Arndt Wolf

Krimis & Thriller

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aghoSa - Stirb für mich

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Der Kölner Psychologe Jonas Cilinsky verliebt sich in die bildhübsche Prostituierte Miriam – bis sie entstellt und grausam zu Tode gefoltert aufgefunden wird. Kurz darauf verschwinden weitere Frauen. Jonas kann und will den Verlust nicht ertragen, und die Polizei ist keine große Hilfe. Mit seinem Freund Alain und dem undurchsichtigen Mattusheck, einem angeblichen Mitarbeiter des LKA Düsseldorf, sucht er nach Miriams Mörder. Die Ermittlungen lösen nicht nur einen Flächenbrand in der Kölner Rotlichtszene aus, Jonas gerät auch in die verborgene Welt der perversen Snuff-Videos und muss sich einer menschenverachtend und unkalkulierbar handelnden Gruppe von Gegnern stellen, die rücksichtslos über Leichen geht – nötigenfalls auch über seine und die seiner „Familie“ ...

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Vita

Arndt Wolf

Arndt Wolf, geboren 1965, studierte nach einer umfassenden militärischen Ausbildung Medizintechnik und Psychologie. Wolf ist seit dreizehn Jahren als Therapeut in einer Gemeinschaftspraxis mit dem Schwerpunkt der medizinisch-angewandten Hypnose tätig und lehrt als Dozent klinische Psychologie. Sein Ausgleich ist das Schreiben von Romanen mit psychologischer Kernaussage und Fragestellung. Besondere Geschichten finden darin ein Sprachrohr. Asiatische Kampfkunst, die Wolf seit vierzig Jahren aktiv betreibt, und ausgiebige Waldspaziergänge mit seinen Hunden sorgen für seine physische Fitness.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe



1
Der Vorhang öffnet sich

Auf dem Boden kauernd halte ich sie sanft in den Armen. Sie sieht mich mit großen, angstverzerrten und flehenden Augen an. Wir beide wissen, dass ihr Lebenslicht langsam erlischt. Ich fühle, wie sich ihre Seele auf die Wanderung vorbereitet. So bleibt nur die Zeit, zu warten, gemeinsam, bis der Fährmann sie abholt, um sie in das Reich der Toten zu begleiten. Aus ihrem Mund quillt dickes Blut, und sie versucht, mir etwas zu sagen. Ganz egal, wie sehr ich mich anstrenge: Ich kann sie nicht verstehen, und die Frau hustet mir ihr Blut in das Gesicht. Meine salzigen Tränen, die an meinen Lippen zusammenlaufen, vermischen sich mit dem Geschmack von Eisen. Während einer ihrer Sprechversuche krampft sie ein letztes Mal, bis das wenige Leben aus ihrem blutleeren Körper entweicht. Doch ihr Lebenslicht hält inne, und dieser Moment steckt voller Magie. Der leblose Körper, der schwer in meinen Armen liegt und den ich wippend an mich gedrückt halte, nimmt so viele Antworten mit. Ich will das alles nicht und habe schreckliche Angst.
   Genug! Ein schriller Schrei lässt mich erwachen.

Montag, 16. April, 4:30 Uhr

Ich wache auf, schnappe nach Luft, und mein mit Adrenalin überfluteter Körper zittert, die Haut nass vor Erregung. Mein Schlaf ist in den letzten Monaten eine Katastrophe. Irgendetwas arbeitet in mir, was auf mich wartet und sich nicht erklären lässt. Ich muss aufstehen, um die unkontrollierte Hormonausschüttung zu normalisieren. Die Träume sind erschreckend nah, und sie sind treue Begleiter durch den ganzen Tag – ich hasse sie. Mir bleibt nicht viel Zeit, diese zu verarbeiten, denn morgen in der Früh wird mir der nächste Albtraum den Tag versauen. Aufstehen, duschen, Kaffee und rauchen, darin habe ich Routine, und so brauche ich das, um in den Tag zu starten. Meine rechte Hand hat Probleme, die Kaffeetasse festzuhalten. Gestern, zum späten Abend, hatte ich noch Tabak benötigt. Ich war zu einem 24-Stun­den-Kiosk zwei Straßen weiter gefahren, eine heruntergekommene Trinkhalle mit Graffiti an den Außenwänden. Hinter dem Tresen steht meistens ein dünner alter Mann mit schlechten Tätowierungen auf seinen Händen und Armen. Beim Verlassen des Kiosks laberten mich zwei junge Burschen mit bildungsfernem Hintergrund an. Ihre Anmache war grob, und ich ahnte, worauf es hinauslief.
   Der Kleinere der beiden, dennoch kräftig gebaut, zischte mich an, gab mir zu verstehen, dass ich ein Arschloch sei, und fragte, ob ich Geld habe. Ich verstehe einfach nicht, warum sich solche Kerle immer mit mir anlegen wollen. Mit meinen 1,85 Metern Körpergröße und der Figur eines kanadischen Holzfällers sollte man sich eine körperliche Auseinandersetzung mit Jonas Cilinsky gut überlegen. Beide versperrten mir den Weg und bauten sich vor mir auf. Ich war schrecklich müde und wollte die Sache schnell zu Ende bringen. Der andere war glatt einen Kopf größer als ich, schlank und grinste dümmlich vor sich hin.
   Während er sich von seinem Kumpel löste, um hinter meinem Rücken Position einzunehmen, gab ich den Streit suchenden Burschen zu verstehen, dass ich Geld hätte, aber das mit dem Arschloch doch sehr persönlich nehmen würde. Ich dachte, mit der Wahrheit geht alles etwas leichter und schlug unvermittelt dem vor mir stehenden kleinen Kasper mit voller Wucht auf seinen hässlichen, rasierten Kopf. Sein Schädel hatte die Härte einer Bowlingkugel, und in meiner Hand breitete sich ein dumpfer Schmerz aus. Er sackte in sich zusammen, ohne einen Ton von sich zu geben. Sofort nahm ich Augenkontakt mit dem langen Typen auf, dessen Gesicht sich in eine überraschte Fratze verwandelte. Ich hoffte, er verstand meine Botschaft, dass ich für diese Art der Kommunikation wenig Toleranz zeigte. Leider aber zog er aus seiner Hosentasche ein Springmesser, dessen Klinge mit einem metallischen Klickgeräusch einrastete. Er kam einen schnellen Schritt auf mich zu und stach unvermittelt in Richtung meiner Leber. Mein dafür vorgesehener Abwehrmechanismus war unzählige Male trainiert worden. Sein Messer ging zu Boden, genauso wie er selbst. Während er fiel, hielt ich ihn fest und rammte mit Wucht mein Knie in sein schäbiges Gesicht. Zu meinen Füßen brach er zusammen, und auch er gab nach wenigen Zuckungen keinen Ton mehr von sich. Der Tätowierte, mein einziger Zeuge, nickte erstaunt und bat mich, jetzt besser zu (...)

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