Astrid Amadori

Krimis & Thriller

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Egel

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Drei alte Freunde, wieder vereint. Und ein vierter, der Rache will. Wien, mitten in den achtziger Jahren: Für Chefinspektor Robert Weiss beginnt eine Reise in die Vergangenheit, als er zu einem Tatort gerufen wird und den dort liegenden Toten als seinen langjährigen Freund erkennt. Der Vorfall verbindet ihn mit einem weiteren Jugendfreund. Auf der Suche nach Antworten kommen sie einem alten Bekannten gefährlich nahe. Dieser ist davon besessen, sich für einstige Demütigungen zu rächen und treibt im düster-herbstlichen Wien sein Unwesen.

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Vita

Astrid Amadori

Astrid Amadori wurde 1977 in Darmstadt/Deutschland geboren. Sie studierte Kunst mit Schwerpunkt Illustration und wanderte 2006 nach Wien aus, um sich beruflich zu verwirklichen. Als Illustratorin veröffentlichte sie erfolgreich ein Tarotkartenspiel, erstellte unzählige Motive für Werbung und Buchcover für Verlage. Als Schriftstellerin verfasste sie Kurzgeschichten und bisher drei Romane. Sie lebt noch heute mit ihrem Mann und zwei Kindern in Wien und ist derzeit Doktorandin an der dortigen Universität für angewandte Kunst.

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Leseprobe

Prolog

»Ich sag euch, es gibt wirklich Biber hier!«, beharrte der junge Blondschopf und zog noch einmal an seiner Zigarette.
   Die beiden anderen sahen ihn an und grinsten. Einer leerte sich den letzten Rest Ottakringer Bier in den Mund, gurgelte und schmiss die Flasche in das dunkel dahinströmende Wasser des Donaukanals. »Umweltverschmutzer«, grunzte er.
   Die drei Jungs hatten sich nachmittags hier getroffen, um in Ruhe zu rauchen, Bier zu trinken und die Zeit bis zum Abend totzuschlagen. Am Donaukanal nahe der Rotundenbrücke konnte man, wenn keine Fischer den Platz besetzten, ungestört herumlungern und machen, was man wollte. Jetzt war es jedoch schon fast dunkel, und es wurde ziemlich kalt.
   Der Blondschopf brach einen Ast vom niedrigen Ufergebüsch und stocherte damit im Wasser herum. »Ist doch eh nur Müll hier drin. Aha, ich hab schon was erwischt!« Er hatte etwas Unförmiges mit dem Stock aufgespießt und zog es heraus. »Eine … es ist eine …« Er sah entsetzt auf sein Fundstück.
   Der Junge, der die Bierflasche geworfen hatte, stand langsam auf, traute sich aber nicht näher heran. »Eine Hand«, flüsterte er.
   Der Blondschopf ließ augenblicklich den Stock auf den steinigen Boden fallen, wo er mitsamt dem Fundstück wieder in Richtung Wasser rollte.
   Die beiden Jungen standen da und sahen entsetzt zu.
   Da erhob sich der dritte, ging lässig hinüber zu dem Fang, begutachtete ihn und lachte. »Mann, das ist die Hand von ’ner Schaufensterpuppe. Seid ihr jetzt total deppert?«
   Betretenes Schweigen.
   Trotzdem traute sich keiner mehr, den Stock oder gar die Hand anzufassen. Beides wurde über Nacht weggeschwemmt, als der Wasserpegel durch den einsetzenden Herbstregen stieg.
   Aber nur einige Meter weiter verfing sich in dieser Nacht tatsächlich jemand im Ufergebüsch. Langsam strichen Finger unter Wasser dahin, ganz sanft hakte sich ein dünner Ast in ein Hosenbein, und dann endete Toni Ebners stille Reise am Ufer des Donaukanals. Der neununddreißigjährige Jurist war wenige Stunden zuvor im dunklen Wasser ertrunken, und erst am Nachmittag des folgenden Tages sollte sein Körper gefunden werden.

Kapitel 1

Robert stand in Mantel und Schuhen im Flur seiner Wohnung und sah betrübt zum halbdunklen Wohnzimmer hinüber. Dort saß seine Frau Sabine kerzengerade und reglos auf der Couch, den Blick zum ausgeschalteten Fernseher gewandt. Neben ihr lag bäuchlings ihre kleine Tochter – Katrin, sechs Wochen alt. Sie hatte den herzigen rosa Strampelanzug an, den Robert schon vor der Geburt gekauft hatte. Er war noch viel zu groß, aber trotzdem hatte Sabine ihn ihr angezogen. Das machte Robert stolz. Da lag nun das kleine Bündel, halb mit einer Häkeldecke zugedeckt, und bewegte im Schlaf kurz die Hand. Sabine jedoch blieb reglos.
   Robert sagte ganz leise »Bis nachher«, und als keine Antwort kam, verließ er auf Zehenspitzen die Wohnung.
   Draußen ließ sich sofort ein unangenehmer Nieselregen auf seinen neuen Mantel nieder. Robert fluchte leise. Er hatte fest vorgehabt, dieses Wochenende zu Hause bei Frau und Kind zu bleiben, in der Hoffnung, es würde irgendetwas bringen. Aber als am späten Nachmittag der Anruf aus dem LKA kam, dass eine Leiche beim Donaukanal gefunden worden war, wurde er offiziell erlöst und konnte gehen. Trotzdem plagte ihn das schlechte Gewissen, und er verzog das Gesicht, als er in sein Auto stieg. Dann auch noch Regen. Der Herbst war vorbei, und man musste sich mit dem Winter abfinden. Im Geiste hörte Robert die Wiener sich erst über den Schnee beschweren, dann über die Schneeschmelze und dann wieder über die unerträgliche Sommerhitze. Er seufzte.
   Die Fahrt vom zweiten Wiener Bezirk Leopoldstadt zum Donaukanal dauerte nur kurz. Robert parkte und ging die Treppen neben der Rotundenbrücke hinunter zum Wasser. Den abgesperrten Fundort sah man schon von Weitem. Mitarbeiter der Spurensicherung in ihren weißen Overalls gingen umher. Gerichtsmediziner Dr. Kruger war bereits da und unterhielt sich angeregt mit einem Mitarbeiter der Spurensicherung. Jemand stellte Scheinwerfer auf und rollte ein Stromkabel bis zu einem mobilen Aggregat. Schaulustige gab es aufgrund des Wetters wenige. Ein Mann mit (...)

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