Anja Install

Krimis & Thriller

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Nur die Engel waren Zeuge

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Kriminaloberkommissar Marius Förster verhält sich seit dem Unfalltod seiner Schwester Kati hart und verbittert. Er gibt sich die Schuld an diesem Unglück und brach darum als Sechzehnjähriger den Kontakt mit seinen Eltern und seinem Freund ab. Ebenfalls verlor er seinen Glauben an Gott. Nach dreißig Jahren konfrontiert der Mord in einem spirituellen Engel-Seminar ihn mit diesen Erlebnissen. Die Mordermittlungen und die Begegnung mit seinem Schulfreund Rainer lassen ihn schonungslos an seine Grenzen stoßen. Er muss erkennen, diesen Fall wird er erst lösen, wenn er sich seiner Vergangenheit stellt.

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Vita

Anja Install

Anja Install wurde 1968 geboren, ist von Beruf Kinderpflegerin, verheiratet und wohnt mit Mann, Tochter und Hund in einem kleinen Örtchen bei Cloppenburg. Lange betreute sie bei sich zu Hause auch ihre an Demenz erkrankte Oma. Durch die sehr zeitaufwendige Pflege suchte sie für sich nach einer flexiblen Tätigkeit als Ausgleich und nahm an einem Fernstudium zur Autorin teil. Schnell wurde sie dort von der Leidenschaft des Schreibens gepackt. Durch ihre Arbeit mit körperlich und geistig Behinderten, der Pflege und der intensiven Nähe zu ihrer Oma und den Erfahrungen mit Reiki, gewann sie für sich noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf das Leben. Dies hat sie in ihrem ersten Roman mit einfließen lassen. Zusätzlich kann auch ein Theaterstück von ihr bei einem Theaterverlag zum Aufführen bestellt werden.  

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Prolog
30 Jahre zuvor
1984, Samstag, 21. April, 20:30 Uhr
Hamburg, Wagnerstraße

In einer verkehrsreichen Straße standen die Wohnhäuser links und rechts dicht an dicht. Eines glich dem anderen, mit denselben grauen Türen, Fenstern und Balkonen. Wohnreihen in Grau, Wohnreihen in Braun, Wohnreihen in Weiß. Ein schmaler Grünstreifen, Fußweg, parkende Autos und die Straße. Kinder, die spielen wollten, hatten hier kaum eine Chance.
   In einem dieser grauen Häuser wohnte Kati. Sie aber wollte spielen. Draußen!
   Ihr ganzer Stolz war ein neuer bunter Ball. Allerdings gab es vor dem Haus nicht viel Platz, und so nutzte sie die Häuserwand neben dem Wohnzimmerfenster.
   Sie ließ ihren Ball aufprallen und zählte fleißig die gefangenen Würfe mit. »Neun, zehn, elf, zwölf.«
   Aus Angst, ihr sechzehnjähriger Bruder Marius würde kommen, um zu schimpfen, hielt sie inne und warf einen Blick zur Seite. Sie überlegte. Hatte er sie gehört? Vorsichtig spähte sie von außen durch das Fenster. Nein. Er war in sein Buch vertieft. Die Worte der Mutter fielen ihr ein.
   »Kati, es wird nicht mehr draußen gespielt. Allein erst recht nicht. Du bist erst sieben. Es ist zu gefährlich, das weißt du.«
   Aber die Eltern waren nicht da und ihr Bruder mit seinem Buch beschäftigt. Sie schob ihr schlechtes Gewissen beiseite, spielte weiter und konzentrierte sich auf ihren Ball. Kati dachte nach. Wo war sie? Bei dreizehn.
   »Dreizehn, vierzehn, fünfzehn«, zählte sie laut. »Sechzehn, Mist.«
   Der Ball sprang an ihr vorbei, hüpfte über den Grünstreifen auf den Gehweg und rollte zwischen den parkenden Autos hindurch auf die Straße.
   Kati ließ ihn nicht aus den Augen und rannte hinterher, die Welt um sich herum vollkommen ausgeblendet. Plötzlich wurde sie mit einem dumpfen Knall von etwas, das sie nicht einordnen konnte, gestoppt und durch die Luft geschoben. Hart schlug sie auf dem Boden auf. Zeitgleich, ohne das Geräusch zu realisieren, quietschen überlaut Autobremsen in ihren Ohren. Sie lag auf der Straße. In ihrem Kopf dröhnte es. Der Schrei blieb ihr mit einem dünnen Röcheln im Hals stecken. Sekunden war es still, dann kehrten die Geräusche zurück. Sie hörte Straßenlärm, Autotüren, Schritte. Langsam versuchte sie, sich zu bewegen, aber es gelang ihr nicht.
   »Marius, komm schnell. Aua! Mir tut alles weh. Mama, Papa!« Ihre Stimme war kaum zu hören.
   Hatte sie überhaupt jemand gehört?
   Vor Schmerz und Angst zitterte ihr Körper unkontrolliert, und in Gedanken fing sie an zu beten: Lieber Gott, hilf mir. Mein lieber Schutzengel. Hilf mir doch.
   Ihr Blick fiel starr nach oben. Die untergehende Abendsonne flirrte vor ihren Augen. Kati nahm schemenhaft Marius über sich gebeugt wahr. Marius war da.
   »Kati, sag doch was«, hörte sie seine Stimme wie aus weiter Ferne.

1. Kapitel
2014, Freitag, 8. August, 7:00 Uhr
Aurich, Wiesenstraße

Marius Förster blinzelte verschlafen aus dem Küchenfenster in die Sonne. Er hatte es weit geöffnet, um die letzte frische Morgenluft hereinzulassen. Das Thermometer zeigte schon zweiundzwanzig Grad und kündigte einen heißen Sommertag an. Er atmete ein paarmal tief durch, drehte sich um und schielte zu seiner Anrichte. In der Glaskanne der Kaffeemaschine befand sich Restkaffee vom Vortag. Einen frischen aufzubrühen, war seiner Meinung nach unnötige Arbeit, und so goss er ihn lustlos in eine Tasse.
   Seine Wohnung in dem alten Mietshaus war zwar sauber, aber lieblos eingerichtet und immer etwas unaufgeräumt. Ebenfalls unnötige Zeitverschwendung, wie er fand.
   Auch für sein äußeres Erscheinungsbild nahm er sich nur so viel Zeit wie gerade notwendig.
   Die einzige Zeit, die er nicht überflüssig fand, waren seine regelmäßigen Joggingrunden. Die hielten ihn fit, um seiner Arbeit nachzugehen, die für ihn zu einer Berufung geworden war: möglichst viele Verbrecher zu fassen, die auf der Welt ihr Unwesen trieben.
   Es läutete an der Wohnungstür.
   Marius grummelte vor sich hin und fragte sich, wer so früh schon etwas von ihm wollte.
   Er ignorierte das (...)

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