Jane Luc

Romantik & tiefe Gefühle

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Atemlose Jagd - Boston Police 4

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Die Bostoner Gerichtsmedizinerin Dr. Charlotte Connelly kennt den Tod in all seinen Facetten. Als der Architekt Geno Coleman und sie Zeugen eines grausamen Überfalls werden, versucht sie alles, um das Leben des Opfers zu retten. Doch die junge Frau schafft es nicht. Mit ihren letzten Atemzügen nimmt sie Charlotte ein Versprechen ab. Ein Versprechen, das Geno und sie in das Visier eines sadistischen Mörders rückt. Während sie den Spuren des skrupellosen Killers folgen, muss sich Charlotte über ihre Gefühle für Geno klar werden. Ist er ein Mann für eine Nacht, oder kann sie es wagen, ihm ihr Herz anzuvertrauen?

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Vita

Jane Luc

Jane Luc lebt im Großraum Stuttgart. Sie machte 1995 in Dresden ihr Abitur und zog anschließend nach Baden-Württemberg, um Polizistin zu werden. Nach ihrem Studium an der Fachhochschule für Polizei in Villingen Schwenningen wechselte sie 2002 zur Kriminalpolizei, wo sie auch jetzt noch arbeitet. Jane bringt ihre Diensterfahrungen und ihr kriminalistisches Wissen in ihre Bücher ein. Das ist ein Grund, warum sie Kriminalromane schreibt. Der andere ist, dass sie einer spannenden Geschichte einfach nicht widerstehen kann.

Leseprobe

Prolog

Dunkelheit.
   So schwarz. Sie konnte nicht einmal ihren Schatten erahnen. Doch solange es dunkel war, sah sie niemand, tat ihr niemand weh. Dieses Wissen glomm wie ein warmer Funken in ihrem Inneren.
   Gleichzeitig pressten die Angst und die nasse Kälte ihren Brustkorb zusammen. Mühevoll schöpfte sie Atem, sog die Luft in ihre Lungen und entließ sie wieder. Langsam. Konzentriert. Eisige Stille klammerte sich um ihren Hals und versuchte, sie zu ersticken.
   Die Dunkelheit war die einzige Möglichkeit, ihren zerstörten Körper am Leben zu halten, und doch wusste sie, dass diese undurchdringliche Schwärze sie umbringen würde. Es würde nicht mehr lange dauern, bis das geschah.
   Sie saß auf der klammen Matratze und hüllte sich in ihre feuchte Decke. Sie spürte, wie sich die Luft, die sie ausatmete, vor ihrem Gesicht zu weißen Wolken formte. Aber sie konnte es nicht sehen.
   Sie war einsam. Einsamer und hoffnungsloser, als sie es sich je vorgestellt hätte. Ihre Schwester war fort. Als sie noch zusammen hier gesessen hatten, war es wärmer gewesen. Lebendiger. Erträglicher. Nun war sie allein. Sie vermisste Tanja. Aber sie war bereit, ihr Leben zu geben, wenn sie es nur schaffte.
   Er hatte ihr gesagt, er würde sie zur Strafe für die Flucht leiden lassen. Sie sollte büßen. Doch wovor sollte sie sich fürchten? Was sollte schlimmer werden? Die Kälte? Die Schmerzen? Die Erniedrigung? Er hatte sie bereits gebrochen. Ihr Leben war vorüber. Selbst wenn sie all das überstehen würde, gab es nichts mehr für sie. Der Tod hielt sich bereits in diesem Raum auf. Er war der Einzige, der ihr Gesellschaft leistete.
   Wenn ihre Schwester es nur schaffte. Wenn sie ins Leben zurückkehrte – dann war es all das wert. »Ich liebe dich«, flüsterte sie in die Dunkelheit, als Tanjas Gesicht vor ihrem inneren Auge auftauchte. Sie wollte weinen, aber sie hatte längst keine Tränen mehr. Also starrte sie weiter in die undurchdringliche Schwärze und wartete.

1

Charlotte zog die Wohnungstür auf und stolperte über das Paket, das davor abgestellt worden war. Sie seufzte. Schon wieder! Sie kannte diese Art von Karton viel zu gut, wusste, was sie darin finden würde. Einen Moment überlegte sie, ihn einfach stehen zu lassen. Andererseits – sie hatte noch etwas Zeit und konnte es genauso gut hinter sich bringen.
   Sie trug die Kiste in ihr Wohnzimmer und öffnete sie vorsichtig. Die Vorfreude war einer der schönsten Aspekte an den Überraschungen, die Kathreen von Happy Feet ihr bereitete. Der feine Geruch von Leder schlug ihr entgegen, als sie den Deckel anhob. Sie legte ihn zur Seite und zog die Stiefel heraus. Weich schmiegte sich die Oberfläche in ihre Hand. Das Leder hatte genau den gleichen Farbton wie ihre Augen und die Bluse, die sie zu ihrem knielangen schwarzen Bleistiftrock trug. Ein Outfit, das sie für die heutige Gerichtsverhandlung gewählt hatte. Steve Madden-Boots in cognacfarbenem Leder. Genau das, wonach sie schon seit einer Ewigkeit suchte – nicht, dass sie nicht bereits eine Menge anderer Stiefel besaß.
   »Verdammt«, murmelte sie. Kathreen kannte sie viel zu gut. Sie zog ihre Stiefel aus und schlüpfte in die neuen – nur zur Probe. Natürlich passten sie wie angegossen, schmiegten sich regelrecht an ihre Füße. Sie vervollständigten das Outfit, das sie für ihren Auftritt vor Gericht gewählt hatte. Kathreen verstand ihr Geschäft. Charlotte ging ins Schlafzimmer und betrachtete sich im Spiegel an der Schranktür. »Leider perfekt.« Manchmal fragte sie sich, ob Kathreen irgendwo in ihrer Wohnung eine Kamera installiert hatte und überprüfte, was sie morgens anzog, um ihr die passenden Schuhe vor die Tür zu stellen. Die Besitzerin des Happy Feet, das im Erdgeschoss ihres Hauses lag, kannte ihre Schwäche für schöne Schuhe viel zu gut. Manchmal glaubte Charlotte, es war Schicksal, dass sie als Schuhsüchtige ausgerechnet hier eingezogen war.
   Sie verließ ihre Wohnung in den neuen Stiefeln und tippte auf dem Weg in die Tiefgarage eine Nachricht an Kathreen in ihr Handy. Gekauft.
   Sie war früh dran und kam gut durch den Bostoner Morgenverkehr. Im gerichtsmedizinischen Institut war es um diese Zeit noch ruhig.
   »Guten Morgen, Doc«, (...)

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