Simone Olmesdahl

Paranormal & Mystery

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Tödlich entfesselt - Talent 3

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Annas Leben steht Kopf. Das wirklich Letzte, was sie gebrauchen kann, ist Kira. Die gefährliche Exfreundin ihrer großen Liebe Sebastian behauptet plötzlich, ihr seit ihrer Auferstehung untergeben zu sein. Ist Kiras Hörigkeit echt? Anna hat massive Vertrauensprobleme, schließlich hat die Magierin mehr Leute auf dem Gewissen, als der Rest der mächtigen Gegner zusammen. Trotzdem lässt sie sich von Sebastian breitschlagen, Kiras Zustand für sich auszunutzen, denn mit ihr im Team haben sie die besten Chancen, sich endlich die verschollenen Pergamente unter den Nagel zu reißen. Alles verläuft nach Plan, doch der ist für die Katz, als sich Josh von seiner bedrohlichsten und kältesten Seite zeigt …

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  • Tödlich entfesselt - Talent 3
    Simone Olmesdahl

Vita

Simone Olmesdahl

Wassermännern sagt man nach, sie würden ein großes Maß an Kreativität besitzen. Die im Januar 1985 in Solingen geborene Simone Olmesdahl versuchte viele Jahre, den Kern ihrer Kreativität zu finden. Nachdem sie sich weder „Mal“- noch „Basteltalent“ auf die Brust schreiben konnte, fand sie ihre Leidenschaft im Verfassen von Geschichten. Simone liebt romantische Geschichten, ist Mitglied der DeLiA (Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren), und es vergeht kein Tag, an dem sie nicht ein paar Sätze zu Papier bringt.

Leseprobe

1. Kapitel
Blutige Erinnerung

Erinnerungen waren das Tor zu geliebten Menschen, die man verloren hatte. Hinter einigen Toren lebten jedoch ausschließlich blutige Bilder. Die Vergangenheit hing wie ein Schleier über dem Wohnzimmer, der jedwede Wahrnehmung verzerrte.
   Anna saß, die Beine eng an den Körper gezogen, auf einem Sessel, starrte Löcher in die Luft und verbot ihrer Fantasie mit ihr durchzugehen. In diesem Haus hatte alles begonnen.
   Es schien gestern gewesen zu sein, dass Eva ihr an dem großen Esstisch das magische Testament unter die Nase gehalten, und sie als Erbin für ihre mediale Gabe eingesetzt hatte. Anna hatte es mit ihrem blutigen Fingerabdruck besiegelt.
   Warum zur Hölle hatte sie zugestimmt? Weshalb hatte sie sich darauf eingelassen, diese verdammte Verantwortung zu tragen? Jedes Talent brachte Pflichten mit sich und ihr hätte klar sein müssen, dass eine Sache, die mit Blut anfing, höchstwahrscheinlich mit Blut enden würde. Aber das Ausmaß des Blutbads hatte niemand vorhersehen können.
   Sie hatte sich den Umständen entsprechend tapfer und gut geschlagen, hielt sich weiterhin wacker aufrecht, obwohl es an ein Wunder grenzte, dass sie noch lebte. Evas Zuhause führte ihr bewusst vor Augen, was sie verloren und wie sehr sich alles verändert hatte.
   »Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen.« Sebastian trat, seine nassen schwarzen Haare mit einem Handtuch rubbelnd, ins Wohnzimmer.
   Anna tauchte aus ihren Gedanken auf und versuchte, ein Lächeln zustande zu bringen. »Na ja, als Medium sollte mich selbst das nicht erschrecken oder erschrocken aussehen lassen.« Wenn sie sich anmerken ließ, wie nahe es ihr ging, in diesem Haus zu wohnen, würde er höchstwahrscheinlich darauf bestehen, zu verschwinden. Nachdem es sie all ihre Überzeugungskraft gekostet hatte, nicht blind loszustürmen, um nach Jenny zu suchen, wartete Sebastian auf diese Gelegenheit.
   »Ist alles okay?« Er studierte ihr Gesicht. »Du siehst blass aus.«
   Der stechende Blick seiner eisblauen Augen sorgte dafür, dass ihr Herz für einen Moment aus dem Takt geriet. Während ihrer Kennenlernphase hatte sie ihm nicht standhalten können. Inzwischen hatte sie sich an die seltene Farbe gewöhnt. Gewöhnlich verbanden Menschen mit Blau eine Menge positive Dinge. Der Himmel war blau, weshalb es die göttliche Farbe genannt wurde, blaues Wasser hatte eine beruhigende Wirkung. Blau erinnerte an Tiefe, Freiheit und Endlosigkeit. An Sebastian war nichts gewöhnlich. Seine Augen weckten Unsicherheiten und das Gefühl, vollkommen bedeutungslos zu sein. Er hingegen bedeutete ihr alles.
   Er furchte die Stirn.
   Anna verscheuchte den Tagtraum von Himmel und Wasser mit einem Kopfschütteln. »Ich habe darüber nachgedacht, was wir tun sollen. Vielleicht werde ich krank. Mein Hals kratzt.« Bestätigend rieb sie sich die Kehle.
   Er trat an die Sitzecke heran und ließ sich auf die weiße Couch fallen. Im ersten Moment erwartete Anna, dass er losfluchen würde, weil sie in ihren Erinnerungen mit Evas Blut bespritzt war, aber die Gegenwart holte sie rechtzeitig ein. Sie blinzelte mehrmals und rieb sich die Stelle zwischen den Augen.
   »Du bist ein schlechter Schauspieler«, bemerkte er.
   »Hm?«
   »Ich bin nicht blind und an Verstand habe ich ebenfalls nicht eingebüßt. Es ist schlimm für dich, hier zu sein.«
   »Toll finde ich es sicher nicht. Alles erinnert an Eva und an das, was dein Vater ihr angetan hat.«
   Sebastian zuckte zusammen.
   An gewisse Themen tastete sie sich sonst mit Samthandschuhen heran. Jonathan Fingerless war ein Begriff, den sie lieber vermied, doch er war ihr über die Lippen gerutscht. »Es spielt keine Rolle, ob ich gern hier bin, denn wir wissen nicht, wo wir sonst hin sollen. Richtig überlegt, was wir als Nächstes tun, haben wir auch noch nicht.«
   »Wir müssen Jenny finden.«
   Anna nahm die Beine vom Sessel und stand auf, um sich neben ihm auf die Couch zu setzen. »Ich weiß, dass du das möchtest. Aber ohne, dass dieses Gespräch erneut in Streit ausartet, finde ich, dass es keine gute Idee (...)

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