Susanne Mathies

Krimis & Thriller

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Das Auge der Ahnen

Image

Südsee-Magie und Mord in Zürich – Warum musste der fremde Besucher in der Kunstgalerie sterben? Eine sympathische Galeristin und ein Kunstmaler werden in ein politisches Komplott verstrickt und versuchen, selbst zu ermitteln. Auf den Spuren eines historischen Amuletts geraten sie im Zürcher Völkerkundemuseum in Lebensgefahr ...

Shoppen bei: Amazon Thalia Tolino
  • Susanne
    Mathies
    E-Book: 3.99 €
    Taschenbuch: 11.99 €
  • Susanne Mathies
    Das Auge der Ahnen
  • Das Auge der Ahnen
    Susanne Mathies

Vita

Susanne Mathies

Susanne Mathies, geboren 1953 in Hamburg, wohnhaft in Zürich, studierte zuerst BWL, dann englische Literatur und Philosophie. Sie schreibt Lyrik, Kurzgeschichten und Romane. Seit 2012 ist sie Redaktionsmitglied der Schweizer Literaturzeitschrift orte. Sie schreibt auf Deutsch und Englisch und hat bisher drei Zürich-Krimis veröffentlicht, außerdem Gedichte und Kurzgeschichten in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

1
20 Minuten, 16.7.2015, Titelseite

Südsee-Horror: Schweizer Ehepaar in der Gewalt von brutalen Rebellen

TURALUGA CITY. »Ich dachte, jetzt knallen sie uns ab, das war’s«, sagt Beat B.* unserem Reporter. Das Zürcher Ehepaar B., das seine Flitterwochen in einem Viersternehotel im melanesischen Inselstaat Turaluga zubrachte, hat den Aufstand der Rebellen hautnah miterlebt.
   »Wir waren abends auf dem Weg zum Essen«, berichtet Beat B., »da rannten drei Männer mit Kalaschnikows zum Haupteingang herein. Wir natürlich sofort zurück ins Zimmer, die Tür verriegelt und das Sofa davorgestellt. Die ganze Nacht Maschinengewehrfeuer, das war der Wahnsinn! Und dann kein Netz, unsere Smartphones konnten wir vergessen. Wir haben geschlottert vor Todesangst. Morgens um fünf kamen dann Lautsprecherdurchsagen, auch auf Deutsch, dass die Armee das Hotel befreit hat. Wir sind gleich mit dem ersten Bus zum Flughafen, im Militärkonvoi. Frühstück gab es natürlich keines.«
   »Die Leute waren immer lieb und höflich«, sagt seine Frau Vreni, »wir haben uns wohlgefühlt in der Hotelanlage, alles war ganz sauber. Und dann wird plötzlich geschossen!« Beide sind froh, heil wieder in der Schweiz angekommen zu sein.
   Näheres zum Bürgerkrieg in Turaluga erfahren Sie im Auslandsteil auf Seite 17.

* Name der Redaktion bekannt

2
Ein Besucher will nicht gehen

Martin stampfte mit dem Fuß auf.
   »Ich habe keine Lust auf diese verdammte Vernissage! Du kannst dir nicht vorstellen, wie mich diese Knopfbilder inzwischen nerven. Das Konzept ist ausgelutscht. Ich sitze an den Porträts wie am Fließband. Am liebsten würde ich den ganzen Krempel hinwerfen.«
   Etwas nagte an Pia, und es wurde nicht besser dadurch, dass sie es durchschaute. Es war der blanke Neid einer Malerin, deren Werke noch nie öffentlich zu sehen waren, gegenüber einem Künstler, dem die Bilder nur so aus der Hand gerissen wurden.
   »Wenn man so erfolgreich ist wie du, kann man sich das natürlich leisten. Von dem, was du allein heute Nachmittag verdient hast, könnte ich locker ein paar Monate leben.«
   Sein Blick wurde bohrend. »Wieso denkst du in letzter Zeit eigentlich immer nur an Geld? Du hast dich doch auch mal für Kunst interessiert. Ich kann nicht begreifen, wie du dich so verändern konntest. Wahrscheinlich hast du dir deine Kommission schon auf den Rappen genau ausgerechnet.«
   Pia fand, dass eine Antwort darauf unter ihrer Würde wäre. Anscheinend hatte Martin Lust, sie zu beleidigen, aber sie würde sich nicht provozieren lassen.
   Martin zog ein hässliches Gesicht mit schmalen Augen und vorgeschobenem Kinn. »Früher konnte man sich mit dir richtig gut unterhalten, über wichtige Dinge. Was ist bloß los mit dir?«
   »Mit mir ist alles in Ordnung. Und mit dir?«
   Er sah sie prüfend an, dann zuckte er mit den Schultern. »Ich bin dann mal weg.« Er drehte sich um und ging zur Tür. Ein paar gelbe Blätter wehten in den Raum, als er sie öffnete. »Wahrscheinlich gehe ich für ein Jahr nach Paris.«
   Pia schnappte nach Luft. So war es also, wenn einem plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wurde: Man spürte den Luftzug an den Ohren vorbeisausen, aber seltsamerweise schien alles auf seinem Platz zu bleiben, nur wie hinter einer Glasscheibe.
   Auf gar keinen Fall würde sie sich anmerken lassen, dass sie entsetzt war. »Klar«, sagte sie. »Paris. Warum nicht?«
   Die Tür klappte hinter Martin zu.
   Mechanisch fing Pia an, die Buchhaltungsbelege abzuheften und die Prospekte wieder einzuordnen. Alles, was vom Denken ablenkte, fühlte sich gut an.
   Etwas rüttelte an der Ladentür der Galerie. Pia schreckte hoch, und die eben sortierten Prospekte fielen ihr aus der Hand. Sie hob sie hastig wieder auf und stieß sich den Kopf an der Theke. War Martin zurückgekommen? Vielleicht wollte er sich bei ihr entschuldigen? Ihr Herz schlug schneller.
   Nein, das war nicht Martins lange Silhouette hinter der Glasscheibe, sondern eine kompakte, mittelgroße Gestalt, die gerade versuchte, die Tür in die falsche Richtung zu öffnen. »Push« stand auf einem silbernen Schild neben dem Türknauf, aber die (...)

Mehr Leseempfehlungen