Julia Lindenmair

Fantasyromane

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Sion - Finde die Wahrheit

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Auf tragische Weise findet Anne heraus, dass sie nicht die ist, die sie zu sein glaubt. Doch wer ist sie, und was ist ihre Aufgabe? Gemeinsam mit Lyca begibt sie sich auf die gefährliche Reise nach Antworten, aber kann sie einem Gesetzlosen wirklich trauen? Denn ehe sie sich versieht, wird sie zur Gejagten ... Lyca wird von seiner Vergangenheit eingeholt und hat eine schwierige Entscheidung zu treffen, die sein künftiges Leben bestimmen wird. Aber die erkämpfte Freiheit bringt mehr Opfer, als ihm lieb ist. Und was ist mit der verwirrenden Zuneigung, die er für Anne verspürt? Sie sind so verschieden ...

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Vita

Julia Lindenmair

Julia Lindenmair wurde 1990 in Gmunden (Oberösterreich) als gebürtige Waidhofer geboren und lebt heute auf einem Bauernhof in Vorchdorf. Das aufregende Landleben und die damit verbundene Natur sind wichtige Bausteine für ihre Einfälle. Sie arbeitet seit zehn Jahren als Bürokauffrau in der Finanzbuchhaltung und teilt mit ihrem Mann in der Freizeit die Liebe zum Sport. Die Autorin war schon immer von Fantasybüchern begeistert, und von der Leidenschaft des Schreibens wurde sie früh gepackt. Bereits als Kind hat sie sich in den Kopf gesetzt, eines Tages ihr eigenes Werk in den Händen zu halten. In der Karenz entdeckte sie ihre Hingebung zur Schriftstellerei wieder neu. Dazu hat sie ihr Mann motiviert, und ihre Tochter inspiriert. Der Fantasy-Roman „Sion – finde die Wahrheit“ ist ihr erstes Buch.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Anne

Bewegungslos liege ich auf einem weichen Kissen und starre auf eine hölzerne Decke. Sie ist dunkelblau und mit selbstgemalten Sternen verziert, die meine Kinderaugen zum Strahlen bringen.
   Ich drehe meinen Kopf langsam zur Seite. Auf meinem Bett sitzt eine dunkelhaarige Frau mit wunderschönen gelockten Haaren, die sie offen trägt und die sich über ihre Wangen bis hin zu ihren Schultern kräuseln. Sie ist mir fremd und vertraut zugleich. Meine Mutter.
   Leise und mit klarer Stimme singt sie ein mir bekanntes Lied vor sich hin. Ich sehe gebannt zu, wie sich ihre vollen Lippen auf und ab bewegen. Jeder Ton scheint meine Seele wie ein Sonnenstrahl zu erhellen.
   Der Gesang wird zu einem Summen, das immer leiser wird. Unerwartet verstummt sie und sieht mich mit ihren großen, mandelförmigen Augen erschrocken an.
   Sie will etwas sagen, nein, rufen. Aber ihre Stimme ist so undeutlich, und ihre Gestalt fängt an, sich immer mehr von mir zu entfernen, bis das Bild vor meinen Augen verschwimmt. Es scheint, als würden sich Wolken vor ihren Körper schieben, die die Sonne verdecken und nur noch Kälte und Dunkelheit übrig lassen.
   Es wird still. Ich zittere und habe Angst.
   Dann merke ich, dass es keine Wolken sind. Es ist Rauch!
   Dunkler Rauch, der in meine Nase eindringt und sich durch meine Atemwege bahnt, bis sich meine Kehle zuschnürt und ich vergebens nach Luft ringe. Ich habe das Gefühl zu ersticken. Alles fängt an, sich zu drehen. Es wird warm, dann heiß.
   Ich spüre die unerträgliche Hitze zuerst in meinem Gesicht, dann scheint mein ganzer Körper zu brennen.
   Ich kann nicht atmen. Kann nicht mehr denken. Nur zuckend daliegen, als hätte man mich an den Händen und Füßen gefesselt.
   Ascheteilchen wirbeln vor meinen Augen herum wie Schneeflocken, und der Raum nimmt eine rötliche Färbung an.
   Die ganze Umgebung scheint zu flimmern.
   Ich muss diese Qual über mich ergehen lassen, die schlimmer ist als jede Folter, und niemand kann mir helfen. Niemand hört meine lautlosen Schreie.
   Dann spüre ich etwas. Einen kalten Griff, der mein Handgelenk umklammert. Und dann ist es nur noch dunkel …

Mit voller Wucht fahre ich hoch und gebe einen gequälten Schrei von mir, der sogar Großmutter zusammenzucken lässt.
   Völlig perplex und verschwitzt sehe ich in ihre faltigen Augen. Ihr warmes Lächeln wiegt mich in Sicherheit und lässt mich zurück in mein nasses Kissen sinken.
   Ich ziehe die Knie hoch und presse mein Gesicht dagegen.
   »Albtraum?«, flüstert sie mir mit ruhiger Stimme zu.
   »Wie immer«, antworte ich knapp. »Es war grauenhaft.« Weiter will ich nicht erzählen. Sie kennt den Albtraum genauso gut wie ich.
   Wenn ich daran zurückdenke, wird mir schlecht, und ich bekomme Gänsehaut, denn obwohl er sich so oft wiederholt, lehrt mich dieser Traum immer wieder das Fürchten.
   Etwas Licht strömt in die kleine Kammer, und langsam kehre ich wieder in die Realität zurück. Ich ziehe die Decke beiseite, nähere mich dem Fenster und wische die von der Kälte beschlagene Scheibe frei. Es regnet. Regen macht mich immer trübsinniger, als ich es ohnehin schon bin.
   Ich sehe die Hügelketten auf allen Seiten des Tales und die dahinter aufragenden, heute vom nebelverhangenen Berge. Dann spähe ich in das bescheidene Dorf, das jahrelang mein Gefängnis gewesen ist und es wohl noch viele weitere Jahre sein wird. Dieser Gedanke ist jedoch belanglos für mich geworden. Ich habe mich bereits damit abgefunden, ein unbedeutendes Dasein zu führen. Mir bleibt auch nichts anderes übrig, als mich anzupassen und still und heimlich zuzusehen, wie über meine Lebensweise entschieden wird. Es ist aussichtslos, ich bin gefangen in meiner Geschichte. Die Tür ist zwar nicht verriegelt, aber ich kann trotzdem nicht ausbrechen, weil sie klemmt.
   Ich widme mich wieder Großmutter, die mich ohnehin die ganze Zeit von der Seite aus mustert. Ihr Gesicht ist vor Sorge verzerrt, aber das stört mich nicht, denn sie macht sich andauernd Gedanken um mich. Ihr weißes langes Haar hat sie auf eine Art zusammengedreht, die mich (...)

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