Caroline Messingfeld

Romantik & tiefe Gefühle

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Liebe ist ein Buch mit sieben Siegeln. Viel schlimmer als jedes medizinische Fachbuch, findet Lena. Deshalb streicht sie Männer aus ihrem Leben, tröstet sich mit ihrer Lieblingsschokolade und setzt Kummerspeck an. Als sie einen Brief mit einer Einladung erhält, die sie unmöglich ausschlagen kann, bricht das Chaos über ihre kleine, ruhige Welt herein. Kann sie sich in wenigen Wochen vom Aschenputtel zur Cinderella entwickeln? Unterstützt von einer hilfsbereiten Arbeitskollegin nimmt Lena den Kampf gegen die Zeit auf – und entdeckt nicht nur sich selbst, sondern auch Freundschaft und Liebe neu …

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Vita

Caroline Messingfeld

Caroline Messingfeld lebt in einem gemütlichen Landhaus mit einem weitläufigen Cottage-Garten in der Nähe von Bad Nauheim in Hessen. Nach dem Abitur absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung und mehrere Studiengänge. Danach entschied sie sich für eine krisensichere Laufbahn im Öffentlichen Dienst. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie in ihrer Freizeit heitere Liebesromane.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

1. Kapitel

»Lesen macht Spaß. Textet mich ruhig zu. Aber bitte nicht nur mit Rechnungen. Wie wäre es mit einem handgeschriebenen Liebesbrief? Für Retro-Charme bin ich grad empfänglich. SMS, Mail und WhatsApp hatte ich schon.«

Feixend marschiere ich an meinem Briefkasten vorbei und fische mit spitzen Fingern ein dickes Kuvert heraus. Es ist Anfang März, und draußen ist es ziemlich frisch. Vielleicht wird mir wärmer ums Herz, wenn ich meine Post geöffnet habe. Wer will etwas von mir? Für einen gewöhnlichen Brief ist der Umschlag zu voluminös. Also kann ich nicht von den geldgierigen Wegelagerern, die regelmäßig hübsche Porträts von mir anfertigen, zur Kasse gebeten worden sein. Außerdem bevorzugt die Trachtengruppe eine andere Farbe. Ein zarter Pastellton ist nicht angemessen für die harten Kerle von der Polizei, die auf Logik statt auf Romantik setzen. Irritiert betrachte ich die Sendung von allen Seiten und werfe einen prüfenden Blick auf den Absender. Isabelle ist eine gute Freundin aus meiner Schulzeit, die ich nach ihrem Umzug nach München aus den Augen verloren habe. Angesichts der piekfeinen Adresse bleibt mir die Spucke weg. München-Bogenhausen klingt nach hochherrschaftlichen Villen und teuren Einfamilienhäusern entlang des Englischen Gartens. Wie ist sie an einen Wohnsitz im teuersten Stadtviertel gekommen? Hat sie den Lotto-Jackpot geknackt? Oder hat sie ein Vermögen von einer entfernten Verwandten geerbt? Was will sie von mir?
   Meine Neugierde ist geweckt. Resolut klemme ich mir die Post unter den Arm und stürme die Treppen bis in den zweiten Stock hinauf. Mit zitternden Händen schließe ich die Wohnungstür auf, husche hinein und kicke sie hinter mir zu. Diese schlechte Angewohnheit aus meiner verflossenen Studienzeit habe ich mir nicht abgewöhnen können, auch wenn ich nicht mehr in einer chaotischen Wohngemeinschaft in Marburg, sondern in einer gepflegten Wohnung in Bad Nauheim wohne. Zielsicher steuere ich meine Einbauküche an, schnappe mir eine Schere aus der Besteckschublade und schlitze den Briefumschlag auf. Eine steife Karte, ein vergilbtes Foto und ein handgeschriebener Brief flattern zu Boden. Aller guten Dinge sind drei, aber ich verstehe nur Bahnhof, während ich mich nach meiner geheimnisvollen Post bücke. Merkwürdig. Was hat das zu bedeuten? Ich stelle meine Handtasche auf dem Küchentisch ab und lasse mich auf einen Stuhl fallen. Als ich den Brief glatt streiche und die ersten Zeilen des Briefes lese, bleibt mir die Spucke weg. »Das kann nicht wahr sein.«
   »Liebes Lenchen, du warst meine beste Freundin, seitdem wir in der ersten Klasse die Schulbank gedrückt haben. Kannst du dich noch daran erinnern, wie du mich vor den bösen Jungs auf dem Nachhauseweg beschützt hast, die an meinen Locken ziehen und mir ihr Kaugummi in die Haare schmieren wollten? Auch später hast du mich nie im Stich gelassen. Deshalb möchte ich dich unbedingt an meiner Seite wissen, wenn ich dem Mann meiner Träume im August das Jawort geben werde …«
   Die Buchstaben tanzen vor meinen Augen, als ich weiterlese und die sensationellen Neuigkeiten verarbeite. Isabelle ist in festen Händen und mit den Vorbereitungen auf eine Traumhochzeit beschäftigt. Eigentlich habe ich nichts gegen die Reihenfolge verliebt, verlobt, verheiratet einzuwenden, auch wenn ich sie für eine Erfindung von Kitschroman-Schriftstellerinnen halte. Mir ist der dreifache Axel in der Liebe noch nie gelungen. Alle Männer, die ich mir zum Paarlaufen ausgewählt habe, sind nicht in der Lage, eine tadellose sportliche Leistung zu bringen und längere Zeit mit einer Partnerin über das Eis zu gleiten. Irgendwann geht ihnen die Puste aus. Sie setzen zum Wurf an, wirbeln mich durch die Luft und fangen mich nicht wieder auf, sondern lassen mich unsanft zu Boden knallen. Nach einigen bösen Stürzen und mühsam verheilten Blessuren bin ich vorsichtig geworden und probiere mein Glück lieber als Solokünstlerin. Es ist nicht schön, aber auf alle Fälle sicherer als sich mit Leib und Seele einem egoistischen, wankelmütigen Mann anzuvertrauen.
   Aber die überstürzte Hochzeit von Isabelle ist noch nicht mal das Schlimmste. Gegen eine Reise nach Österreich habe ich nichts einzuwenden. Das Ziel ist zwar nicht der Traum meiner schlaflosen Nächte, aber gesunde Landluft hat durchaus etwas für sich. Nach der Trauung könnte ich einen Abstecher nach München unternehmen. (...)

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