Anna Robert

Krimis & Thriller

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Der digitale Patient

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Annas Leben ist völlig außer Kontrolle geraten. Als ambitionierte Psychotherapeutin hat sie ein Start-up zur Online-Behandlung von Depressionen gegründet. Doch ihre geldgierigen Mitgründer wollen ihr die Firma streitig machen, und ihr moderner Therapieansatz birgt ungeahnte Tücken: Ein ehemaliger Patient missbraucht die Anonymität ihres Programms und droht nun unter einem Pseudonym, sie umzubringen. Einst hatte sie seine Annäherungsversuche zurückgewiesen - jetzt will er Rache. Anna muss nun nicht nur um ihr Unternehmen kämpfen, sondern auch um ihr nacktes Überleben ...

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    Anna Robert

Vita

Anna Robert

Anna Robert wurde 1984 im Sauerland geboren. Nach dem Abitur studierte sie in Würzburg Psychologie, bildete sich in Münster und Bern zur Psychologischen Psychotherapeutin weiter und arbeitete einige Jahre im Ruhrgebiet in ihrem Beruf. Da sie sich neben der menschlichen Psyche auch für die digitale Welt des Internets interessierte, kombinierte sie beides bei einem Abstecher in die Startup-Welt Berlins. Nach einer intensiven Zeit mit vielen Eindrücken zog es sie zurück in die Nähe ihrer Heimat nach Dortmund. Doch die gesammelten Erfahrungen regten ihre Fantasie an, und die Idee zu ihrem ersten Thriller „Der digitale Patient“, den sie neben ihrer Arbeit als Psychotherapeutin schrieb, war geboren. Wie der Zufall es wollte, erhielt sie bald die Gelegenheit, ihrer Autorentätigkeit ausgiebig nachzugehen, denn sie zog gemeinsam mit ihrem Mann nach Hawaii, wo sie sich nun voll und ganz dem Schreiben widmet. Wenn sie nicht gerade auf dem Balkon ihres Appartements im 40. Stockwerk am Computer sitzt und über Waikiki schaut, joggt sie gern um – hoffentlich nicht mehr aktive – Vulkankrater oder schaut den Surfern beim Ritt über die Wellen zu.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

1
Die digitale Couch

Mr. X.
   Das war das Pseudonym, mit dem sich der neue Patient auf der Selbsthilfe-Plattform für Depressionen angemeldet hatte.
   Obwohl Hannes, einer der angestellten Psychologen für die Betreuung der Patienten, ihm auf Nachfrage mehrmals versichert hatte, dass seine Daten sicher und seine Identität absolut geschützt und anonym seien, hatte sich der Patient geweigert, mit ihm über seine Probleme zu schreiben. Egal, wie sehr der Psychologe sich bemühte, Mr. X. fand etwas an ihm auszusetzen.
   Er schrieb außerdem, er könne sich Männern gegenüber nicht öffnen, dazu zweifele er nach dem stattgefundenen Schriftverkehr an der fachlichen Kompetenz von Hannes. Auf der Homepage habe er gelesen, dass Frau Anna Trebor, die leitende Psychologin, approbierte Psychotherapeutin sei, sie solle sich doch bitte seines Falles annehmen.
   Also übernahm Anna die Betreuung von Mr. X.

Hallo Frau Trebor,

danke dass Sie nun hier meine Ansprechpartnerin sind. Es tut mir leid, wenn ich Ihnen Aufwand gemacht habe, aber mit Ihrem Kollegen bin ich leider überhaupt nicht zurechtgekommen. Ich hoffe, dass das nun besser klappt.
   Ich weiß nicht so ganz, wie ich Ihnen am besten schreiben soll, da ich so etwas noch nie gemacht habe. Daher fange ich einfach mal an. Ich habe bereits das Internet nach Möglichkeiten abgesucht, aber keine passende Anlaufstelle gefunden. Um persönlich zu einer Beratungsstelle zu gehen, ist meine Angst zu groß, wie mein Gegenüber auf mich reagieren könnte. Dazu möchte ich unbedingt anonym bleiben.
   Ihr Angebot erscheint mir sicher genug, um mich melden zu können. Es ist mir absolut wichtig, dass meine Daten und mein Anliegen hier geschützt sind und nichts nach außen dringt von dem, was ich Ihnen schreibe. Ist das so? Ich habe zwar in den AGB gelesen, dass Sie der Schweigepflicht unterliegen, aber es wäre mir wohler, wenn Sie mir noch mal persönlich versichern könnten, dass Sie absolut diskret mit meinen Daten umgehen. Um eine Antwort Ihrerseits wäre ich sehr dankbar.
   Zunächst habe ich gedacht, dass es mir vielleicht schon hilft, am Programm teilzunehmen und die Module durchzuarbeiten. Ich habe mich jedoch dazu entschieden, Ihnen zu schreiben, da ich gemerkt habe, dass sich mein Anliegen nicht rein mit den Übungen zur Selbsthilfe lösen lässt. Nun hoffe ich auf Ihre Hilfe. Ehrlich gesagt, Sie sind meine letzte Hoffnung. Darf ich Ihnen schreiben?

Mr. X.

*

Hallo Mr. X.,

vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Vertrauen in mich. Natürlich dürfen Sie mir schreiben, und Sie dürfen gern ganz offen sein mit Ihrem Anliegen. Ihre Daten und auch Ihre Inhalte sind auf unserer Seite absolut sicher. Dazu unterliege ich als approbierte Psychologische Psychotherapeutin, wie Sie schon gelesen haben, der Schweigepflicht.
   Zur Sicherung der Qualität meiner psychologischen Arbeit bespreche ich regelmäßig die Anliegen meiner Patienten sowie meine Vorgehensweise mit Fachkollegen in Inter- oder Supervision. Dies geschieht jedoch in anonymisierter Form, d. h., es sind keine Rückschlüsse auf Ihre Person möglich. Unterstützt wird dieser Schutz noch durch die anonyme Nutzung Ihrerseits unseres Programms, sodass Ihre Identität völlig privat bleibt.
   Es ist sehr mutig, dass Sie sich trotz Ihrer Angst und der Unzufriedenheit mit meinem Kollegen an mich gewandt haben. Um Sie besser unterstützen zu können, wäre es für mich hilfreich, wenn Sie mir über Ihr Anliegen berichten. Ich würde mich sehr freuen, mehr von Ihnen zu lesen.

Viele Grüße
   Anna Trebor

Anna saß an ihrem Schreibtisch im Großraumbüro ihres Unternehmens in Berlin. Start-up nannte man ein neu gegründetes Unternehmen heutzutage, und Großraumbüro hieß neudeutsch Coworking Space. Alles musste hip sein und irgendwie wichtig klingen. Die zu neunzig Prozent männlichen Coworker schlurften betont lässig mit Turnschuhen, zerrissenen Jeans und neumodischen Männervollbärten durch den Space, tranken hippe Biobrause und verabredeten sich zum Business-Lunch mit irgendwelchen steinreichen Business-Angels, die in ihre Unternehmen investieren sollten. Anna war dieser ganze Hype egal, sie wollte lediglich ihre Arbeit machen. Und hier konnte sie das.
   Die (...)

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