Patrick Grasser

Kinder- & Jugendbücher

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Finja und Kalle retten die Welt

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Irgendetwas stimmt hier nicht. Warum zum Kuckuck reagiert Kalle nicht, wenn Finja ihn in der Schule anspricht? Finja will ihn nach dem Unterricht zur Rede stellen, doch etwas Merkwürdiges geschieht: Ihrem Mathelehrer, Herrn Sockenschuss, qualmt der Kopf. Als dann auch noch der Schuldirektor eine Ölpfütze neben die Sporthalle pinkelt und ein Typ mit Weihnachtsmannbart und Nudelsieb auf dem Kopf auftaucht, beschließen Finja und Kalle dem seltsamen Treiben in Reichenbach nachzugehen. Ein Plan, der die beiden in große Gefahr bringt ...

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Vita

Patrick Grasser

Patrick Grasser wurde 1981 in Nürnberg geboren und wuchs in der Nähe von Erlangen auf. Nach dem Zivildienst studierte er evangelische Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit. Seit 2007 arbeitet er als Religionslehrer an Haupt- und Förderschulen. Neben seinem Hauptberuf beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit dem Schreibhandwerk. Patrick Grasser schreibt und veröffentlicht Fachbücher für den Religionsunterricht und Geschichten für Kinder. Im bookshouse-Verlag erschien sein Debütroman für Kinder: „Prinz Leon und der Schwarze Magier“.

Leseprobe

Kapitel 1
Miss Totalschaden

Das knallgrüne Auto rumpelte wie ein übergroßer Laubfrosch um die Ecke und spuckte eine stinkende Rauchwolke aus dem Auspuff. Eine spindeldürre Frau klammerte sich an das Lenkrad. Sie blinzelte hinter zentimeterdicken Brillengläsern hervor und klebte mit ihrer Nase an der Windschutzscheibe.
   Finja verdrehte die Augen und trat vorsichtshalber einen Schritt zur Seite. Wenn Ute Klatschmohn mit ihrem Auto unterwegs war, wurde es gefährlich. Finjas Papa hatte schon viermal den Zaun reparieren müssen, nachdem Ute Mama besucht hatte. Und so, wie Ute heute unterwegs war, würde Papa am Wochenende wieder seine Beschäftigung haben.
   »Solange der Zaun das Einzige ist, was Ute mit ihrem Killerfrosch umlegt, ist alles halb so schlimm«, hatte Papa gesagt, als Ute vergangenen Winter das Gartentürchen umgenietet hatte. Allerdings dürfte es nicht mehr lange dauern, bis dem Killerfrosch erste Fußgänger zum Opfer fielen. Zumindest, wenn Ute weiterhin so häufig zu Mama kam, um Eierlikör zu trinken und sich über diese »rücksichtslosen, egoistischen Schweine« auszuheulen.
   Mit diesen »rücksichtslosen, egoistischen Schweinen« meinte Ute übrigens Männer. Ganz besonders die Sorte Männer, die ihr das Herz brachen. Die ganze Welt schien voll davon. Vielleicht gab es auch einen »Ute-Herzensbrecher-Club«, der sich in einem dunklen Keller traf und Pläne schmiedete, wer, wie und wann Ute als Nächstes das Herz brechen konnte. So, wie Ute heute unterwegs war, hatten die Herzensbrecher wieder einmal gnadenlos zugeschlagen. Das würde ein Nachmittag werden.
   Finja seufzte und bog in den Tulpenweg ein. Am Ende der Straße stand das schiefe Häuschen, in dem sie mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Jonas wohnte. Die Fensterläden mussten dringend gestrichen werden, das wollte Papa dieses Wochenende erledigen.
   Krach!
   Okay, aus den Fensterläden würde nichts werden. Vielleicht sollte Papa lieber einen Gummizaun bauen.
   Utes Wagen hing im Beet mit den Margeriten. Die Vorderreifen drehten sich noch und der Rauch aus dem Auspuff hatte die zersplitterten Zaunlatten mit Ruß verqualmt.
   Finja schob sich an dem verbeulten Auto vorbei und öffnete die Haustür. Schon in der Diele war Utes Heulen zu hören. Finja schüttelte nur den Kopf: Und da sagten die Erwachsenen immer, dass die Pubertät ein anstrengendes Alter sei. So ein Quatsch. Immerhin bekam Finja mit ihren zwölf Jahren so langsam Erfahrung mit der Pubertät, aber im Vergleich mit Utes Stimmungsschwankungen war das ein Klacks.
   »Hallo«, murmelte sie genervt, als sie in der Tür zum Wohnzimmer stand. Sie hatte keinen Bock auf Utes Geflenne. »Zwei in Deutsch, ’ne drei in der Matheabfrage und keine Hausaufgaben. Was gibt’s zu essen?«
   Mama warf ihr einen Du-bist-doch-meine-große-Tochter-Blick zu und goss Ute Eierlikör in ein Glas.
   »Ich mach mir selbst was.« Sie ging in die Küche, holte die Erdnussbutter aus dem Kühlschrank und schmierte sich zwei Brote. Auf dem Weg nach oben hörte sie nur noch, wie Ute schluchzte: »Dieses rücksichtslose, egoistische Schwein. Prost.«
   In ihrem Zimmer ließ Finja den Rucksack auf den Boden plumpsen, warf sich auf ihre Couch und aß. Wenigstens war Jonas diese Woche auf Klassenfahrt. Ihr Bruder war drei Jahre älter als sie, und wenn er etwas nicht leiden konnte, dann war es, wenn sie an seinen Computer ging, um ihre E-Mails zu lesen. Genauso allergisch reagierte er, wenn sie sein ferngesteuertes Auto aus dem Schrank holte und es durch den Garten jagte, obwohl es bei ihm nur herumstand und verstaubte.
   Die Luft in Jonas’ Zimmer roch abgestanden, als hätte er seit Monaten nicht mehr gelüftet. Finja rümpfte die Nase. Also doch keine E-Mails checken. Zumindest nicht ohne Gasmaske. Ihr Blick wanderte über ein staubiges Regal an der Wand. Ausgetrunkene Coladosen, leergefutterte Chipstüten und zerknülltes Papier türmten sich übereinander. Irgendwo darunter musste doch der Geländewagen stecken.
   »Igitt!« Finja blickte angeekelt auf die klebrige Masse, die sich zwischen ihren Fingern zog. »Kaugummi mit Chipskrümeln. Widerlich!« Schnell wischte sie ihre Hand an einem T-Shirt ab, das über Jonas’ Schreibtischstuhl lag. »In Zukunft (...)

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