Kyra Dittmann

Fantasyromane

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Silbergraue Freiheit - Narrando 3

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Naturkatastrophen und Atomkriege haben die Welt beinahe zerstört. Während sich die Natur regeneriert und die Spuren der Verwüstung allmählich überwuchert, entwickelt sich aus der Kluft zwischen Arm und Reich ein unüberwindbarer Graben. Die Bevölkerung ist gespalten: Die Reichen und die Regierung leben in gesicherten Hot Blood-Bezirken, die armen Parias hausen in den Ruinen außerhalb. Zu spät erkennt Jai, dass Vella im Südbezirk in Lebensgefahr schwebt. Als er dort eintrifft, ist nichts mehr so, wie es war. Die Katastrophe hat alles auseinandergerissen. Vella ist verschwunden, und nicht nur Igor folgt ihrer Spur. Wird es Jai gelingen, sie zu finden, bevor sich Igor rächen kann? Gibt es überhaupt Hoffnung für Narrando und ist eine Zukunft außerhalb der Kuppel noch möglich? Ein Kampf um Leben und Tod beginnt, der viele Opfer fordert, denn wie alles hat auch Freiheit einen sehr hohen Preis ...

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Vita

Kyra Dittmann

Kyra Dittmann wurde 1972 in Bonn geboren. Nach einer Schreinerlehre hat sie langjährige Berufserfahrung in Handwerk und Beratung gesammelt. Fesselnde Abenteuergeschichten haben seit jeher ihr Leben bereichert - sowohl die gelesenen, geträumten und gelebten. 2010 hat sie als freiberufliche Autorin ihre Weichen neu gestellt und den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Sie absolvierte diverse Schreib- und Drehbuchseminare, unter anderem am Filmhaus Köln. Nebenbei arbeitet sie als Reitlehrerin und Eventmanagerin für Kinder. Sie lebt mit ihrem Mann, den fünfzehnjährigen Zwillingstöchtern und jeder Menge Romanfiguren in Bonn.

Leseprobe

Prolog

Sie umschloss das Medaillon mit festem Griff. Siebzehn Jahre und fünf Monde lag es zurück, dass sie das Kind zum Palast getragen hatte. Die Sterne hatten ihr den Weg gewiesen, dem sie folgen musste, um den Pakt der Paria zu vollenden. Wie einst der Wolf, der als erstes Tier nach der Havokade ein gesundes Junges gebar und das Vertrauen in eine bevorstehende Veränderung aufleben ließ, hegte auch sie die Hoffnung, dem Mädchen möge eine Kraft innewohnen, die die Menschen wachrütteln konnte.
   Von dieser Energie nährte sich die Liebe, speiste das Elixier des Lebens und überwand Gräben, um Völker zu vereinen und Feinde zu versöhnen. Aber war sie stark genug, um Narrando aus den Trümmern zu erheben?
   Sie blickte hinunter in den Canyon. Ihre Hand, die den Stock umklammert hielt, begann zu zittern und senkte sich hinab. So viele Tage hatte sie gehofft, aber dennoch gewusst, dass ihr Mädchen diesen Weg allein bezwingen musste. Sie hatte sie begleitet, aber nie geführt. Vielleicht war es an der Zeit, dem Schicksal etwas nachzuhelfen und sie ein Stück des Weges zu leiten. Ihr einsames Herz tat sich schwer, die richtige Entscheidung zu treffen und doch musste sie genau diese Hürde bezwingen.
   Sie wandte sich ab von dem Bild, das ihr Herz anrührte, und schleppte sich den steinigen Weg entlang. Der Himmel schien ihre Gedanken zu teilen und füllte sich mit grauen Wolken. Der Regen fiel erst langsam tröpfelnd, dann fließend, bis es aus dem Firmament herausbrach und sich endlose Wassermassen auf die Erde ergossen. Kleine Rinnsale vermischten sich mit Staub zu Schlamm, der ihr den Weg erschwerte. Behutsam setzte sie den Stock auf, suchte Halt auf dem glitschigen Untergrund. Ein Stein ragte aus dem Morast empor wie ein Lichtblick in düsterem Grau. Mit einem hoffnungsvollen Schwung setzte sie den Stock auf, doch er rutschte ab. Sie verlor den Halt. Mit voller Wucht schlug sie auf der Erde auf. Ihr Kopf verfehlte den Stein nur um Haaresbreite. Ihr Gesicht versank im Morast. Sie tastete vergebens nach dem Stock, der ihr im Fall entglitten war, und krallte die Finger in den matschigen Boden. Ihre Hoffnung schien hinwegzutreiben mit den Wassermassen des Himmels, von dem sie eben noch geglaubt hatte, er würde ihre Gedanken teilen. Vielleicht war es die Rache des Schicksals, das sie hatte bezwingen wollen, weil die Bestimmung ihren eigenen Weg verfolgte. Nun war das Mädchen wieder auf sich allein gestellt und sie betete, dass es ihr gelingen würde, den Spuren des Wolfes auch in der Dunkelheit zu folgen.

Kapitel 1
Bittersüße Erinnerung

Vella kniff die Augen zusammen. Vielleicht täuschte sie sich? Mit einer Hand schirmte sie den Sandstaub ab, den der Wind in ihr Gesicht blies. Leider verbesserte das keinesfalls ihre Sicht und änderte auch nichts an dem, was sie sah. Zwischen den immer stärker werdenden Böen erkannte sie nichts als trockenen Boden, vereinzelte Sträucher und skurrile Wrackteile, die in merkwürdigen Positionen aus der Erde ragten. Der Anblick des verlassenen Canyons trieb ihr die Tränen in die Augen. Einerseits so vertraut wie in ihrer Erinnerung, hatten sich doch entscheidende Details geändert. Alle Zelte waren abgeschlagen, jegliche Spuren des Rebellenlagers verwischt. Es sah aus, als ob nie zuvor jemand hier gelebt hätte. Die Erkenntnis traf sie wie ein Faustschlag: Sie kam zu spät.
   Es fühlte sich an, als würde ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Sie fiel und fiel, hinab in ein Vakuum aus Einsamkeit, das sie aufzusaugen drohte. Die Leere schien ihren Körper zu füllen, zog jede Hoffnung mit sich hinab und ließ nichts als Schmerz zurück. Vella sank auf die Knie und brach auf dem kargen Boden zusammen. Warum hatte sie geglaubt, dass es ihr gelingen würde, den einzig glücklichen Moment in ihrem Leben zurückzuholen, nachdem sie es nicht fertiggebracht hatte, ihn festzuhalten?
   Jai war fort. Sie kam zu spät.
   Die Frage, was ihn dazu bewogen haben mochte, diesen wunderbaren Ort zu verlassen, bohrte sich wie ein Pfeil in ihr Herz. War er freiwillig gegangen? Oder hatte ihn jemand gezwungen, seine Zelte im Outlaw-Lager abzubrechen?
   Weshalb war sie nicht früher geflohen? Und warum zum Teufel hatte sie sich überhaupt erst auf die Reise in den Süd-Bezirk eingelassen? Anstatt auf ihr Herz zu hören und sich (...)

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