Christine Lawens

Romantik & tiefe Gefühle

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Zwischen uns der Atlantik

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Larissa ist mit Leib und Seele Bankerin und kann sich ein Leben außerhalb der Großstadt nicht vorstellen. Kurz vor dem Tod ihrer Mutter erfährt sie, dass sie adoptiert wurde. Ihre leibliche Mutter soll aus der Bretagne stammen? Neugierig geworden, macht sie sich dort auf die Suche nach ihren Wurzeln. Schon bald erkennt Larissa, dass die Vergangenheit ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt. Was bringt eine Frau dazu, ihr eigenes Kind wegzugeben? Diese Frage lässt Larissa nicht los. Ihre Nachforschungen nach ihren leiblichen Eltern führen sie zu einem alten Haus, das stärker mit ihrem Schicksal verwoben ist, als sie zunächst ahnt. Kann sie das dunkle Geheimnis lüften, das auf dem Leben ihrer Familie lastet? Langsam beginnt sie, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt ... Ein berührender Roman über Vertrauen und Freundschaft

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Vita

Christine Lawens

Christine Lawens wurde 1964 in Saarlouis geboren. Sie arbeitete fünfzehn Jahre bei einem Kommunikationsunternehmen, danach folgte die Mitarbeit bei verschiedenen Tageszeitungen als freie Mitarbeiterin, PR-Assistentin und PR-Texterin. Seit 2012 veröffentlicht sie Romane und Kurzgeschichten. Sie lebt im Saarland und in der Bretagne. Bei bookshouse erschienen „Zwischen uns der Atlantik„“ im Januar 2017 und „Gebrochene Herzen schlagen noch“ im Juli 2017.

Leseprobe

Prolog


Larissas Finger waren blau vor Kälte.
   Sie stand auf der Dachterrasse ihres Penthouses, umklammerte das Geländer und starrte über die Stadt. Ihre Stadt, ihre Bank. Es war halb zehn und finster. Der Regen, der seit gestern unablässig die Luft mit einem feuchten Schleier und den Asphalt mit ölig leuchtenden Schlieren überzog, peitschte in ihr Gesicht. Der Wind riss ihr die Haare über die Augen. Sie ließ es geschehen, reglos wie die beleuchteten Türme, die den Horizont erhellten. Die Schärfe der Böen hatte die Temperaturen sinken lassen. Das scharlachrote Laub der Jungfernrebe, die sich über die Pergola rankte, flatterte und wurde gegen die Hauswand geschlagen wie eine Schar gefesselter blutiger Vögel.
   Larissa trug dasselbe Seidenkostüm, in dem sie das Büro verlassen hatte. Es stand am Hals offen und ließ den Spitzeneinsatz des Tops sehen, das sie statt einer Bluse darunter anhatte. Sie trug weder Jacke noch Mantel gegen die Kälte.
   Ihr Körper war eisig bis ins Mark, aber sie fühlte kaum etwas. Sie blinzelte in den strömenden Regen, der ihr über die Stirn und in die Augen lief, und sie konnte immer nur denken: Die Regeln gebrochen.
   Weiter kam sie nicht. Ein ziehender Schmerz kroch ihre Schenkel hoch, setzte sich in ihrem Unterleib und tief im Kreuz fest. Sie ignorierte den Schmerz ebenso wie den Regen und die Kälte.
   Begleitet von einer Kakophonie des Donners fuhr eine Serie gezackter Blitze hinter dem Messeturm nieder und ließ die Silhouette des Gebäudes aufleuchten wie ein modernes Spukschloss. Die offene Terrassentür schlug mit harter Regelmäßigkeit gegen eines der Schiebeelemente, gefolgt von einem schwachen Klingeln. Larissa hörte es am Rande ihrer Wahrnehmung, ohne auch nur die leiseste Regung zu verspüren, ihren Platz an der Brüstung zu verlassen.
   Im Wohnzimmer klingelte das Telefon. Es klingelte zum vierten Mal innerhalb der letzten halben Stunde. Ab und zu klingelte es auch an der Wohnungstür. Jemand versuchte dringend, sie zu erreichen.
   Irgendwann hörte das Klingeln auf.
   Sie legte den Kopf zurück, die Augen geschlossen. Wasser lief ihr in die Nase. Ihre Kleidung tropfte vor Nässe.
   »Larissa!«
   Die Stimme drang schwach an ihr Ohr, zerrissen vom Heulen des Windes.
   »Herrgott noch mal, ich weiß, dass du da oben bist! Ich sehe dich doch! Mach auf! Bitte mach mir auf!«
   Sie öffnete langsam die Augen und starrte in die Dunkelheit, bis sie von einem in der Nähe niedergehenden Blitz geblendet wurde. Einen Lidschlag lang sah sie im Aufleuchten des Blitzes die Gestalt auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
   »Melanie«, flüsterte sie mit kalten Lippen. Sie stieß sich von der Brüstung ab und ging ins Penthouse, taumelte durch das Wohnzimmer, den Flur. Sie drückte sekundenlang den Türsummer, ohne loszulassen, öffnete die Wohnungstür und lauschte, bis sie klappernde Schritte unten im Treppenhaus wahrnahm. Sie war im Haus.

*

Melanie fasste Larissa an beiden Schultern. »Was ist mit dir los?«
   »Man … man«, Larissa versuchte offensichtlich, sich auf ihre Worte zu konzentrieren. Es gelang ihr nicht.
   »Komm, setz dich erst mal.« Melanie führte ihre Freundin zum Sofa und platzierte sie behutsam. Larissa zitterte immer noch.
   Melanie wartete, bis sich Larissa einigermaßen gefasst hatte.
   »Mein Job …«, versuchte Larissa erneut die Situation zu erklären, »mein Job ist futsch, weg. Ich bin arbeitslos.«
   »Was?«
   »Genau so habe ich auch diese Frage gestellt.« Larissa schniefte.
   »Du? Ausgerechnet du?« Melanie wusste, dass dies kein Scherz war. Larissa lebte für diesen Beruf und die Institution Bank.
   »Heute Morgen hielten sich die Herrschaften noch bedeckt, und am Nachmittag ließen sie die Bombe platzen. Insolvenz und das ganze Theater drum herum. Hunderte von Mitarbeitern sitzen auf der Straße und …« Larissa brach ab und fing an zu weinen. Ihr ganzer Körper schüttelte sich.
   Melanie nahm sie in die Arme. Dann schob sie sie von sich und sah Larissa mitfühlend an. Ihre Freundin (...)

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