Rose Mary Dawson

Frauenromane

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Nordwindflüstern - Changes

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Rebekka steht vor dem Ende ihrer Ehe. Um sich abzulenken nimmt sie einen neuen Job in Norwegen an. Dort kommt sie einer ungeheuerlichen Verschwörung auf die Spur. Wenn es Thor, dem erfolgreichen Pferdezüchter, und ihr gelingt, Beweise für ihren schrecklichen Verdacht zu finden, könnten sie damit nicht nur das Leben einer jungen Mutter retten, sondern auch ihr eigenes Glück.

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Vita

Rose Mary Dawson

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Leseprobe

Kapitel 1

»Entschuldigung! Darf ich kurz mal vorbei?« Eine ruppige Stimme riss mich aus meinen Gedanken.
   »Natürlich. Einen Augenblick.« Ich griff nach meinem Rucksack und meiner Handtasche, die ich zwischen den Beinen abgestellt hatte, und hob sie auf.
   »Geht das auch ein bisschen schneller? Dem Kind ist schlecht, verdammt!«
   Jetzt erst sah ich das kreideweiße Gesicht des kleinen Jungen, der sich halb hinter seinem Vater versteckt hatte.
   In diesem Moment ergoss sich ein Schwall aus halb verdauten Frühstücksflocken über das Deck.
   »O mein Gott, das tut mir leid.« Eine junge Frau, ungefähr Mitte zwanzig, war inzwischen ebenfalls zu unserer kleinen Gruppe gestoßen. In ihrer Hand hielt sie eine Brechtüte, die sie dem Kleinen gerade noch rechtzeitig vor das Gesicht hielt, ehe noch mehr Frühstücksflocken auf dem Riffelblech landen konnten.
   Der Kleine weinte herzzerreißend, während ihn sein Vater auf die andere Seite der Fähre trug.
   »Das ist mir so peinlich. Wirklich.« Die junge Frau, die mich mit deutlichem skandinavischem Akzent angesprochen hatte, lächelte scheu. Sie hatte einen angenehmen, offenen Blick, und obwohl sie fast zwanzig Jahre jünger als ich sein musste, strahlte sie etwas Beruhigendes, Mütterliches aus. Ich mochte sie auf Anhieb. »Haben Sie irgendetwas abgekriegt? Natürlich übernehmen wir die Reinigung. Es ist das erste Mal, dass es Tommy auf der Fähre schlecht wurde. Normalerweise hat er einen echten Wikingermagen.« Sie streckte mir ihre Hand entgegen. »Mein Name ist Ingrid.«
   Die Art und Weise, wie sie ihren Namen aussprach, der bei ihr eher wie »Ingeri« klang, überzeugte mich davon, dass sie tatsächlich aus Norwegen stammen musste.
   »Aber ich bitte Sie. Die See ist rau heute, und die Größe der Fähre lässt einen gern vergessen, dass auch sie im Vergleich zur Nordsee nur ein Spielzeugbötchen ist.« Ich streckte ihr die rechte Hand entgegen. »Rebekka.«
   Ihr Händedruck war warm und fest. »Ist Ihnen auch übel?« Ingrid musterte mich aufmerksam. »Ich meine, es ist eiskalt hier draußen, und das Wetter ist ja auch nur gerade mal so na ja …«
   »Nein.« Ich lachte. »Mir geht es gut. Ich muss meine Nase nicht in den Wind strecken. Mir ist es da drinnen einfach nur zu laut und zu voll.«
   Ingrid nickte. »Ja. Immer, wenn das Wetter schlecht ist, ist kaum jemand an Deck. Ich wollte eigentlich noch ein bisschen in den Duty-free-Shop, ein paar Geschenke einkaufen, aber da drin war es so voll, dass Tommy Angst bekommen hat. Die Leute sind sich gegenseitig fast auf die Füße getreten.«
   Ich konnte mir das lebhaft vorstellen. Auch ich hatte die Zeit der Überfahrt von Hirtshals nach Kristiansand nutzen und durch die kleinen Geschäfte an Bord der Fähre bummeln wollen. Aber obwohl ich aus Berlin kam und Gedränge mir durchaus nicht fremd war, war es auch mir zu viel geworden. Deshalb war ich trotz Kälte und Nässe, der Wellengang war stark, und der Wind blies mir die Gischt direkt ins Gesicht, in die Abgeschiedenheit des Vorderdecks geflohen.
   »Haben Sie wirklich nichts abbekommen? Auch nicht Ihr Rucksack oder Ihre Handtasche?«
   Ich verneinte abermals. »Nein. Ihr Mann hat mich gerade noch rechtzeitig gewarnt.« Ich warf einen Blick auf die andere Seite und sah Ingrids Mann auf einer der Bänke sitzen. Tommy hatte sich auf seinem Schoß zusammengerollt und schien angestrengt gegen seine Übelkeit anzukämpfen. »Ich glaube, ich habe eine Reisetablette bei mir. Möchten Sie Ihrem Sohn eine geben? Sie wird zwar nicht ganz helfen, aber vielleicht macht sie ihn müde genug, dass er den Rest der Überfahrt verschläft.«
   Ingrid strahlte und zeigte dabei eine Zahnlücke zwischen den beiden oberen Frontzähnen, die ihren skandinavischen Charme noch unterstrich. Im Gegensatz zu den meisten Norwegerinnen, die eher dunkelblond oder brünett waren, hatten ihre Haare das helle Blond, mit dem schon Agneta von Abba in meiner Jugend Jungs und Mädels verzaubert hatte.
   »Das wäre sehr nett von Ihnen. Danke.«
   Sie nahm die Tablette und den »Durstlöscher«, den ich ihr reichte. »Haben Sie auch Kinder? Ich meine, weil Sie so gut ausgerüstet sind. Ich bin gleich (...)

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