Dorothe Zürcher

Fantasyromane

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Das Gamma-Lächeln

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Die perfekte Gesellschaft zwingt Naidu, sich glücklich zu fühlen. Seither träumt sie von Hass und Liebe. Aber darf sie deswegen ihre Mitmenschen verraten? Naidu ist begeisterte Anhängerin eines Systems, das durch Nervenmanipulation seine Bürger von allen Ängsten befreit. Sie lässt sich Aktosensoren einoperieren, um die Gedanken anderer zu kontrollieren. Als sie entdeckt, dass ihre Mitbewohnerin Sendre die Höhen und Tiefen ihrer Gefühle auslebt, ist sie fasziniert. Sie lässt sich auf eine verbotene Freundschaft ein, um in Sendres Gefühlswelt einzutauchen. Da wird Sendre entdeckt. Sie bittet Naidu, Informationen in das verseuchte Rebellengebiet zu schmuggeln. Dort lebt Karol, der Mann, für den Sendre leidenschaftlich brennt und Naidu mit ihr.

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    Dorothe Zürcher

Vita

Dorothe Zürcher

Dorothe Zürcher knobelt in der Nacht oder in der Einsamkeit der Berge an spitzfindigen Charakteren und überraschenden Wendungen. Sie wurde 1973 in Zürich geboren, ist verheiratet und arbeitet an der Oberstufe. Alle paar Jahre nimmt sie sich eine Auszeit, um mit ihrem Mann die Welt zu bereisen. Nach mehreren Kurzgeschichten wurde 2014 ihr Fantasy-Debüt „Tamonia“ veröffentlicht. 2015 folgte der Urban Fantasy „Der schwarze Garten“. 2016 wurde ein Hörspiel von ihr im Radio SRF ausgestrahlt. Dorothe Zürcher ist Mitglied bei AdS (Autoren und Autorinnen der Schweiz) und Mitbegründerin des Vereins Schweizer Phantastikautoren (VSPA).    

Weitere Bücher aus diesem Genre

Breaking News

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Ausgestoßene Schmuggler werden immer dreister

Gestern ist dem Sicherheitsdienst bei der Autobahn-Raststätte RY eine Schmugglerin in die Hände gefallen. Das Sicherheitssystem gab Alarm, als die junge Frau gescannt und nicht identifiziert werden konnte. Vermehrt sind ausgestoßene Schmuggler wieder gesichtet worden. Sie dringen mit falschen Pässen in unsere Städte vor und entwenden hart erarbeitete Güter. Die Regierung weist darauf hin, dass diese Individuen sich weigerten, friedlich in unserer Gesellschaft zu leben und darum ins Ödland ausgestoßen worden sind. Der Sicherheitsdienst bittet die Bevölkerung, jeden Verdächtigen zu melden.

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Junge, attraktive Lehrerin verschwunden

Seit gestern Vormittag wird Naidu P. vermisst. Sie hat das Auto ihrer Mitbewohnerin A. ausgeliehen und ist seither nicht zurückgekehrt. Das Auto ist leer auf einen Autobahnparkplatz in der Nähe der verseuchten Gebiete aufgefunden worden. Die Polizei nimmt an, dass Naidus dritte Mitbewohnerin S. mit dem Verschwinden etwas zu tun haben könnte. S. wird seit zwei Tagen wegen illegalen Schmuggels polizeilich gesucht. Naidu ist 178 cm groß, trägt ein gelbes Sommerkleid und hat lange braune Haare. Die Polizei ist für jeden Hinweis dankbar.

Leseprobe

April 2118
Hormonschwankungen

Der Junge saß auf dem untersten Ast und starrte sie mit aufgerissenen Augen an.
   »Jarob.« Naidu lächelte ihn an und streckte die Hand aus. »Komm zu mir.«
   Er schüttelte heftig den Kopf.
   »Jarob!« Naidu senkte ihre Stimme. »Wir werden zusammen alles klären. Gib mir die Hand!«
   Er schreckte zurück und umkrallte den Baumstamm, als hinge sein Leben davon ab. »Du wirst in mich eindringen!« Seine Stimme tönte schrill.
   Naidu ließ durch ihren Veredler mehr Gammawellen in ihren Körper strömen. Aufatmend nahm sie das beruhigende Vibrieren in sich wahr. Jarob sollte ihre Ruhe spüren und so mehr Vertrauen zu ihr aufbauen. »Ich helfe dir. Alles wird gut.«
   Der Junge zögerte. Naidu behielt ihr Lächeln. Alle Fluchtwege waren ihm abgeschnitten, er hatte keine Wahl. Nach einer Weile senkte er den Blick. Zitternd streckte er seine Hand aus. Naidu wartete, bis er ihre Finger berührte. Dann packte sie seine Hand und jagte durch ihre Aktosensoren Betawellen in seinen Körper. Jarob keuchte auf. Seine Augen verdrehten sich leicht. Endlich lächelte er dümmlich.
   »Spring«, flüsterte sie.
   Elegant und ohne ihre Hand loszulassen, landete er neben ihren Füßen. Er lächelte auch noch, als sie sich zu ihm neigte und ihre Stirn auf die seinige legte.
   Obwohl Naidu schon seit Jahren mit Pubertierenden arbeitete, traf sie die Gedankenverbindung immer noch wie ein Schlag. Wirre Gedankenfetzen, Bilder aus verschiedensten Erinnerungen, alle durch den grauen Filter der Angst gefärbt, jagten umher. Wie schafften es die Unveredelten nur, damit zu leben?
   Zum Glück waberten die gegenwärtigen Erlebnisse zuvorderst herum: Jarob hatte von einem Kollegen verbotene Bilder von nackten Frauen bekommen. Davon ganz erregt, hatte er in der Pause in der Jungentoilette masturbiert und war von einem Klassenkollegen gehört worden. Dieser wollte den Vorfall gleich dem Betreuer melden, aber Jarob hatte ihn noch in der Toilette erwischt und zugeschlagen. Spätestens bei der nächsten Gedankenkontrolle wäre der Vorfall an den Tag gekommen. Jarob war gleich darauf aus der Betreuungsanlage geflohen.
   Naidu richtete sich auf, blinzelte, bis sie ihre Umgebung wieder wahrnahm. Beruhigend legte sie dem Jungen eine Hand auf die Schulter.
   »Wir gehen zusammen zurück.« Ihre Stimme klang immer noch warm und weich. Der Junge verzog das Gesicht, als würde er gleich zu weinen anfangen.
   Sie lächelte immer noch lieblich, als sie Jarob an der Hand zum Institut führte. Warum waren dessen Hormonschwankungen nicht erkannt und gemeldet worden? Warum hatte niemand sein aufkeimendes Interesse an seiner Sexualität bemerkt? Jarob würde sich ein paar Wochen täglich einer Untersuchung beim Arzt und seinem Gedankenbetreuer unterziehen müssen. Er würde Spritzen bekommen, damit er und sein Körper besser lernten, seine Triebe zu kontrollieren. Sie verzog kurz den Mund. So etwas durfte nicht geschehen.
   Wäre der Junge in eine öffentliche Schule gegangen, hätte man seit seinem zehnten Lebensjahr seinen Hormon- und Gefühlshaushalt stärker überwacht und mit Medikamenten ausgeglichen, doch Jarob lebte in einem staatlichen Institut für Hochbegabte, wo man so wenig wie möglich in den biochemischen Körperhaushalt des Zöglings eingreifen wollte, bis der Junge ausgereift war.
   Die Nacktbilder steckten im Futter seiner Arbeitsmappe. Der Überbringer der Bilder würde heute Nachmittag beim Leiter vorsprechen müssen. Naidu hatte ihn in den Gedanken des Jungen erkannt. Missbilligend schüttelte sie den Kopf. Die Bilder mussten sehr alt sein, seit dem Wasserkrieg war so etwas nicht mehr hergestellt worden. Durch ihre Aktosensoren jagte sie weitere Betawellen in den jungen Körper. »Wir gehen zuerst zum Arzt. Dann wirst du dich bei deinem Kameraden entschuldigen.«
   Der Junge sah sie mit einem verschleierten Blick an. »Gern, Naidu.«

Gedankenkontrolle

Die letzten Sonnenstrahlen spiegelten sich an den hohen Glaswänden der Gebäude, als die Schwebebahn Naidu zurück in die Stadt brachte. Abgesehen vom Vorfall am Morgen war der Tag ruhig verlaufen. Ihre Zöglinge hatten Sport getrieben, geschrieben und (...)

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