Mira Bates

Paranormal & Mystery

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Tränen für die Liebe - Shadow Walker Vampire 1

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Die junge Restauratorin Catya leidet an Visionen, die sie als Trugbilder abtut, bis sie dem rätselhaften Enzo Barozzi begegnet. Trotz seiner kalten Fassade verliebt sie sich in den faszinierenden Vampirfürsten, der Venedigs Schattenstadt regiert. Doch dann bedrohen ihre Visionen die Schattenstadt, und ihr Tod wird unausweichlich. Catya ist nicht bereit, aufzugeben. Nur sie kann das Unheil aufhalten, aber wird sie es schaffen, den Vampirfürsten davon zu überzeugen?

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Vita

Mira Bates

Mira Bates lebt mit ihren zwei Töchtern am schönen Rheinknie in Basel. Seit ihrer Kindheit liest sie mit Begeisterung, denn das Abtauchen in erfundene Welten ist für sie ein unverzichtbarer Teil ihres Lebens. Ihrer Leidenschaft für Fantasy-Geschichten folgend, wurde sie Balletttänzerin und lernte die Welt der Schwanenmädchen und Naturgeister kennen. Und erst seit ihrem ersten im 2013 erschienenen Roman weiß sie, wie erfüllend es ist, selbst Fantasy-Welten zu erschaffen.    

Leseprobe

Prolog
Venedig 1786

Die Nachtschwärze über Venedig wich der anbrechenden Dämmerung. Parmigianino stand mit zitternden Händen vor seiner Staffelei. Er war aufgewühlt, eine Emotion, die ein Vampir normalerweise nicht kannte. Schuld daran war das Porträt vor ihm, das auch nach dem Auftragen des viel zu dunklen Firnisses noch immer atemberaubend war. Parmigianino betrachtete die abgebildete rothaarige Schönheit mit Wehmut. Nie war er einem schöneren Geschöpf begegnet. Sie war seine Muse gewesen und hatte seiner schöpferischen Kraft zu ungeahnten Höhenflügen verholfen, bis sie begann, ihn zu beherrschen. Sie hatte ihn unterschätzt, und das war ihr zum Verhängnis geworden. Er warf dem Abbild eine letzte Kusshand zu und verließ das Piano Nobile seines Palazzo. Die Sonne würde bald aufgehen, und es war höchste Zeit, zu verschwinden. Er eilte die Treppe hinunter, stieg in sein Boot und fuhr den Canal Grande hinab.
   
   
   

Venedig 2016
Catya

Catya nahm die schwarze Lederjacke vom Haken, ohne die sie das Haus nie verließ. Das abgewetzte Kleidungsstück half ihr dabei, den Teil in sich zu ignorieren, den sie hasste und der nichts mit ihr zu tun hatte. Sie war keine Träumerin, sondern eine hart arbeitende junge Frau, und seit Kurzem diplomierte Restauratorin. Und heute Abend würde sie hoffentlich ihren ersten Auftrag bekommen.
   Aufgeregt strich sie ihr Haar aus dem Gesicht, aber nach einem Blick in den halb blinden Wandspiegel entschied sie sich gegen die strenge Frisur. Die Wangenknochen wirkten zu dominant in ihrem schmalen Gesicht. Die erzwungene Diät, die sie ihrem Geldmangel verdankte, hatte deutliche Spuren hinterlassen, die auch das aufgetragene Wangenrouge nicht wegzaubern konnten.
   Der Brummton ihres Handys unterbrach ihre Gedanken, und einmal mehr ärgerte sie sich darüber, den Anrufer auf dem zerbrochenen Display nicht identifizieren zu können. Vielleicht wollte Magda ihr noch etwas mitteilen. Widerwillig nahm sie den Anruf entgegen.
   »Meine Schöne, darf ich dich zum Essen ausführen?«, fragte Mario, ihr bester und einziger Freund.
   »Ich muss in einer halben Stunde in der Galerie sein.« Vor Aufregung brach ihr fast die Stimme weg.
   »Erzähl mir alles!« Marios tiefer Bass legte sich wie ein sanfter Klangteppich über ihre angespannten Nerven. Seit Kindheitstagen war Mario ihr geduldigster Zuhörer.
   Catya holte tief Luft. »Erinnerst du dich? Ich hatte dir letzte Woche von dem Auftrag erzählt, den mir die große Magda Botelli gnädigerweise angeboten hat. Das stark verschmutzte Gemälde mit der dunklen Firnis, die ich zuerst nicht auflösen konnte?«
   Mario schnaubte. »Es war wieder einmal nur ein Reinigungsauftrag. Du könntest viel mehr!«
   »Der Kunde will das Gemälde jetzt restaurieren lassen, und heute Abend soll ich ihn treffen.«
   »Das ist deine große Chance«, rief Mario viel zu laut, und Catya ließ vor Schreck beinahe ihr Handy fallen.
   Aber dann riss seine ehrliche Freude sie mit. »Stell dir das mal vor. Ich kann es nicht fassen. Die Botelli plant, mir einen richtigen Auftrag zu geben«, quiekte sie ebenfalls viel zu laut. »Ist das nicht unglaublich?«
   Mario schnalzte mit der Zunge, was er immer tat, wenn er aufgedreht war. »Ich habe es dir prophezeit«, sagte er in diesem selbstgefälligen Ton, über den sie sich sonst ärgerte. Aber heute war es ihr egal.
   »Hoffentlich schaffe ich das, du weißt schon«, sagte sie angespannt, während sie sich im Spiegel anstarrte, hin und her gerissen zwischen Panik und Vorfreude. Bis jetzt war sie nur eine unbedeutende Hilfskraft der großen Magda Botelli gewesen. Ab und an hatte sie ein Gemälde gereinigt und danach das Atelier aufgeräumt. Durch einen eigenen Auftrag würde sie eine von Magdas Engeln werden und dem hermetisch abgeschlossenen Zirkel der Restauratorinnen beitreten, so, wie sie es sich immer erträumt hatte.
   Marios Räuspern holte sie zurück in die Realität. »Ich freue mich sehr für dich. Und danach rufst du mich an. Wir gehen essen, und du erzählst mir alles von deiner neuen Aufgabe«, sagte er, und seine Stimme klang wie die eines Verschwörers.
   Catya nickte (...)

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