Patrick Grasser

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Prinz Leon und der Schwarze Magier

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Der 10-jährige Leon ist ein Außenseiter im Waisenheim. Als er vor einer Gruppe Jungen in den nahen Wald flüchten muss, versteckt er sich zitternd vor Angst in einem hohlen Baum und hofft, dass sie ihn nicht finden. Leon blickt seinen Widersachern fast ins Auge, da entpuppt sich der morsche Baumstumpf als Tor zu einem verwunschenen Königreich. Leon gerät in das Abenteuer seines Lebens. Noch ahnt er nicht, dass das Schicksal Rumìns von ihm abhängt. Als er erfährt, dass seine Eltern von dem dunklen Zauberer Obscurus gefangen gehalten werden, beginnt für ihn eine riskante Reise. Gemeinsam mit seinem Drachenfreund Feo will Leon den Bann des Bösen brechen, doch die Späher des dunklen Zauberers sind ihnen dicht auf den Fersen ...

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    Patrick Grasser

Vita

Patrick Grasser

Patrick Grasser wurde 1981 in Nürnberg geboren und wuchs in der Nähe von Erlangen auf. Nach dem Zivildienst studierte er evangelische Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit. Seit 2007 arbeitet er als Religionslehrer an Haupt- und Förderschulen. Neben seinem Hauptberuf beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit dem Schreibhandwerk. Patrick Grasser schreibt und veröffentlicht Fachbücher für den Religionsunterricht und Geschichten für Kinder. Im bookshouse-Verlag erschien sein Debütroman für Kinder: „Prinz Leon und der Schwarze Magier“.

Leseprobe

Kapitel 1
Eine fremde Welt


Leon wünschte, er wäre nicht hier.
   Sein Blick wanderte durch das Fenster im Speisesaal. Hinter dem Wäldchen neben dem Waisenhaus funkelte die Sonne, am Himmel standen schneeweiße Schäfchenwolken. Leons Gedanken flogen mit ihnen um die Wette.
   Wenn er nur mit ihnen davonwehen könnte. Weit weg. Ob der Wind ihn bis zu seinen Eltern tragen würde? Leon dachte oft an seinen Vater und seine Mutter und fragte sich, was mit ihnen geschehen war. Waren sie tot? Er wusste es nicht und es gab niemanden, der es ihm sagen konnte.
   Sein Blick verschwamm. Wenn er wenigstens eine kleine Erinnerung an sie hätte. Nur einen winzigen Fetzen. Doch den gab es nicht, so sehr er auch danach suchte.
   Leon zog das Amulett hervor, das er an einem Lederband um den Hals trug, und legte den Bronzeanhänger neben sich auf den Tisch. Der geflügelte Drache mit einer Öse am Kopf schimmerte im Sonnenlicht. Seit er denken konnte, besaß er diese Kette. Er trug sie bereits, als er ins Waisenhaus gekommen war.
   Wie so oft stellte er sich vor, dass seine Eltern ihm den Anhänger geschenkt hatten. Vielleicht war er eine Art Glücksbringer, der ihn beschützen sollte.
   Leon strich über die Flügel des winzigen Drachen. »Wärst du doch lebendig. Dann könntest du mit mir davonfliegen.«
   Ein Knall riss ihn aus seinen Gedanken. Er schreckte hoch. Im nächsten Augenblick dröhnte das Gelächter der anderen Kinder in seinen Ohren. Eine Meute, die sich über ihn lustig machte. Sein Magen drehte sich um. Sie hatten ihn beobachtet.
   »Seht euch den Schisser an.« Carsten prustete vor Lachen und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. »Ein Knallfrosch … und der Knirps macht sich glatt in die Hose.«
   »Na, bist du mit deinem Minidrachen um die Welt geflogen?«, spottete Erik und baute sich neben Leon auf. Mit einem fiesen Grinsen sah er zu den anderen. »Wetten, dass er gleich wieder abhaut und heult?«
   Leon packte hastig sein Amulett und sprang auf. Tränen schossen ihm in die Augen. Er rannte aus dem Speisesaal, durch die Eingangshalle, und hinaus in den Garten. Sein Kopf war leer. Er wollte einfach nur weg. Aber wohin? Carsten und Erik kannten mittlerweile jedes seiner Verstecke.
   Hinter dem Haus blieb er stehen und sah sich um. Sein Blick fiel auf das Wäldchen hinter dem Zaun. Es war verboten, das Gelände des Waisenhauses zu verlassen, aber dort gab es sicher einen Unterschlupf. Einen Platz, an dem ihn die anderen nicht fanden und er endlich einmal allein sein konnte, ohne ständig aufgezogen zu werden.
   Leon sah über die Schulter zurück. Niemand zu sehen. Er schob vorsichtig eine Latte im Zaun beiseite, kroch hindurch und huschte in den dämmrigen Tannenwald.
   Hier war er seit Ewigkeiten nicht mehr gewesen. Ein Schauder lief ihm über den Rücken, als er sich an seinen letzten Besuch erinnerte. Vor einigen Jahren, als er gerade ins Heim gekommen war, hatte ihn der Nadelwald wie magisch angezogen. Es kam, wie es kommen musste. Er hatte sich zwischen den dicht gewachsenen Bäumen verirrt. Die Betreuer hatten ihn schließlich gefunden. Seitdem war er nicht mehr zurückgekehrt und widerstand der seltsamen Anziehungskraft.
   Carsten und Erik rannten über die Wiese des Waisenhauses. Noch würde Leons Vorsprung ausreichen, damit er sich verstecken konnte, bevor sie ihn einholten.
   »Pah«, sagte er und versuchte, sich Mut zu machen. Immerhin war er jetzt schon zehn. Da verlief er sich bestimmt nicht mehr.
   Er wagte sich tiefer in den immer düsterer werdenden Wald. Es roch nach Tannennadeln, satter Erde und morschem Holz. Äste knackten unter seinen Schuhen, während er sich zwischen den Büschen und Sträuchern hindurchschob und immer schneller lief, bis er auf eine Lichtung gelangte. Ein einsamer Baumstumpf ragte aus der Erde. Vögel zwitscherten aufgeregt.
   »Jetzt haben wir ihn gleich.«
   Das waren Carsten und Erik. Leon fluchte leise. Er hätte noch schneller laufen müssen, jetzt hatten die beiden ihn beinahe eingeholt.
   Wie ein Kreisel drehte er sich um die eigene Achse. Rannte er zurück, würde er den (...)

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