Teresa Nagengast

Frauenromane

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Das Mädchen, das auszog, seine Mutter zu suchen

Alessia will nur eines: aus dem kleinen sizilianischen Dorf abhauen, ihre Mutter, eine berühmte deutsche Schauspielerin, finden und in ihre Fußstapfen treten. Dafür lässt sie sogar ihren geliebten Vater und ihren besten Freund Fernando zurück. Das Glück scheint zum Greifen nah, als sie bereits im Flugzeug Alexander, den Sohn eines erfolgreichen Model-Agenten, kennenlernt, der ihr nicht nur verspricht, sie zu ihrer Mutter zu führen, sondern ihr auch einen Job anbietet. Alessia nimmt an und wird schon bald das Gesicht einer aufstrebenden Modemarke. Doch ist es das, was sie wirklich will? Und wieso scheint Alexanders Vater sie davon abhalten zu wollen, ihre Mutter zu finden? Irgendetwas scheint in der Vergangenheit vorgefallen zu sein, dass Alessia auf keinen Fall erfahren darf.

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    Teresa Nagengast

Vita

Teresa Nagengast (25) lebt mit ihrem Lebensgefährten im ländlichen Bereich in Mittelfranken. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie erst in einem Bildungsverlag und mittlerweile als Online-Redakteurin für eine Tageszeitung. Seit zwei Jahren veröffentlicht sie zudem mit Begeisterung ihre eigenen Romane. Die Sparte reicht hierbei von Frauenromanen über Dramen bis hin zu fantasievollen Jugendbüchern.

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Teenagerin sucht verschwundene Mutter

Teenagern Alessia haut von zu Hause ab, um nach ihrer verschwundenen Mutter zu suchen. Im Flugzeug bietet ihr ein Fremder an, sie zu ihrer Mutter zu bringen und ihr ein Dach über den Kopf zu geben. Doch steckt wirklich nur Freundlichkeit hinter dem Angebot? Oder liegen dahinter vielleicht doch andere Ziele?

Leseprobe

Prolog


Das Quietschen der Autoreifen hallte noch immer in Amandas Ohren, gefolgt von einem schrecklich lauten Knall. Wenn sie die Augen schloss, sah sie vor sich den zerbeulten Wagen und das Blut, das Samanthas Haare verklebte und auf das Armaturenbrett tropfte. Sie wusste noch, wie sie vor Grauen die Hände vor den Mund geschlagen und fassungslos zugesehen hatte, wie Til zu dem Auto gerannt war, um seine Frau zu retten.
   Es war ihre Schuld, das war allein ihre Schuld. Auch jetzt noch, viele Jahre später. Verzweifelt blickte sie zu ihrer Tochter, die unbekümmert vor sich herplapperte und aus dem Fenster des Taxis blickte, unwissend, dass sie ihre Mutter wohl zum letzten Mal sehen würde. »Es tut mir leid, Alessia. Es tut mir schrecklich leid«, flüsterte Amanda und küsste sie auf die wilde Lockenmähne.
   Sie griff an ihr Dekolleté und strich mit zittrigen Fingern über das Amulett ihrer Mutter, in dem sie ein Foto von Alessia aufbewahrte. Dann erreichten sie ihr Ziel, und Amanda wusste, es war an der Zeit, Abschied zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass Salvatore die Kleine aufziehen würde.

Kapitel 1

Sobald entschieden ist, dass etwas gemacht werden kann und soll, werden wir auch einen Weg dazu finden.

Abraham Lincoln


Alessia lag mit ausgebreiteten Armen auf ihrem Bett. Der Wind, der mit der Dunkelheit aufgekommen war, ließ die weiße Gardine an der geöffneten Balkontür wie ein Gespenst hin und her schaukeln, und der große Ventilator, der in der Ecke des Zimmers stand, versuchte, die Hitze des Tages zumindest zum Anbruch der Nacht zu verscheuchen. Alessia schwitzte trotzdem. Bis auf die kühleren Tage im Winter schwitzte sie fast immer.
   Hundegebell aus Campofelice di Roccella wehte mit der warmen Brise zur Balkontür herein. Die Dorfhunde vertrieben vermutlich Streuner, von denen es auf Sizilien Tausende gab. Auch sie fühlte sich beinahe wie einer, seitdem sie vor über vierzehn Jahren in das Dorf gekommen war.
   Damals war sie gerade einmal drei Jahre alt gewesen und hatte nicht verstanden, warum ihre Mutter sie aus dem kühlen Deutschland zu ihrem Vater auf die Mittelmeerinsel gebracht und dort alleingelassen hatte. Auch jetzt konnte sie es nicht verstehen.
   Frustriert starrte sie an die Decke, deren Weiß durch das Licht, das durch die schmale Glasluke über ihrer Tür hereindrang, sanft beleuchtet wurde. Ein haselnussgroßes Loch war dort zu erkennen, und vage erinnerte sie sich daran, mit ihrem besten Freund Fernando einmal aus Versehen einen Stein emporgeschossen zu haben. Wenn sie sich recht entsann, hatten sie mit einer selbst gebauten Steinschleuder gespielt. Sie kannte Fernando seit über elf Jahren. Er war der erste und einzige Mensch, mit dem sie, abgesehen von ihrem Vater, ihre Zeit verbrachte. Fernando wohnte mit seinen fünf Brüdern und seinen Eltern nicht weit von hier an der Hauptstraße des kleinen Ortes in einem Haus, an dem sich der Putz bereits ebenso schälte wie an ihrem eigenen. Es kam nicht oft vor, dass er einen ganzen Nachmittag frei hatte, denn als Ältester der Bande musste er sich um seine Brüder kümmern und seinen Vater in der Werkstatt unterstützen. Dementsprechend verdreckt, mit Öl an den Händen und im Gesicht, kam er, so oft er konnte, zu Alessia herübergelaufen, mit dieser ganz bestimmten fröhlichen Hüpfart, die sie jedes Mal zum Lachen brachte.
   Fernando. Alessia seufzte. Für einen Augenblick überfiel sie ein schlechtes Gewissen. Sie wusste, wie schmerzlich es ihn treffen würde, wenn er von ihrem Plan erfuhr, doch sie konnte ihn unmöglich einweihen. Er würde sie davon abhalten oder mitkommen wollen, doch das, was sie vorhatte, konnte sie nur allein schaffen.
   Ein Knall, gefolgt von einem gellenden Schrei, hallte durch die geöffnete Balkontür.
   Alessia ließ sich davon nicht aufschrecken.
   Es war Sonntag, und somit war sie an die Geräusche gewohnt. Sonntags und montags liefen in dem Freilichtkino, das an ihr Haus angrenzte, bis in die Nacht Actionthriller und Wildweststorys. Früher hatte sie Abend für Abend auf dem dunkelgrünen Geländer gesessen und versucht, über die dreckige Steinmauer auf die große schwarze Leinwand zu blicken. Mittlerweile war sie gut einssiebzig groß und konnte gut die Hälfte des (...)

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