Paul Weiler

Krimis & Thriller

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Der Tag der Engel

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Spannender Wissenschaftsthriller zum Thema Alternsforschung und ewige Jugend. Werden wir Alter und Tod überwinden können? Davon ist der anonyme Auftraggeber überzeugt, der den Biomediziner John Flender für ein exklusives Forschungsprojekt gewinnen will. Obwohl die ungewöhnlichen Umstände des Angebotes ihn zunächst zögern lassen, stellt John sich der Herausforderung. Er begibt sich auf ein abgelegenes Cottage in Südengland, wo er am genetischen Code zu forschen beginnt. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt besteht fortan über ein hochmodernes Computersystem, das ihn und seine Forschungskollegen miteinander verbindet – und in seiner attraktiven Betreuerin Anna Cortini. Bald verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass irgendetwas mit dem Projekt nicht stimmt. Bei seiner Suche nach Antworten kann John Flender niemandem vertrauen: Weder Anna, die ein dunkles Geheimnis vor ihm verbirgt, noch dem mysteriösen Auftraggeber, dessen wahre Absichten sich erst nach und nach offenbaren ...

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Vita

Paul Weiler

Paul Weiler, geboren 1964 im westfälischen Münster, absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einer Non-Profit-Organisation. Hier veröffentlichte er bereits zahlreiche Texte für Magazine und Zeitungen. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre und publizierte zwei Sachbücher. Die folgende Rushhour des Lebens - Weiler ist Familienvater zweier Kinder, Geschäftsführer eines bundesweit tätigen IT-Dienstleisters und  gelegentlich als Saxophonist einer Funk-Band unterwegs - ließ ihm kaum Zeit für anderes. Erst in den letzten Jahren hat er seine Leidenschaft für das Schreiben wiederentdeckt.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Prolog
Kloster Sacro Cuore, Provinz Lodi, Norditalien, fünf Jahre zuvor

Marco spürte kaum, wie sich die Rostsplitter des vom Lauf der Jahrzehnte verwitterten Fenstergitters in seine Handflächen bohrten. Er umklammerte die rauen Eisenstäbe wie ein Ertrinkender eine rettende Schiffsplanke und starrte auf den weitläufigen Klosterhof, der sich unterhalb seines Fensters erstreckte. Ungläubig erfasste sein Blick die ankommenden Fahrzeuge, die mit ihren Scheinwerfern das Dunkel der Nacht zerrissen und das Gelände wie ein Stadion unter Flutlicht erhellten.
   Dann sah er die Schatten. Einem Heer schwarz vermummter Kundschafter gleich eilten die im Scheinwerferlicht geborenen Silhouetten der aus den Wagen stürmenden Männer und Frauen ihren Besitzern voraus und schwärmten in Richtung des Klostergebäudes.
   Marcos Herz begann zu rasen. Taumelnd stieg er von der Holztruhe, die er unter das Fenster seiner Zelle geschoben hatte, und trat an die schwere Holztür. Sein ganzer Körper zitterte vor Erwartung, und sein gesamtes Denken war mit einem Mal beseelt von einem Gefühl, dass er längst aus seinem Kopf verbannt hatte, so, wie er selbst seit Tagen aus dem Leben verbannt war: Hoffnung.
   Sie waren tatsächlich noch rechtzeitig gekommen, um ihn zu befreien.
   Marco ließ sich mit einem erleichterten Seufzer gegen die Zellentür fallen. Er atmete tief durch und versuchte, seine aufgewühlten Gedanken zu sortieren. Was ihm auch gelang, aber in diesem Moment wich die Hoffnung so abrupt wie die Luft aus einem geöffneten Druckventil.
   Was geht hier eigentlich vor?
   Das da draußen waren mit Sicherheit keine Polizisten. Auch eine Spezialeinheit des Militärs würde sich nicht so verhalten. Bei nüchterner Betrachtung gab es eigentlich nur eine logische Erklärung für das befremdliche Schauspiel. Unter seinem Fenster tobte ein wütender Mob, bewaffnet mit Schlagstöcken und Baseballschlägern, wie er an den Umrissen der Schatten zu erkennen glaubte. Irgendetwas schien den Zorn der Massen auf dieses Kloster zu ziehen. Marco ahnte, nein, er befürchtete zu wissen, was diese Leute antrieb. Und wenn dem so war, so spekulierte er weiter, würde sich ihr Hass und ihre blinde Zerstörungswut vermutlich gegen alles richten, was sie in dem Kloster finden würden – ihn eingeschlossen. Die waren glatt imstande, ihn kaltblütig zu lynchen, noch bevor er irgendetwas erklären konnte.
   Keine gute Perspektive.
   Andererseits – wenn er hier nicht bald rauskam, war er sowieso so gut wie tot. Als Medizinstudent im achten Semester wusste er nur zu gut, welches Schicksal ihn in den nächsten vierundzwanzig Stunden erwartete: Die Exsikkose, das langsame Austrocknen des Körpers aufgrund von Flüssigkeitsmangel, hatte sich bereits deutlich bemerkbar gemacht. Der seit gestern permanent andauernde Schwindel trieb ihn fast in den Wahnsinn, und jede Bewegung seiner Arme und Beine fühlte sich an, als steckte er in einem bleibeschwerten Taucheranzug. Nur dass dieses Blei nicht an einem Gürtel außerhalb seiner selbst, sondern tief in ihm drin in jeder einzelnen Muskelzelle seines Körpers lagerte. Auch fiel es ihm zunehmend schwerer, sich auf irgendetwas zu konzentrieren. Schon bald würden seine Nieren versagen, und dann würde er unweigerlich von innen heraus vergiften. Das Gift würde Gehirn, Muskelgewebe und Nervenzellen befallen, und kurze Zeit später würde er apathisch werden und ins Koma fallen. Das wäre sein sicheres Ende. Ein gespaltener Schädel durch einen Baseballschläger war da noch die deutlich schnellere und schmerzfreiere Alternative.
   Ihm blieb keine Wahl. Er hämmerte gegen die verschlossene Zellentür. »Hilfe! Holt mich hier raus!«
   Er wartete ein paar Sekunden und lauschte. Nichts tat sich. Seine Zelle lag im Obergeschoss des Klosters, fast am Ende eines langen Ganges mit identischen Türen, die in lauter karge, schuhkartongroße Räume wie dem seinen führten. Noch hatte die Menge nicht den Weg zu ihm heraufgefunden.
   Marco setzte erneut zu einem verzweifelten Hilferuf an, aber seine Stimme schlug unvermittelt in ein heiseres, kraftloses Krächzen um. Zu oft schon hatte er in den letzten Tagen gegen seine Gefangenschaft angeschrien in der Hoffnung, ihn würde jemand hören. Seine Stimmbänder waren restlos am (...)

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