Harald Keller

Krimis & Thriller

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Ein schöner Tag für den Tod

Image

Die Küstenregion Nordholland ist eigentlich eine ruhige Gegend zum entspannten Urlauben. Hoofinspecteur Van Barenveld hat sich nach einer beruflichen Krise aus Amsterdam nach Den Helder versetzen lassen und auf einen ruhigen Polizeialltag gehofft. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein Cadillac steht in Flammen, eine Frau ohne Gedächtnis irrt über die Tulpenfelder und in einem ehemaligen Wehrmachtsbunker in den Dünen wird eine Leiche entdeckt. Der Tote war offenbar in Drogengeschäfte verwickelt und hatte Verbindungen zur Filmindustrie. Die Spur führt Van Barenveld auf vertrautes Terrain – zurück nach Amsterdam ... Pressestimmen: »Harald Keller (...) hat »Ein schöner Tag für den Tod“ geschrieben und die Leserin merkt sofort, er kennt sich aus. (...) Wie bei Ermittlungen ein Rädchen ins andere greifen muss, wie Scharen von Polizisten gefordert sind, das wird sehr plastisch, ohne dass die Spannung leidet oder ein Durcheinander an Charakteren entsteht.« (Frankfurter Rundschau) »Kellers Nordholland-Roman hat alle Zutaten, die ein lesenswerter Krimi braucht (...) Der Roman liest sich streckenweise wie eine Vorlage für einen guten TV-Krimi.« (Neue Osnabrücker Zeitung) »Spannend, intelligent geschrieben, interessanter Plot ...« (Expuls – Magazin für das Kulturschutzgebiet Oberpfalz) »Gut recherchiert, toll geschrieben, spannend! Sympathische Ermittler wuseln zwischen lebensnahen Figuren ...« (Osnabrücker Nachrichten)

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Harald
    Keller
    E-Book: 3.99 €
    Taschenbuch: 11.99 €
  • Harald Keller
    Ein schöner Tag für den Tod
  • Ein schöner Tag für den Tod
    Harald Keller

Vita

Harald Keller

Harald Keller, geboren 1958 in Osnabrück. Kurven- und hürdenreicher Werdegang von der Realschule über den Einzelhandelskaufmann bis in den zweiten Bildungsweg. Von dort federnder Absprung an die Universität und Jahre später Zieldurchlauf mit Promotion. Zwecks Lebensunterhalt Taxi- und Lieferfahrer, wissenschaftlicher Assistent, schließlich und bis heute freiberuflicher Journalist und Autor. Verfasser von Sachbüchern und Romanen, Mitherausgeber, Lektor. Fotoreporter. Dozent. Gastgeber der Osnabrücker Lesebühne „Die Lese-Rampe“. Veröffentlichungen: Kultserien und ihre Stars (Reinbek 1999), Schräg, schrill, scharf und schundig. 1000 Filme zwischen Trash und Kult (Reinbek 2000), Angelina Jolie (Berlin 2001), Die Geschichte der Talkshow in Deutschland (Frankfurt/M. 2009), Ein schöner Tag für den Tod (Münster 2009), Die Nacht mit dem Holenkerl (2018) u. a.

Leseprobe

Prolog
Flucht

Weiter die Straße hinab? Oder Schutz suchen im Feld?
   Verwirrt blickt sie sich um. Sie weiß nicht, wohin. Ihr Verstand hilft ihr nicht. Vor ihr wogt ein Blumenmeer und erstreckt sich endlos, ehe es sich in der Ferne in den Horizont ergießt. Farbtupfen mischen sich ohne Ordnung. Rot und Gelb beherrschen das leuchtende Feld, aber auch ein dunkles Aubergine ist vertreten. Es erlischt zu tiefem Schwarz, sobald eine vorüberziehende Wolke die Sonne ihrer Strahlkraft beraubt.
   Die Blumen stehen in Reih und Glied, ihre Zwiebeln ankern in niedrigen Erdwällen. Die Zwischenräume haben die Breite eines Fußweges. Kurz entschlossen stürzt sie sich zwischen die Tulpen, läuft, bis ihr der Atem stockt. Sie strauchelt, fängt sich, hält kurz inne, ehe die Angst sie aufs Neue anstößt und weitertreibt.
   Endlich lässt sie sich fallen und kauert schwer atmend im kühlen Schatten zwischen langen grünen Stängeln und schlanken schwertförmigen Blättern, über sich bunte Blütenkelche, die sich von einer sachten Brise umschmeicheln lassen. Bibbernd sieht sie an sich hinab. Sie trägt Strandkleidung und leichte Sandalen und weiß nicht warum noch wo ihre übrige Garderobe abgeblieben ist.
   Sie lauscht. In einem fernen, gleichmäßigen Brummen erkennt sie den Betriebslärm einer landwirtschaftlichen Maschine. Möwen spreizen sich im Wind, segeln übermütig über den Himmel und kreischen höhnisch. Auch andere Vogelstimmen sind zu hören, die sie nicht zu bestimmen weiß. Dann ist da noch ein dröhnendes Motorengeräusch, das näher zu kommen scheint. Sie duckt sich tief zwischen die krumigen Erdwälle, aber ihr Herz rast, brennende Schmerzen züngeln in Arme und Brust – flammende Panik, die ihr den Verstand raubt.
   Sie springt auf und rennt weiter. Rennt.
   Und rennt …

Kapitel 1
Nachrichtenwert

Sein Zeitgefühl trog ihn nicht. Kurz bevor die Zeiger der großen Wanduhr auf der Zwölf zur Deckung kamen, sah Menno Roskamp von seinen Arbeitspapieren auf. Ein paar Schritte entfernt flackerten gestapelte Fernseher in schnellem buntem Wechsel stumm vor sich hin. Auf drei Sendern würden gleich die Mittagsnachrichten beginnen.
   Roskamps Interesse wurde von seinem Beruf bestimmt: Welche Aktualitäten hatten die Kollegen aufgegriffen, welche Bedeutung hatten sie ihnen eingeräumt? Als Maß dienten ihm die Reihenfolge, die Länge und die Aufmachung der Wort- und Filmbeiträge. Manchmal lieferten die Entscheidungen der anderen einen Grund, den Ablauf der eigenen Nachrichtensendung in der Stunde bis zur nächsten Ausstrahlung noch einmal umzustellen.
   Roskamp zog die Ablage mit den Fernbedienungen näher heran und stellte nacheinander drei Fernseher von stumm auf laut. Es bereitete ihm keine Schwierigkeiten, das jeweils Wichtige aus dem Stimmengewirr herauszufiltern. Auf einem vierten Bildschirm war eine weitere Nachrichtensendung zu sehen. Hier verzichtete Roskamp auf den Ton. Er wusste, welche Meldungen dort verlesen wurden. Er selbst hatte sie geschrieben.
   Nachdem die Sprecherinnen und Sprecher mal mehr, mal minder originell zum Wetter übergeleitet hatten, brachte Roskamp die Geräte per Knopfdruck zum Schweigen. Er überflog rasch seine Notizen. Kein relevantes Ereignis, das er nicht auch in seiner Sendung gehabt hatte.
   Er hätte zufrieden sein können, war aber weit davon entfernt. Denn auch wenn die Inhalte kaum Unterschiede aufwiesen, die Präsentationsformen taten es umso mehr. Während die Kollegen der großen Sender oftmals selbst gefertigtes Material bieten konnten, die eingekauften Bilder zumindest um eigene ergänzten und attraktiv aufbereiteten oder Korrespondenten in Direktschaltungen zu Wort kommen ließen, blieb Roskamp in der Regel nicht mehr, als die von den Nachrichtenagenturen einlaufenden Nachrichten von seinen Sprecherinnen verlesen zu lassen.
   Auch in seiner stündlichen Nachrichtensendung gab es Filmbeiträge, aber sie stammten durchweg aus der Region – Berichte über Verkehrsunfälle, das alljährliche Flottenfest. Mal ein Zimmerbrand, Hinweise auf Radarkontrollen und andere Bagatellen. Die Vorbereitungen auf den Koniginnendag, die Feierlichkeiten am Koniginnendag, das große Aufräumen am Morgen nach dem Koniginnendag, wenn Müllberge, Alkoholisierte und Magenkranke, (...)

Mehr Leseempfehlungen