Kyra Dittmann

Fantasyromane

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Blütenweißer Hass - Narrando 2

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Naturkatastrophen und Atomkriege haben die Welt beinahe zerstört. Während sich die Natur regeneriert und die Spuren der Verwüstung allmählich überwuchert, entwickelt sich aus der Kluft zwischen Arm und Reich ein unüberwindbarer Graben. Die Bevölkerung ist gespalten: Die Reichen und die Regierung leben in gesicherten Hot Blood-Bezirken und die armen Parias hausen in den Ruinen außerhalb. Nagende Zweifel treiben Jai zu einer folgenschweren Entscheidung. Vella muss sich ihrem Schicksal stellen und einsehen, dass es persönliche Entscheidungen im Leben gibt, die einem größeren Zweck unterliegen. Liebe ist eine davon. Und wer richtet über den Wert der Liebe, wenn das Überleben der Menschheit davon abhängt?

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Vita

Kyra Dittmann

Kyra Dittmann wurde 1972 in Bonn geboren. Nach einer Schreinerlehre hat sie langjährige Berufserfahrung in Handwerk und Beratung gesammelt. Fesselnde Abenteuergeschichten haben seit jeher ihr Leben bereichert - sowohl die gelesenen, geträumten und gelebten. 2010 hat sie als freiberufliche Autorin ihre Weichen neu gestellt und den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Sie absolvierte diverse Schreib- und Drehbuchseminare, unter anderem am Filmhaus Köln. Nebenbei arbeitet sie als Reitlehrerin und Eventmanagerin für Kinder. Sie lebt mit ihrem Mann, den fünfzehnjährigen Zwillingstöchtern und jeder Menge Romanfiguren in Bonn.

Leseprobe

Prolog

Schattenhafte graue Wolkenbilder schoben sich über dem schwarzen Firmament zu einer undurchdringbaren Masse zusammen. Der eben noch klare Sternenhimmel verdüsterte sich zunehmend. Sie hatte befürchtet, dass sich die alte Weisheit ihrer Ahnen bewahrheiten würde. »Traue nie der Ruhe vor dem Sturm«.
   Die Erfahrung hatte sie gelehrt, dass auch die kleinsten Anzeichen eine ernst zu nehmende Gefahr bedeuten konnten. In Sekundenschnelle braute sich ein Unwetter von der Stärke eines Orkans zusammen, das unangenehme Erinnerungen an lang vergangene Zeiten weckte.
   Sie spürte das Zittern der Erde, das wie ein Windhauch durch ihren Körper fuhr. Leise und zart schlich es näher, bahnte sich an, bis es hinterhältig und heimtückisch ihre schlimmsten Ängste entfesselte. Sie ahnte instinktiv, dass etwas nicht stimmte. Aus dem Zittern schwoll ein Beben, dem ein Grollen entstieg, dass man glauben konnte, der Teufel erwachte. Bäume und Sträucher rissen aus ihren Verankerungen, der Boden brach auf und hinterließ tiefe Gräben, auf deren Grund Lava brodelte. Hatten sich wirklich Zugänge zur Hölle geöffnet? Oder lag es an dem Grauen, das diese Katastrophe hinterließ und ihre Erinnerung verzerrte?
   Ob es einem Wunder glich oder vielmehr einem Fluch, dass die Erde trotz tagelangem Beben nicht auseinanderbrach, vermochte sie nicht zu sagen. Mit Sicherheit aber bedeutete es die letzte Warnung. Die ultimative Mahnung vor dem Untergang. Die Menschen mussten sich dieser Drohung wohl oder übel beugen, das Erdbeben raffte den Großteil des Lebens dahin. Mensch und Tier.
   Seit diesem Tag lauerten ihre Sinne geschärft unter der Oberfläche. Immer auf der Hut, wie ein Raubtier, das sich an seine Beute anpirscht. Sie hatte dieses Gewitter kommen sehen, das Unheil in der Luft geschmeckt und das Zittern der Erde gespürt, lange bevor es sie erreichte. Mit erschreckender Gewissheit wusste sie, dass der Himmel nur die Geschehnisse der Erde widerspiegelte. Der Sturm würde sich ihrem Schützling in den Weg stellen, der Donner würde seinen Zorn verbreiten und das Gelingen ihres Plans gefährden.
   Der Wind blies ihr eisig ins Gesicht. Sie zog die Kapuze tiefer in die Stirn. Vielen Gefahren hatte sie getrotzt, sie würde auch diese überstehen. Sie hatte sich geschworen, nicht eher zu gehen, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt war.
   Müde kehrte sie dem Nord-Palast den Rücken und begann den Abstieg. Das Gewicht ihres Körpers lastete schwer auf ihren Knochen. Sie glaubte beinahe, ein leises Ächzen in ihnen zu hören, bei jedem Schritt, den sie sich vorwärts schob. Ihre alten Knochen eigneten sich nicht mehr für solche Anstrengungen, doch sie beschwerte sich nicht. Sie allein hatte diese Unruhe ausgelöst und mit dem Kind einen Pfad geebnet, der nicht nur den Weg für das Gute öffnete, sondern auch das Böse heraufbeschwor. Der erste Schritt war der schwerste gewesen, alle weiteren würden nicht viel leichter werden. Sie hatte es gewusst, aber ihre Entscheidung nie bereut.
   Ihre knochigen Finger krampften sich um den Stock, der unter der Last zu brechen drohte. Schritt für Schritt stieg sie hinab, während sich das Gewitter über ihr zusammenzog. Mit letzter Kraft erreichte sie die Höhle, die verborgen am Fuße des Berges lag. Noch einmal ließ sie den Blick über den Horizont schweifen. Die Wolken bildeten bizarre Formen, das Mondlicht warf diffuse Schatten über die Ebene und oben auf dem Berg erkannte sie die Silhouette eines Wolfes. Die Ohren wachsam aufgestellt, den Kopf stolz erhoben, symbolisierte er das Sinnbild der Rebellion.

Kapitel 1
Massiver Verdacht

Die aufsteigende Übelkeit verkrampfte seinen Magen. Jai kämpfte gegen das übermächtige Gefühl, das ihn belegte wie ein böser Fluch. Das Mädchen auf dem Foto war niemand anderes als Vella! Daran bestand kein Zweifel. Trotzdem weigerte er sich, zu begreifen, was er deutlich vor sich sah. »Das glaube ich nicht!«
   Riva lächelte mitleidig. »Du wirst es glauben müssen, Jai. Das Foto stand im Palast, mitten im Esszimmer. Niemand stellt sich ein Bild seiner Dienerin auf. Sie ist die Tochter des Präsidenten.«
   Er schüttelte den Kopf und fuhr sich über die Stirn, bemüht, seinen Schmerz vor Riva zu verbergen. Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen (...)

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