Antonia Anders

Fantasyromane

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Salzwassertinte

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Eine Buchhandlung am Ende der Welt. Lilja Sedewick könnte sich keinen schlimmeren Ort für ein Praktikum vorstellen. Verschlungene Schachpartien und Mathematik, das ist ihre Leidenschaft. Doch um ein Studium in Amerika zu finanzieren, muss sie sich den Bedingungen ihrer wohlhabenden Mutter fügen. Widerwillig reist Lilja auf die Nordseeinsel Greeglund und beginnt ihre Arbeit im Buchladen. Der pragmatischen Achtzehnjährigen stellen sich schon bald ungeahnte Herausforderungen. Ned ist eine von ihnen. Eine Zusammenarbeit mit dem unverbesserlichen und leider unverschämt attraktiven Literaturkenner scheint nahezu unmöglich. Bei einer ihrer Auseinandersetzungen stößt Lilja auf ein altes Notizbuch und beginnt, ihre Gedanken darin festzuhalten, bis auf den weißen Seiten plötzlich Botschaften erscheinen. Es ist die ehemalige Besitzerin des Notizbuchs – und sie fleht Lilja an, ihren Mörder zu finden. Gemeinsam mit Ned begibt sich Lilja auf eine rätselhafte Suche. Zwischen ihnen knistert es gewaltig, doch kann sie riskieren, ihm zu vertrauen? Lilja muss eine Entscheidung treffen, denn auch sie schwebt inzwischen in Lebensgefahr ...

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Vita

Antonia Anders

Antonia Anders studiert Kommunikationswissenschaften, drückt sich aber am liebsten durch das geschriebene Wort aus. Fantasy ist dabei ihre große Leidenschaft. Von Kindesbeinen an verschlang sie Dutzende Bücher, bis sie selbst mit dem Schreiben begann und 2016 ihr erster Roman „Ebelle“ veröffentlicht wurde. Wenn sie nicht gerade an Ideen tüftelt, lässt sie sich von Musik, Tee und HBO-Serien inspirieren. Ihr Geheimrezept für jeden Regentag.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Kapitel 1

Auch an diesem Morgen hatte mich der frühe Vogel hämisch krächzend überholt.
   »Aufpassen, Fräulein!«
   »’Tschuldigung!«
   Wohl ebenfalls kein Frühaufsteher. Ohne einen Blick zurückzuwerfen, stürmte ich im Laufschritt durch den herbstlichen Park, während ich sorgenvoll auf das Display meines Handys schielte.
   Es ging schon lange nicht mehr um Pünktlichkeit. Nur noch um Schadensbegrenzung. Schnaufend beschleunigte ich meine Schritte und registrierte, dass es unter so einem dicken Daunenmantel wirklich unangenehm heiß werden konnte. Wie hielt Mum das nur aus? Erneut sah ich mich gezwungen, einigen frühmorgendlichen Joggern auszuweichen, die mit mir um das sportlichste Tempo konkurrierten.
   Kaum hatte ich den Park verlassen und mein Gleichgewicht auf dem glitschigen Boden wiedergefunden, da klingelte auch schon mein Handy. Verdammt.
   »Ja?« Ich hetzte außer Atem den Asphaltweg hinunter, während mein grüner Schal hinter mir her flatterte wie eine Fahne.
   »Wo bleiben Sie, Frau Sedewick? Ihre Schicht hat bereits vor zwanzig Minuten begonnen«, lautete die unfreundliche Begrüßung.
   »Keine Sorge, ich bin so gut wie da«, log ich mit atemloser Stimme, hielt mir eine Hand an die Hüfte, um das Seitenstechen zu unterdrücken, und durchforstete fieberhaft meine Gedanken nach einer passablen Ausrede. »Die U-Bahn ist ausgefallen, deshalb musste ich, hallo …?« Meine Chefin hatte bereits aufgelegt. Vermutlich deshalb, weil ich die Geschichte von der U-Bahn schon einmal erzählt hatte.
   Sechs Querstraßen, vier erzürnte Spaziergänger und eine unfreiwillige Schlitterpartie auf den feuchten Herbstblättern später, hatte ich mein Ziel tatsächlich erreicht.
   In Windeseile rauschte ich die Stufen hinunter auf das modern schnittige Gebäude des Bonner Kunstmuseums zu. Ich hatte heute Morgen nicht mehr gehofft, pünktlich zu kommen, vielmehr hatte ich gehofft, noch so wenig zu spät zu kommen, dass keiner etwas bemerkte.
   Für die beeindruckend hohe Vorderfront, die schlanken weißen Säulen, die geometrische Einfachheit und das zeitlos schlichte (niemals würde ich sagen anonyme und langweilige) Design hatte ich heute kaum einen Blick übrig. Mit verschwitztem Gesicht, prustend wie ein Walross und windzerzausten Haaren kam ich in der Eingangshalle an, blieb kurz stehen, um ein wenig Atem zu schöpfen, und steuerte anschließend zielstrebig den Personalbereich hinter den Kassen an. Dort, wo die Jacken und Mäntel verantwortungsvollerer Mitarbeiter als mir hingen, wartete auch bereits meine Chefin Frau Kopetzki auf mich.
   »Dreißig Minuten«, sagte sie und sah mich streng an.
   Insgeheim wettete ich, dass sie neben ihrer Armbanduhr noch eine höchst präzise Stoppuhr in der Tasche ihres makellos weißen Blazers mit sich herumtrug.
   »Tut mir leid«, murmelte ich und gab mir Mühe, ein möglichst zerknirschtes Gesicht aufzusetzen.
   »Sie werden nun an der Kasse sofort Ihre Arbeit aufnehmen, Frau Sedewick«, erwiderte meine Vorgesetzte mit geschürzten Lippen. »Wir unterhalten uns später noch einmal.« Auf hohen Absätzen trippelte sie davon, während ich hinter ihrem Rücken genervt die Augen verdrehte.
   Kopetzki war meiner Meinung nach die absolute Verkörperung dieses Museums: kühl, makellos und vor allem korrekt. Ich konnte mich immer noch nicht daran gewöhnen, von ihr mit einem strengen »Frau Sedewick!« abgekanzelt zu werden. Immerhin war ich erst vor ein paar Monaten achtzehn geworden und gefühlsmäßig in diese Anrede noch nicht ganz hineingewachsen.
   Eilig zupfte ich an meinem schwarzen Wollpullover herum, dem Elegantesten, das mein Kleiderschrank hergab (auch wenn meine Mum ihn ursprünglich für Beerdigungen gekauft hatte) und trollte mich an meinen Arbeitsplatz.

An der Kasse des Museumsshops zu arbeiten, war, um ehrlich zu sein, nie mein großer Traum gewesen – und dass mich ein älterer Herr an diesem Morgen darauf hinwies, dass ich meinen Pullover mit dem Etikett nach außen trug, definitiv ein wahrgewordener Albtraum. Verschämt musste ich mich für zehn Sekunden unter die Theke ducken, um ihn wieder richtig herum anzuziehen.
   Der Museumsshop war ein (...)

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