konnte, hatte er kein Wort mehr mit ihr geredet. Er hielt sie zum Narren. Gab ihr Werkzeuge, die ihr die Hoffnung vermitteln sollten, sich befreien oder Hilfe herbeirufen zu können. Es war nur eine Illusion. Verarschung!
   Der Nebel in ihrem Geist lichtete sich. War es schon Tag? Sie rieb sich die Augen, zupfte an den Wimpern, bis sie es schaffte, die Lider zu heben. Fetzen der Erinnerung an ihren Lieblingssong zogen ihr durch den Kopf und sie ließ sich auf den tröstlichen Wogen von Adeles emotionsgeladener Stimme treiben.
   It was dark and I was over.*
   Es war dunkel und ich war am Ende.
   Erst glaubte sie, die Dunkelheit würde sich fortsetzen, sie in einen noch schlimmeren Albtraum ziehen, doch dann erkannte sie verschwommen den grauen Lichtschleier, der unter der Tür hereinfiel. Kalter Wind pfiff durch die Ritze. Während der Nacht hatte sie versucht, sich enger in die Decke zu wickeln, um den eisigen Klauen zu entgehen, die nach ihr griffen und an dem Stoff zerrten.
   Es würde noch einige Stunden dauern, bis die Mittagssonne einen Strahl durch das kleine Astloch im Brett über dem Türrahmen warf. Und dann bis zur Dämmerung, bis die Klapperschlange zurückkehrte.
   Maggie zitterte. Stöhnte. Musste dem Albtraum entfliehen.
   But there’s a side to you that I never knew, never knew.
   All the things you’d say, they were never true, never true.*
   Aber da ist eine Seite an dir, die ich nie kannte, nie kannte.
   All die Dinge, die du sagtest, waren niemals wahr, niemals wahr.
   Sie hörte ihn bereits jetzt um die Hütte schleichen. Sein Verharren vor der Tür, das Rascheln seiner Schritte. Alles Schreien und Toben, Weinen und Flehen hatte nichts gebracht. Er blieb stumm, als wäre er nicht da. Sie wusste es besser.
   Wie oft hatte sie gebetet, aufzuwachen, zu Mom ins Schlafzimmer zu flüchten und ihr von den furchtbaren Traumbildern und Empfindungen zu erzählen. Wie ihre Hände sanft über den Rücken streicheln würden, die beruhigende Stimme, die ihr flüsternd versprach, alles werde gut, nur ein böser Traum, der gleich vergessen sei, gleich vergessen. Aber das war so weit fort, dass sie beinahe mehr Angst hatte, (...)

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