Urs Freinsheimer

Krimis & Thriller

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Option auf den Tod

Am 10. Juli 2010 wird die Leiche der Milliardärin Anna Amalia Winter in der Ilm vor dem Schloss in Weimar gefunden. Bei dem Opfer handelt es sich um keine geringe als die langjährige Chefin und zugleich Eigentümerin der Winter Media Holding, einem weltweit agierenden Medienunternehmen mit einem Wert von einhundert Milliarden Dollar. Hauptkommissar Alexander Lassalle und sein Assistent stehen vor der Frage, warum jemand eine 85-jährige Medienzarin und Kulturmäzenin erschlägt, deren Testament im Internet steht. Ihr Vermögen soll einer gemeinnützigen Stiftung zugeführt werden. Zur Aufklärung des Mordes wird die größte Sonderkommission in der Geschichte Thüringens gebildet. Lassalle und sein „Assi“ beginnen ihre Ermittlungen unter großem Druck der Öffentlichkeit und der Politik in hochsommerlicher Gluthitze. Vom ersten Moment an versuchen Lyonel Athen, der Strategievorstand der Winter Media Holding, und seine Frau, Prof. Carla Keller-Bouvier, ihrem langjährigen Freund Lassalle und seinem Team zu helfen. Doch es gibt kaum verwertbare Spuren, und alles in allem werfen die Ermittlungen, die Gespräche und Verhöre mit den Führungskräften der Holding mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Die intensiven polizeilichen Ermittlungen drohen, ins Leere zu laufen.

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    Urs Freinsheimer

Vita

Urs Freinsheimer, in der Pfalz geboren und aufgewachsen, studierte in München sowie den USA. Nach seiner Promotion arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent in Hamburg, ehe er für mehrere Jahre zu einer führenden internationalen Managementberatung wechselte. Anschließend war er Strategiechef eines globalen Medienunternehmens. Seit 2006 führt er sein eigenes Unternehmen. Urs Freinsheimer, der unter anderem in Thüringen wohnt, hat mehrere wissenschaftliche Publikationen und Sachbücher verfasst, bevor er sich dem Sujet Kriminalroman zuwandte. „Option auf den Tod“ (erschienen April 2018) ist der erste Band einer Reihe, die auch auf den Lebenserfahrungen des Autors beruht. Das zweite Buch, „Teamwork“ (Erscheinungstermin bei bookshouse ist April 2019), beschäftigt sich mit der schillernden Welt der Unternehmensberater. Der dritte Band der Reihe um Hauptkommissar Lassalle, „Deal ist Deal“, handelt u. a von einer Geiselnahme in einem Kindergarten. Ebenfalls abgeschlossen ist der vierte Krimi dieser Reihe mit dem Titel „Vierzehnheiligen“.

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Leseprobe



Prolog
Weimar, Schlossbrücke
Samstag, 10. Juli 2010, halb fünf Uhr früh

»Inga, Inga.« Die Rufe der Burschenschaftler hallten durch die Nacht.
   Eigentlich dämmerte allmählich bereits der Morgen.
   Es würde wohl wieder unendlich heiß werden. So wie gestern. Erst wünschte man sich den Sommer von ganzem Herzen, und wenn er dann da war …
   »Inga, los jetzt.« Ihre Freundin stupste sie in die Seite. »Komm schon. Zier dich nicht so, Prinzessin.«
   Sie stand neben ihr auf der Brücke, fast nackt. Hinter ihnen zeichnete sich die Silhouette des Weimarer Schlosses ab, immer stärker, von Minute zu Minute. Ein anderes Mädchen tanzte mit einer Bierflasche in der linken Hand oben ohne um einen kleinen Scheiterhaufen, den die Jungs in der Mitte der Brücke errichtet hatten. Jungs eben. Astrid kletterte sogar auf die Brüstung und warf den grölenden Burschen BH und Slip zu. Einige fotografierten sie. Es schien ihr nichts auszumachen, denn sie lächelte nur. Vielleicht war sie auch einfach nur zu betrunken.
   Sonja, die jüngste aus ihrer Mannschaft, stand unsicher hinter Inga und wartete darauf, was diese tun würde. Sonja war erst fünfzehn oder knapp sechzehn und schwankte noch zwischen Leichtsinn und Vernunft. Na gut.
   Inga wollte nicht als feige gelten und sich in Malmö bis an ihr Lebensende anhören, wie spröde sie sei. Außerdem hatten die Burschenschaftler schon so viele Humpen geleert, dass sie sich ohnehin an nichts mehr erinnern würden. Deutsche vertrugen eben nichts. Was soll‘s. Sie begann, ihr Kleid aufzuknöpfen. Sie trug keinen BH heute, dafür war es viel zu schwül. Zum Glück hatte sie einen sexy Slip darunter, das machte die Sache weniger peinlich. Noch zwei Knöpfe …
   »Ich muss pissen«, schrie der Hauptmann unvermittelt, »wer zählt?«
   Inga stutzte. Was konnte man dabei denn zählen? Wie auf Kommando drehten sich die Burschenschaftler von ihr weg Richtung Hauptmann. Ihre Säbel klirrten.
   »Verschon das Schloss, Hauptmann«, riet ihm sein Adjutant, »Altes deutsches Kulturgut. Geh ins Gebüsch.« Seine Truppe wieherte.
   »Ich piss von der Brück’«, rief er. Der Hauptmann war immer für eine Pointe gut. Deshalb hatten sie ihn ja zu ihrem Anführer gewählt. Und weil er trinken konnte. Und weil er entscheiden konnte.
   Sie halfen ihm auf die Brüstung. Er ging in Pose. Seinen Säbel hatte er gegen die halbhohe Mauer gelehnt. Seine Hose lag um seine Knöchel. Ein Jungfuchs hielt seine Fesseln von hinten fest. Gute Kameraden taten so etwas. Ein unkontrollierter Sturz aus mehreren Metern in das Kiesbett der Ilm mit heruntergelassener Hose konnte schmerzlich enden, selbst für den härtesten Burschen.
   Nun zog der Hauptmann mit einem Ruck blank. Feinripp. Sehr deutsch. Inga lächelte. Die Nacht schien doch amüsanter zu werden als gedacht.
   »Alles aufgepasst. Zählt!«
   »Fünf, zehn«, johlten seine Kameraden.
   »Zwanzig, fünfundzwanzig.«
   Irgendwie machte es Spaß, jung zu sein.
   »Vierzig, fünfundvierzig.« Sein Strahl schien nicht nachzulassen. Pissen konnte der, das musste man ihm lassen. Wie viel hatte er denn getrunken, um Himmels willen?
   »Bei sechsundsechzig zeig ich alles«, brüllte Inga durch die Nacht. Ja, es machte definitiv Spaß, jung zu sein.
   »Ich setz einen Fuffi, dass du es schaffst, Hauptmann. Wer setzt dagegen?«, meinte der Adjutant.
   Keiner ging darauf ein. Zwei der Mädchen sahen ihm unverwandt beim Pinkeln zu. Eines filmte alles. Nichts ist im Jahre des Herrn 2010 mehr wahr, wenn es nicht gefilmt oder fotografiert wird. Sie kicherten.
   »Fünfzig, fünfundfünfzig. Dein Strahl lässt nach. Streng dich an, Hauptmann, um Himmels willen.« Der Adjutant klang so panisch, als wollte er den Kapitän der Titanic vor der Kollision mit dem Eisberg warnen.
   »Konzentrier dich, Hauptmann. Such dir ein Ziel.« Er wollte Inga nackt sehen, unbedingt.
   »Dann such ich mir ein neues Ziel. Die Leich’ da nehm’ ich. Wie viel?«, rief der betrunkene Hauptmann staatsmännisch. Er pisste weiter, jetzt sichtlich (...)

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