Simone Olmesdahl

Paranormal & Mystery

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Giftig vereint - Talent 4

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Wut, Verzweiflung, Hass – ein giftiger Cocktail. Sebastian schwört Rache und will seine Magierfamilie bluten sehen. Sie halten den Finger auf Annas Tod und sind nur einen Bruchteil davon entfernt, die Fehde endgültig zu gewinnen. Um sie aufzuhalten und seine wahre Liebe Anna zu retten, wagt Sebastian einen Schritt, der ihn in große Gefahr bringt und ihn am Ende sogar das Leben kosten könnte. Käme da nicht rechtzeitig Hilfe von unerwarteter Seite …

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Vita

Simone Olmesdahl

Wassermännern sagt man nach, sie würden ein großes Maß an Kreativität besitzen. Die im Januar 1985 in Solingen geborene Simone Olmesdahl versuchte viele Jahre, den Kern ihrer Kreativität zu finden. Nachdem sie sich weder „Mal“- noch „Basteltalent“ auf die Brust schreiben konnte, fand sie ihre Leidenschaft im Verfassen von Geschichten. Simone liebt romantische Geschichten, ist Mitglied der DeLiA (Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren), und es vergeht kein Tag, an dem sie nicht ein paar Sätze zu Papier bringt.

Leseprobe

Kapitel 1 Rauchschwaden Die Nacht besaß viele Gesichter. Sie konnte bedrohlich wirken und Schatten zum Leben erwecken. Schatten, die man tagsüber nicht wahrnahm. Sie war manchmal ein Meer aus Stille. Die Nacht stand für Träume, gute wie schlechte, und gelegentlich zeigte sie sich in ihrer reinsten Form: Romantik. Wenn der Mond aufging und die Sterne leuchteten, war sie eine bildhafte Figur. Inmitten von Dunkelheit gab es dann auch Licht. Keine Ahnung, wann er angefangen hatte, die Dinge in Vergleichen zu sehen, aber mit dem Leben verhielt es sich oft ähnlich. Allerdings waren nicht alle Nächte sternenklar, einige waren rabenschwarz. Die heutige wurde von Wolken geprägt, die das Licht der Himmelskörper verschluckten. Es war dunkel draußen, aber nicht so dunkel wie in ihm. Kälte, Leere … Vielleicht war es Sebastians Schicksal, sich der Finsternis zu ergeben. Sie war da – in jedem Zentimeter seines Innersten – und sie betäubte. Für das, was er vorhatte, musste er stark sein. Er brauchte den Magier in sich mehr als jemals zuvor. Er badete schon viel zu lang in Selbstmitleid. Es war der letztmögliche Zeitpunkt, den Kopf aus dem Sand zu heben. Er schloss die Hände fester um das Lenkrad von Kiras weißem Jaguar und trat das Gaspedal durch. Jenny und er fuhren seit drei Stunden Richtung Westen. Der schlimmste Abend seines sehr langen Lebens lag hinter ihm. Aber er hatte es kommen sehen. Tief drinnen hatte er immer gewusst, dass die Fehde zwischen den Menschen und seiner Familie kein gutes Ende nehmen konnte. Nicht für Anna. Mit seiner Liebe hatte er sie an die Spitze der Abschussliste gesetzt. Für Jonathan Fingerless stand Anna für Schwäche. In seinen Augen durften Gefühle keinen Platz im Leben einnehmen. Die Autos, die vor ihnen auf dem linken Streifen der Autobahn fuhren, scherten bereitwillig zur Seite aus, sobald er dicht auffuhr. Sie überholten rote Rücklichter. Inzwischen hatte der Jaguar zweihundertzwanzig Sachen drauf. Es war ihm egal. Er war nie der Typ gewesen, der sich an Regeln hielt, und würde es wahrscheinlich auch nie werden. In den letzten Monaten hatte er eine grandiose Show abgezogen. Er hatte sich sogar selbst getäuscht und daran geglaubt, dass es glücken könnte, sich auf Dauer wie ein Mensch zu verhalten. Doch das Schicksal zeigte, wie sehr er darauf angewiesen war, an der Dunkelheit festzuhalten. Er war kein Mensch. Es war albern, diesem Traum nachzuhängen. Anna war tot. Er hatte zugelassen, dass Josh sie umbrachte. Sein Kopf spielte das Szenario des Abends wieder und wieder durch. Josh und Kira. Niemand überlebte, wenn sein Bruder und seine Exfreundin zu Höchstformen aufliefen. Sie hatten alle ermordet. Jennys Großeltern, Annas Familie, sogar das kleine Mädchen. Jeder Mensch in Evas Haus hatte ins Gras gebissen. Er sah Joshs Augenausdruck vor sich, der bestätigte, dass er auch Anna umbringen wollte. Warum war er nicht eingeschritten? Anna hatte ihn zum Erben ihrer medialen Gabe gemacht und sie kannten das Ritual, durch das er nun zum Nekromanten werden konnte. Theoretisch. In der Praxis war es unmöglich, an Annas Herz zu kommen, um die Formel umzusetzen. Josh und Kira hielten ihre Hände darüber. Aber Anna hatte es ja so gewollt … Eigentlich sollte es ihm in Anbetracht der jüngsten Ereignisse dreckig gehen, doch Sebastian war an einem Punkt angekommen, an dem nicht mal die Empathengabe irgendein beschissenes Gefühl widerspiegelte. Er hielt jede Regung auf Abstand. Die Erinnerungen strahlten durch seinen Körper, aber der Schmerz, den sie auslösen sollten, schaffte es nicht durch die schwarze Watte hindurch. Er hatte sich dem ergeben, was er war. Blut und Tod waren Konsequenzen, die nahezu jede Handlung und Entscheidung mit sich brachten, wenn man Fingerless hieß. Er hatte es akzeptiert, in der Sekunde, in der er Jenny aus dem Todeshaus geschafft hatte. Die einzige Chance, die er besaß, Anna nicht als verloren abzustempeln, verlangte nämlich die Kraft seiner dunkelsten Seite. Eine Seite, die es nicht duldete, an Verzweiflung zu ersticken. Damit war er durch. Er warf einen Blick in den Rückspiegel und begegnete seinen blauen Augen. Eine Farbe, die er von Dad geerbt hatte und die ihn auswies, ein Fingerless zu sein. Er war Teil der mächtigsten Magierfamilie der Welt. Er würde diese Macht verdammt noch mal zu nutzen wissen. Kira und Josh hatten ihre Rechnung ohne ihn gemacht. »Du fährst zu schnell.« Jennys Stimme drang zu ihm durch. Sie musste schon länger auf ihn einreden, doch er hatte (...)

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