Sebastian Thiel

Historische Romane

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Dunkle Visionen - Lichtwerke

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Berlin, in den dunklen Kriegsjahren 1942 Der SS-Offizier Jonas Danneberg hat die Gabe, in die Zukunft zu sehen, und verhilft der Reichsregierung zu wichtigen Siegen. Während er im Herzen Berlins seiner Kollegin Miriam näherkommt, tobt auf der Welt die Schlacht. Doch als seine Visionen stärker werden und er das ganze Ausmaß des Krieges erkennt, beginnt er, an der Richtigkeit seines Handels zu zweifeln. Erst als eine alte Magierorganisation mit ihm Kontakt aufnimmt, stellt er sich den Fragen, die ihn schon sein Leben lang quälen. Die Menschen führen nicht nur Krieg untereinander, sondern eine ganz andere Bedrohung scheint nach der Macht über alle Lebewesen zu greifen. Verhindern können dies nur die Magier der Lichtwerke. Jonas muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. Der Kampf um das Wohl der Menschheit beginnt ...

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Vita

Sebastian Thiel

Sebastian Thiel, geboren 1983, lebt und arbeitet als Autor am Niederrhein und fing bereits in der frühen Schulzeit an, sich mit Literatur und Schreiben zu beschäftigen. Er verarbeitet vor allem historische Ereignisse zu fantasievollen Romanen und Jugendbüchern. Im Herbstprogramm 2010 durfte er seinen historischen Debütroman „Die Hexe vom Niederrhein“ erfolgreich publizieren. Der Kriminalroman „Wunderwaffe“ und die Fortsetzung der historischen Reihe, mit „Die Dirne vom Niederrhein“ werden folgen. Im Herbstprogramm 2012 veröffentlichte er den gesellschaftskritischen Roman „Callcenter - Wer dranbleibt, hat verloren“. Darüber hinaus schreibt er unter verschiedenen Pseudonymen erotische Fantasyreihen für Verlage.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Prolog
Vergebliche Hoffnung

17. Juni 1942 – Atlantischer Ozean

Stetig peitschte der Wind gegen die Kommandobrücke des Kriegsschiffes und brachte mit jeder Woge eine weitere Welle schäumendes Weiß über den Bug. Der Regen prasselte unnachgiebig gegen das Fenster und bildete kleine Wasserstraßen, die sich geschwungen den Weg nach unten suchten. Am Nachmittag war der Himmel zugezogen und hatte einen bleigrauen Schleier über das Wasser geworfen, sodass selbst die Späher auf dem Schiff in eine Wand aus Dunkelheit blickten. Captain George Miller sah auf die Uhr. Es war bald so weit.
   Auf der Brücke der USS-Virginia herrschte konzentriertes Arbeiten. Die Geräusche, die die vier Schornsteine des Zerstörers von sich gaben, vermischten sich mit den Lauten der raunenden See zu einem Flüstern. Das Schiff der Clemson-Klasse war vorbereitet für das Rendezvous mit den U-Booten. Der Auftrag, den er erhalten hatte, kam, wie George nicht müde wurde, zu wiederholen, von ganz oben. Geheimhaltungsstufe eins. Es war von allergrößter Bedeutung, dass die amerikanischen Unterseeboote die lebenswichtige Ladung von Nahrungsmitteln und Kommandocodes bekamen. Den alliierten Schiffen ging auf dem Ozean die Luft gegen die Angriffe aus. Die U-Boote der Deutschen stürzten sich wie ein Rudel Wölfe auf die Frachter und Handelsschiffe und versenkten mehr, als die Alliierten ersetzen konnten. Von den Verlusten an Menschenleben ganz zu schweigen. Dabei legten sie eine vernichtende Präzision an den Tag, wie man es sonst nur von gut geölten Maschinen kennt. Aber darauf konzentrierten sich die Führungsstäbe nicht. Für sie ging es in erster Linie um verlorene Bruttoregistertonnen, das war die Währung, in der die Admiräle dachten. George hatte oft genug Gespräche mit dem Oberkommando gehabt, um genau das zu wissen und er hasste sie deswegen.
   Trotz der angespannten Situation ließ er sich nichts anmerken. Mit gespielter Gelassenheit lehnte er sich vor, fuhr sich durch seinen Schnauzbart und stützte sich auf die Sessellehne.
   »Wie lange noch?«, fragte er seinen Ersten Offizier so beiläufig wie möglich.
   »Fünf Minuten.«
   Ein weiteres Mal streifte sein Blick über die Uhr, ohne die Zeit zu lesen. Rhythmisch baute sich das Schiff vor den Wellen auf, nur, um im nächsten Moment wieder über sie zu stürzen. Sie waren mitten im Schoß des Atlantiks und genau wie eine Mutter wiegte auch das Meer sie, ruhig und monoton. George bemerkte, wie seine Konzentration nachließ. Auf seinen Lidern schien eine tonnenschwere Last zu liegen. Seine Gedanken wanderten über die undurchsichtige Wand aus Wellen und Dunkelheit hinaus, bis sie schließlich im fernen Arizona angelangt waren. Seine Hand strich über die abgenutzte Lehne seines Sessels, ganz so, als würde er seinen beiden Kindern über den Kopf fahren. Für einen Herzschlag meinte er, die Hand seiner Frau zu spüren, wie sie zärtlich seinen Nacken entlangfuhr, und ihre rabenschwarzen Haare, die seine Schultern umspielten.
   Es war das Einzige, was alle hier am Kämpfen hielt. Es war die einzige Hoffnung, die sie alle hatten, irgendwann zu ihren Familien, zu ihren Freunden zurückkehren zu können.
   Ein leichtes Zischen durchbrach seine Gedanken, unterschwellig und doch allzu bekannt. Es dauerte einige Augenblicke, bevor er aus dem fernen Arizona wieder ins Hier und Jetzt fand und realisierte, was in den nächsten Minuten passieren würde.
   »Deutsche U-Boot-Flotte auf Kurs 3-8-2!«, bellte der Alarmposten aufgeregt.
   Die nächsten Befehle verließen automatisch seine Lippen. »Torpedo Alarm, hart Steuerbord!«, raunte George in Richtung der Offiziere. Er warf einen Blick aus den nassen Fenstern, dann auf das grün leuchtende Sonar. Sofort erkannte er, was niemand sonst erwartet hatte, weil es beinahe unmöglich war. Die kleinen, blinkenden Punkte waren nichts anderes als U-Boote der Kriegsmarine, die sich rasend schnell ihrer Position näherten. Hitlers dunkle Schatten, lautlos – tödlich.
   »Wie konnten sie …? Gegenmaßnahmen einleiten!« Doch sein Ruf verhallte.
   Schon die erste Druckwelle des Aufschlags glich einem Erdbeben. Ohrenbetäubender Lärm durchbrach die rhythmischen Laute der Brücke. Glassplitter durchschnitten sein Gesicht, als er zu Boden geworfen wurde. Seine (...)

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