Jennifer Waschke

Kinder- & Jugendbücher

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Cleo hat den Anblick in den Spiegel immer genossen … bis zu einem folgenschweren Unfall. Zweiundzwanzig Monate später kehrt sie in ihre Schule zurück und muss feststellen, dass die Narben, die ihr Gesicht entstellen, alles ändern – ihre Freundschaften, ihre Position in der Schule, aber vor allem Cleos Lebensmut, der mit jedem Tag abnimmt. Wie soll man auch weitermachen, wenn man glaubt, alles verloren zu haben? Erst die sehbehinderte Terisa und deren bester Freund Simon finden Zugang zu Cleo und zeigen ihr, was das Leben wirklich ausmacht und dass Schönheit und Liebe nicht von Narben bestimmt werden.

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Vita

Jennifer Waschke

Jennifer Waschke wurde am 15.06.1988 geboren. Aufgewachsen im Kölner Norden lebt sie inzwischen in Dormagen, fühlt sich jedoch noch immer mit Köln verbunden. Sie ist staatlich anerkannte Erzieherin und Sozialarbeiterin und arbeitet in einer Abteilung vom Jugendamt. Dort installiert sie Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Legasthenie und Dyskalkulie. Seit ihrer frühsten Kindheit schreibt sie Geschichten und träumt davon, ihre eigenen Bücher in den Händen halten zu können. Dabei ist es ihr ein Anliegen, mit ihren Geschichten nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen. Die Autorin freut sich, über Social Media von ihren Lesern zu hören.  

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Leseprobe

Prolog

»ist du sicher, dass ich nicht mit hineinkommen soll?«, fragte ihre Mutter zum vierten Mal. Terisa schüttelte energisch den Kopf. Wieso musste sie immer übertreiben und sie in Watte packen?
   »Ich komme schon klar«, erwiderte Terisa, ehe ihre Mutter erneut fragen konnte. Sie raffte ihren Rucksack, öffnete die Tür des Wagens und klappte ihren Stock aus, der mit einem leisen Klack auf dem Gehweg aufkam.
   »Ich wünsche dir einen ganz tollen ersten Tag«, sagte ihre Mutter, während Terisa mit ihrem Stock den Boden abtastete. Die Autotür hinter ihr schwang zu. Sie hörte jedoch nicht, dass der Wagen wegfuhr. Vermutlich beobachtete ihre Mutter sie noch und verfolgte jeden ihrer Schritte, stets darauf gefasst, sie zu retten. Aber sie wollte nicht gerettet werden.
   Der Wunsch, auf diese Schule zu gehen, war viel zu lang in Terisa, als dass sie sich die Blöße geben würde, sich helfen zu lassen. Ihre Mutter war wegen des Schulwechsels nervös und in den letzten Wochen in einige für sie untypische, gluckenhafte Verhaltensmuster verfallen. Terisa war wegen des Wechsels nicht weniger nervös, sodass es ihr gutgetan hätte, wenn ihre Mutter stärker an sie und diese neue Schule geglaubt hätte – wenn sie Terisas Nervosität damit aufgesaugt hätte. Stattdessen hatte sie sie verschlimmert, und nun hoffte Terisa nur noch, dass sie in dieser Schule gut Anschluss finden würde, damit ihre Mutter wieder die alte werden könnte.
   Nach exakt vierundvierzig Schritten stieß sie mit ihrem Stock an eine Barriere. Langsam tastete sich Terisa vor. Ihr Stock glitt einige Zentimeter an der Barriere hoch, bis er sich wieder nach vorn bewegen ließ, um erneut auf eine Barriere zu stoßen. Eine Treppe. So sicher, wie sie konnte, erklomm sie Stufe für Stufe und landete schließlich oben. Sofort umgab sie ein Stimmengewirr, das sie verunsicherte. Tief ein- und ausatmend versuchte Terisa, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und trotzdem weiterzugehen.
   Ein kleiner Hieb traf sie am Ellenbogen. Erschrocken blieb sie stehen.
   »Hey, bist du blind oder was? Pass doch auf«, schimpfte eine männliche Stimme.
   »Ähm … ja? Bin ich«, antwortete Terisa unsicher und hielt demonstrativ ihren Langstock hoch. Doch die Schritte des Jungen entfernten sich schon wieder. Verärgert schüttelte sie den Kopf. Solche Sprüche hatte sie auf ihrer alten Schule nicht gehört – eine spezielle Schule für sehbehinderte Kinder und Jugendliche. Aber sie hatte diesen Schulwechsel auf die Regelschule unbedingt gewollt. Seit Jahren hing sie ihrer Mutter damit in den Ohren, hatte sie angefleht, es zu versuchen, bis sie endlich die Erlaubnis bekommen hatte. Nach all den Bemühungen musste sich Terisa eine dickere Haut anlegen, um solche Sprüche problemlos hinunterzuschlucken.
   Doch ein erneuter Rempler ließ sie straucheln. Ihr Langstock fiel scheppernd zu Boden. Terisa fluchte leise.
   »Sieh dir nur an, was du angerichtet hast, du dämliche Kuh!«, hörte sie eine weibliche Stimme direkt vor ihr zetern. »Deinetwegen habe ich meinen Chai Latte verschüttet. Das Oberteil werde ich reinigen müssen!«
   »Ich … es tut mir leid«, murmelte Terisa, auch wenn sie sich nicht sicher war, wer an diesem Zusammenstoß tatsächlich Schuld hatte. Peinlich berührt versuchte sie, ihren Stock aufzuheben. Sie tastete sich vorwärts und spürte förmlich die Blicke der Umstehenden. So hatte sie sich den ersten Tag an einer Regelschule nicht vorgestellt.
   Terisa fand endlich ihren Stock, doch irgendetwas beschwerte ihn, sodass sie ihn nicht aufheben konnte.
   »Entschuldigung, aber kann es sein, dass du auf meinem Stock stehst?«, fragte sie vorsichtig und hörte daraufhin eine abfällige Lache.
   »Was bist du? Eine Art Freak?«, verpönte das Mädchen sie, und einige der Umstehenden lachten. Ein fieses, gemeines Lachen, das nur dazu gedacht war, Terisa zu verletzen.
   »Ich bin blind, wenn du es genau wissen willst«, erwiderte Terisa und klang dabei sehr viel tougher, als sie sich innerlich fühlte.
   »Sag ich doch: ein Freak«, johlte das Mädchen.
   Terisa war es unverständlich, wie sie so gemein sein konnten, wo die Mädchen sie doch gar nicht kannten. Sie überkam das Gefühl, gleich (...)

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