Kirsten Greco

Fantasyromane

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Aus der Asche - Silvanubis 2

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Schweren Herzens hat Anna Silvanubis verlassen und sich von Magie und den neuen Freunden getrennt. Der Nachkriegsalltag holt sie rasch ein, und so fiebert sie dem Tag entgegen, an dem die magische Frist abläuft, und Kyra, die junge, machtgierige Magierin, sie nicht mehr für ihre Zwecke missbrauchen kann. Doch der Phönix verbindet sie immer noch mit der geheimnisvollen Parallelwelt und mit Alexander, der dringend ihre Hilfe braucht. Als sie dies erfährt, kennt Anna kein Halten. Ohne zu zögern, setzt sie alles auf eine Karte und riskiert ihr Leben, um seines zu retten.

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Vita

Kirsten Greco

Kirsten Greco wurde 1965 in Iserlohn geboren und ist in Hagen aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Sportwissenschaft in Bonn, schloss dann noch eine Ausbildung als Bankkauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin an. Fremde Länder und Kulturen haben sie schon immer fasziniert und so hat sie zunächst  in Brügge, Belgien gearbeitet und dann Australien mit dem Rucksack bereist. 1999 ist sie gemeinsam mit ihrem Mann nach Michigan in die USA gezogen, wo sie bis heute mit ihrer Familie und zwei Hunden lebt.

Leseprobe

Prolog

Munter flatterte die kleine Gestalt vor ihm durch den Nebel. Jedes Mal, wenn er es schaffte, sich ihr auf Armlänge zu nähern, lösten sich die Regenbogenfarben auf und sie nahm ihre menschliche Gestalt an. Ein winziges weibliches Wesen mit langen nussbraunen Haaren und schillernden Flügeln, die so schnell schlugen, dass sie zu einem schwachen Schimmer verwischten. Sie hätte bequem auf seiner Handfläche Platz. Ihr schien der dichte weiße Schleier nichts auszumachen und sie hatte es eilig. Der Abstand vergrößerte sich, die Flügel schimmerten und die Gestalt wurde vom Licht verschluckt, bis ein Regenbogen den Nebel verzauberte. Alexander beeilte sich, ihr zu folgen und umfasste Annas schmale Hand ein wenig fester. Sie keuchte inzwischen bei jedem Schritt. War es wirklich richtig gewesen, Anna erneut durch die Passage zu schleusen? Er sah sich um. Die Umrisse des Waldes lösten sich auf und sie kamen nur noch quälend langsam voran. Das seichte Wasser des Sees umspülte ihre Füße.
   Unangenehm, beklemmend, doch nicht wirklich bedrohlich drückte die weiße Wolke auf seine Lunge. Anna würgte, hustete. Er musste sich mächtig ins Zeug legen, um sie hinter sich herzuziehen. Freiwillig schien sie keinen Schritt weitergehen zu wollen. Ihre Hand krallte sich in seine.
   »Ich bin bei dir. Hab keine Angst«, flüsterte er.
   Schritt für Schritt tasteten sich die drei vorwärts. Er wusste, Edmund hielt ihre andere Hand, und auch er schien sie hinter sich herzuzerren. Wem er wohl folgte? Sein Freund konnte die Passage, genau wie er, allein durchschreiten. Auch Edmund folgte einer magischen Kreatur, die ihn von hier nach dort führte. Doch so sehr sich Alexander auch anstrengte, außer dem winzigen, auf und ab flatternden Wesen sah er nichts, absolut gar nichts. Wer auch immer Edmund den Weg wies, er blieb für jeden anderen unsichtbar. So wie seine Pixie. Anna hingegen musste den Weg ohne Hilfe schaffen, sie ließ sich von keiner Kreatur Silvanubis’ führen. Noch nicht. Für sie barg der Grenzübertritt Gefahren, mit denen die Männer nicht zu kämpfen hatten. Wenn sie der Nebel auf dem Weg hinüber nicht erstickte, würde sie nach dem Durchschreiten lange Zeit brauchen, um wieder zu Kräften zu kommen.
   Alexander blinzelte. Die milchige Wolke verschluckte jeden, der sich durch den Nebeltunnel wagte, der Silvanubis mit der alten Welt verband. Wie weit mussten sie noch in den See hineinwaten, bis sie die Passage endlich durchschritten hatten?
   Anna schnaufte und schien die Füße in den Boden zu stemmen. Sie durfte jetzt nicht stehen bleiben. Alexander verstärkte den Druck seiner Hand und biss die Zähne zusammen. Das Wasser schwappte inzwischen über seine Knie. Sie mussten verrückt sein, die Passage ausgerechnet im Sappirus See zu durchschreiten. Wie eine dicke Daunendecke lag der Nebel auf dem See, hüllte sie ein. Er spürte die Algen zwischen seinen Füßen, als Anna mit einem Mal zusammensackte. Nur mit äußerster Anstrengung schien es ihr zu gelingen, sich noch einmal hochzustemmen.
   Die Wolke umhüllte sie nun völlig, als würde Silvanubis die Reisenden nicht hergeben oder die alte Welt sie nicht in Empfang nehmen wollen. Konzentriert setzte Alexander einen Fuß vor den anderen, drückte Annas Hand an seine Brust, als es plötzlich nicht mehr weiterging. Was war das? Etwas schlug gegen sein linkes Fußgelenk, umschloss rasend schnell seinen Unterschenkel, doch der Nebel war so dicht, dass er weder Wasser noch Füße sehen konnte. Nun war es Anna, die ihn weiterzog. Wo nahm sie nur diese Kraft her, und was zum Teufel hielt ihn fest? Mit jedem Schritt, den er nach vorn tat, legte es sich fester um seinen Knöchel und schnitt in seinen Unterschenkel. Alexander zog scharf Luft ein. Unmöglich, er kam einfach nicht weiter. Annas Hand hielt verbissen an seiner fest, zog ungeduldig. Vergeblich. Alexander gelang es nicht, auch nur einen Schritt weiterzugehen. Lass los, Anna. Du musst hinüber. Er öffnete seine Hand, Annas Fingerspitzen streiften ihn, bevor er stürzte. Das Wasser lief ihm in Mund und Ohren. Urplötzlich schnellte er zurück, wurde über den sandigen Boden des Sees ans Ufer und schließlich über den feuchten Waldboden gezogen.
   Er fiel … hinunter. Der Aufprall raubte ihm den Atem. Dunkelheit. Benommen blieb er auf dem Rücken liegen. Über ihm schlossen sich Farne und Äste zu (...)

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