Teresa Nagengast

Romantik & tiefe Gefühle

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Was wäre, wenn ...?

Wer kennt es nicht? Die wehmütigen Erinnerungen an eine verflossene Sommerliebe oder einen Exfreund, den man einfach nicht vergessen kann? Anna kennt das nur zu gut. Wie gern würde sie zu ihrem sechzehnjährigen Ich zurückkehren und ihr den Kopf waschen, dass sie ihre Sommerliebe Luis aufgeben hat. Oder zu ihrem neunzehnjährigen Ich, als sie sich von ihrem Freund Chris getrennt hat. Und für was? Dafür, dass sie jetzt mit Mike verheiratet ist, drei Kinder hat und die unnötigen Pfunde nach der dritten Schwangerschaft nicht mehr losbekommt. „Was wäre, wenn ... sie mit einem anderen Mann glücklicher geworden wäre? Genau dieser Frage geht Anna nach, als sie sich zusammen mit ihren Freundinnen auf die Suche nach ihren Exfreunden macht. Begleiten Sie Anna bei einer spannenden Reise zu sich selbst, zu der Illusion der Erinnerung und der Erkenntnis, dass man manchmal das Glück in der Gegenwart findet.

Shoppen bei: Amazon Thalia Tolino
  • Teresa
    Nagengast
    E-Book: 2.99 €
    Taschenbuch: 10.99 €
  • Teresa Nagengast
    Was wäre, wenn ...?
  • Was wäre, wenn ...?
    Teresa Nagengast

Vita

Teresa Nagengast (25) lebt mit ihrem Lebensgefährten im ländlichen Bereich in Mittelfranken. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie erst in einem Bildungsverlag und mittlerweile als Online-Redakteurin für eine Tageszeitung. Seit zwei Jahren veröffentlicht sie zudem mit Begeisterung ihre eigenen Romane. Die Sparte reicht hierbei von Frauenromanen über Dramen bis hin zu fantasievollen Jugendbüchern.

Leseprobe

Prolog

»Mama, Mama … Stephan ist gemein zu mir!« Janina zupft an meiner Jeans, die Mundwinkel weinerlich nach unten gezogen.
   »Stephan!«, rufe ich laut und höre die polternden Schritte meines Sohnes.
   »Du alte Petze!«, sagt er wütend zu seiner Schwester, die ihm die Zunge rausstreckt und sich hinter meinem Hosenbein versteckt.
   »Was ist denn hier schon wieder los?«, frage ich genervt.
   »Stephan hat meiner Puppe die Haare abgeschnitten!«, platzt Janina heraus und zeigt mir ein Büschel blonder Puppenlocken in ihrer Hand.
   Mein Sohn blitzt sie nur böse an.
   »Und wieso hat Stephan das gemacht?«, frage ich nach. Schließlich bin ich lange genug Mutter, um zu wissen, dass hinter einem Streit meistens zwei stecken.
   »Ich habe ihm nur erzählt, dass Kim gesagt hat, seine Frisur sehe blöd aus.«
   »Das stimmt doch gar nicht. Du hast gesagt, ich sehe aus wie ein Mädchen!« Stephan schüttelt energisch seinen braunen Lockenkopf, der tatsächlich dringend mal wieder geschnitten werden muss.
   »Das habe ich gar nicht. Außerdem …«, beginnt Janina dagegen zu wettern.
   »So, Kinder. Ich habe jetzt genug von dem Zirkus. Entweder, ihr vertragt euch, oder ich fahre euch morgen nicht auf den Geburtstag! Und jetzt macht eure Hausaufgaben!«, fahre ich dazwischen.
   Schmollend verziehen sie sich wieder ins Esszimmer. Die Drohung hilft in den meisten Fällen.
   Seufzend blicke ich auf den Berg Wäsche, der noch immer zerknittert vor mir liegt und greife nach dem Bügeleisen, das ich bei Janinas Auftauchen zur Seite gestellt habe. Kaum sind drei Kleidungsstücke geschafft, als ich erneut Geschrei höre. Stöhnend stelle ich das Bügeleisen wieder zur Seite und warte, dass einer der Zwillinge hereinplatzt und mir erzählt, um was es jetzt wieder geht. Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, im Irrenhaus gelandet zu sein.

Kapitel 1

Bei Mikes Heimkehr von der Arbeit haben die Zwillinge ihre Hausaufgaben beendet und spielen im Garten Verstecken. Durch das geöffnete Küchenfenster ertönt immer wieder ihr Kichern. Ich genieße den aktuellen Frieden, öffne den Deckel des Kochtopfes und steche mit einer Gabel in die Kartoffeln, um zu überprüfen, ob sie gar sind. Lange dürfte es nicht mehr dauern. Die Hähnchenschenkel, die ich vorbereitet habe, sind goldbraun und duften so köstlich, dass ich schon jetzt weiß, dass ich mich wieder nicht zusammenreißen kann und viel zu viel davon essen werde. Wehmütig blicke ich auf die kleine Speckfalte an meiner Hüfte, die ich seit der Geburt der Zwillinge einfach nicht mehr wegbekomme – weder mit Pilates, Yoga oder Joggen.
   »Hallo Anna, was gibt’s zu essen?«, höre ich Mike im Gang rufen. Seine tägliche Standardfrage.
   Ich verdrehe kurz die Augen, bevor ich ihm das Gericht zurückrufe. Ein zustimmendes Grummeln sagt mir, dass er mit dem Abendessen zufrieden ist. Wenn ich mir einmal herausnehme, eine Gemüsepfanne oder Spinat zu kochen, klingt sein Grunzen wie das eines sterbenden Schweins, als würde ich ihm Hundefutter oder so etwas vorsetzen.
   Ich gehe zurück zu meinem Topf Kartoffeln und steche noch einmal hinein. Jetzt sind sie perfekt! »Essen ist fertig!«, brülle ich, so laut ich kann, durch das gekippte Fenster und stelle den Topf und das Blech voller Hähnchenschenkel auf den Esstisch.
   Es dauert nicht lange, bis die Zwillinge hereingerannt kommen – natürlich ohne ihre Schuhe im Vorraum auszuziehen. »Janina, Stephan! Schuhe aus!«, sage ich warnend und rufe ihnen noch hinterher, dass sie sich die Hände waschen sollen. Kurz bin ich drauf und dran, auch Mike ins Bad zu schicken, doch ich schlucke den Satz hinunter. Ich weiß, er würde nur wieder den ganzen Abend schweigen. Nicht, dass es einen großen Unterschied macht, aber ich habe trotzdem keine Lust auf die eisige Wolke, die dann stundenlang über uns schwebt.
   »Wo ist Manuela?«, fragt er, als ihm der leere Platz neben ihm auffällt.
   »Im Schullandheim. Sie hat sich doch heute Morgen von dir verabschiedet«.
   Mike nickt. Es scheint ihm wieder einzufallen, dass seine älteste Tochter für eine Woche ausgeflogen (...)

Mehr Leseempfehlungen