Jennifer Louis

Krimis & Thriller

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Die Sünden der Toten

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Zwei junge Männer sterben in einem kleinen Eifeldorf sonderbare Tode: Mathias Hammes wird von einer wild gewordenen Pferdeherde erschlagen, Robert Schäfer stürzt von einem imaginären Balkon eines Neubaus. Lynn Cooks kleine Schwester, die Privatdetektivin May, verschwindet während ihrer Ermittlungen spurlos. Plötzlich ist es Lynn, die tief in den Fall eintauchen muss, um die Verstrickungen zwischen den Klöppelkriegen im Jahr 1798 und den Verbrechen von heute zu entschlüsseln. Dafür nimmt der gerissene Mörder nun Lynn ins Visier ...

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  • Die Sünden der Toten
    Jennifer Louis

Vita

Jennifer Louis

Jennifer Louis wurde im November 1967 in Duisburg geboren. Heute lebt sie mit ihrer großen Liebe gemeinsam mit ihren beiden Collies und zwei Pferden in der Nähe von Trier und liebt Geschichte und Geschichten. Ob das tägliche Blut bei der Arbeit im OP eins großen Klinkikums dazu führt, dass sie leidenschaftlich gern Krimis und Thriller schreibt, bleibt zu klären. Bislang hat sie Kriminalromane mit geschichtlichem Hintergrund unter dem Namen Ursula Pauls und Johanna Kirchen veröffentlicht, zudem eine pferdische Satire.

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    Herr der Spiele

    Wie weit würdest du gehen, um dir deinen größten Traum zu erfüllen?

    Emma Wolf entscheidet sich (...)

Leseprobe

Prolog
Abtei Schwarzenborn in der Eifel
18. Juni 1977

Die Klosterglocke läutet zur Mitternacht und erschreckt Robert fast zu Tode. Er schafft es kaum, den Knopf der kurzen Hose zu schließen, so sehr zittern ihm die Hände.
   Er hat Angst. Ärgerlich wirft er seinem Freund einen vorwurfsvollen Blick zu, weil Mathias beim Anziehen der Sandalen mit dem Ellenbogen geräuschvoll gegen das metallene Bettgestell gestoßen ist. Er hält die Luft an, horcht in die Stille des Schlafraumes. Schwacher Mondschein, der durch die Fenster schimmert, taucht den Saal in ein unheimliches Licht.
   Schließlich atmet Robert auf. Die Klassenkameraden scheinen nichts gehört zu haben. Beruhigt registriert er die gleichmäßigen Atemgeräusche und gibt Mathias lautlos ein Zeichen.
   Vorsichtig packen sie ihre Sachen in die kleinen Koffer und schleichen zur Tür. Der Junge im ersten Bett dreht sich auf die andere Seite. Robert verharrt in seiner Bewegung und bedeutet Mathias, still zu stehen. Sie warten. Alles bleibt ruhig.
   Endlich schleichen sie weiter Richtung Tür. Diese quietscht beim Öffnen, und sie zwängen sich durch einen engen Spalt, um die Tür von außen so rasch wie möglich wieder zu schließen.
   Im Flur herrscht abgrundtiefe Dunkelheit. Robert sträuben sich die Nackenhaare, er versucht, sich zu erinnern, wie weit der Weg zur Treppe ist. Sie tasten sich an der Wand entlang, bis sie den Treppenabsatz erreichen, steigen langsam Stufe um Stufe hinunter.
   Der Hauptflur im Erdgeschoss ist viel breiter und durch Säulen unterteilt. Sie angeln sich von einer zur nächsten und erkennen in der Ferne die große Eingangspforte. Das Mondlicht erleuchtet die gläsernen Fenster nur spärlich. Jetzt ist es nicht mehr weit.
   Sie laufen auf das Tor zu, um verzweifelt festzustellen, dass die Pforte verschlossen ist.
   »Mist«, flüstert Mathias, »was jetzt?«
   »Wir müssen einen anderen Weg hinaus finden«, entscheidet Robert leise, »auf keinen Fall bleibe ich hier.«
   Mathias fängt an zu weinen.
   Robert schüttelt seinen Freund unsanft am Arm. »Pst«, haucht er, »hörst du nicht?«
   Mathias wischt sich mit dem Ärmel seines Pullis über die Augen und zieht die Nase hoch. Sie horchen in die vermeintliche Stille.
   Und da, da ist es wieder.
   Jemand ist unterwegs in den dunklen Fluren des riesigen Gebäudes. Die Wände der Gänge und Treppenhäuser werfen ein unheimliches Echo der bedrohlich hallenden Schritte. Zitternd kauern sich Mathias und Robert auf die kalten Steinfliesen hinter einer Säule und verharren.
   Sie haben Glück, die Schritte entfernen sich, werden leiser und sind bald nicht mehr zu hören.
   Sie rappeln sich auf, drehen der Eingangspforte den Rücken zu. Robert nimmt Mathias an der Hand und zieht ihn in den nächsten Gang nach links. Dort sind große Fenster in die Wand eingelassen. Robert betätigt den Hebel und dankt Gott, dass sich das Fenster mühelos öffnen lässt. Er wirft einen ängstlichen Blick hinaus, es dürften etwa zwei Meter bis zum Boden sein.
   Entschlossen werfen sie ihre Koffer hinunter in den Kies und klettern nacheinander hinaus, hangeln sich ans Fensterbrett und lassen sich fallen. Sie ergreifen ihre Koffer und stürmen los.
   Endlich erreichen sie das Ende des Parks, klettern über den Zaun und verschwinden im angrenzenden Wald. Dort fallen sie sich in die Arme.
   »Wir haben es geschafft!«
   Aber bis nach Hause liegt noch ein weiter Weg vor ihnen.
   »Weißt du, wo wir lang müssen?«, fragt Mathias.
   »Ich glaub schon«, antwortet Robert und sieht sich den Sternenhimmel an.
   Er führt seinen Freund tiefer in den Wald. Das Wichtigste ist, dass niemand sie jetzt noch erwischen möge. »Ich bringe uns heil nach Hause.«
   Sie laufen stundenlang. Oft verirren sie sich oder gehen im Kreis. Müssen umkehren, um den Weg neu zu finden. Doch irgendwann, die Sonne geht bereits auf, sieht Robert im Morgendunst ein Dorf auftauchen. Er erkennt den Nachbarort an der Silhouette des Kirchturmes. Sie sind nur noch wenige Kilometer von (...)

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