Stephanie Linnhe

Paranormal & Mystery

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Nicht menschlich Inc.

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Endlich ein neuer Job! Was ein Anlass zur Freude sein sollte, bereitet Nala di Lorenzo Kopfzerbrechen. Von einer Firma namens Adamant Bunch Marketing hat sie noch nie gehört, geschweige denn hat sie sich dort beworben. Man will sie an einer verlassenen Straßenecke abholen … Trotz aller Bedenken wartet sie am Montagmorgen am verabredeten Treffpunkt. Ihr Herz schlägt schneller, als Desmond auftaucht. Ihr neuer Kollege ist nicht nur unverschämt attraktiv, sondern führt sie auch noch durch ein rot schimmerndes Portal. Nala findet sich in der Parallelwelt LaBrock wieder. Ehe sie sich von dem Schock erholen kann, nimmt ihre Arbeit sie völlig in Beschlag. Sie soll überprüfen, ob die Krankmeldungen echt sind. Gar nicht so einfach, wenn kaum jemand ein Mensch zu sein scheint – oder das Verschwinden einer Person so viele Fragen aufwirft, dass sie denen einfach nachgehen muss. Anvertrauen kann sie sich nur Desmond. Oder etwa nicht? Schnell wird klar: Auf keinen Fall sollte sie sich hier in Dinge einmischen, die sie nichts angehen, oder sich gar verlieben …

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Vita

Stephanie Linnhe

Stephanie Linnhe wuchs im nördlichen Ruhrgebiet auf. Nach einer Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin studierte sie Publizistik, Skandinavistik und Sozialanthropologie in Bochum und Kopenhagen. Im Anschluss ging sie für ein Jahr nach Australien und arbeitete als Story Writer für Sensory Image Pty Ltd sowie als Tourguide mit Schwerpunkt in Sydney. Zurück in Europa, führten mehrere Projekte sie in die Schweiz und nach England, bis sie schließlich 2008 in die Welt der Computerspiele eintauchte. Seitdem kümmert sie sich um die Texte eines Karlsruher Onlinespiel-Anbieters und schreibt nebenher für Zeitungen und Zeitschriften.

Leseprobe

1
Schicksalswink

Die Nachricht tanzte über den Monitor und konnte nur ein Scherz sein. Vor allem, weil das Schicksal mich nur selten ernst nahm.
   Ich nagte an meiner Lippe und blickte mich um, als erwartete ich, jeden Moment den Spaßvogel zu sehen, der mir diese E-Mail geschickt hatte. Nichts. Ich war allein im Arbeitszimmer meiner Mutter, wo ich meine Würde in den letzten Monaten Stück für Stück bei der Jobsuche geopfert hatte. Aber ich war wild entschlossen, den Rest nicht auch noch herzugeben.
   Ich wandte mich wieder dem Bildschirm zu und grübelte. Der Absender lautete abm.net. ABM? Hatte mir etwa das Arbeitsamt geschrieben? Bisher hatte es keinen Finger gerührt, um mich aus der Erwerbslosigkeit herauszuführen, und nun bot es mir allen Ernstes auf diese Art eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme an?
   Ich konnte mich nicht erinnern, meine Mailadresse angegeben zu haben. Hackten die etwa unseren Computer? Vielleicht, falls sie Interesse am Hollywoodtratsch hegten, den meine Mutter regelmäßig aus den Tiefen des Internets filterte.
   Da ich mit den Grübeleien nicht weiterkam, las ich die Mail erneut. Wieder kamen die Worte einem Kulturschock gleich, weil ich mittlerweile an Absagefloskeln gewöhnt war.

Sehr geehrte Frau di Lorentio!
   Wir möchten uns für das Interesse an unserem Unternehmen herzlich bedanken. Momentan suchen wir nach fachkundiger Unterstützung und sind überzeugt, dass Sie aufgrund Ihrer Qualifikation eine Bereicherung für unser Team darstellen werden. Daher freuen wir uns, Sie an Ihrem ersten Arbeitstag am kommenden Montag persönlich kennenzulernen.
   Bitte beachten Sie, dass dieses Arbeitsverhältnis auf ein Jahr befristet ist.

Darunter prangten Name und Titel meiner Kontaktperson: Stacey Enn, Chefsekretärin, Adamant Bunch Marketing. Also doch nicht das Amt. Besonders sympathisch klang der Firmenname allerdings nicht. Ich war mir sicher, ihn noch nie zuvor gehört und ganz sicher keine Bewerbung herausgeschickt zu haben.
   Ich scrollte die Mail weiter hinab. Keine Adresse, keine Telefonnummer, lediglich diese wenigen Zeilen.
   Noch immer verstand ich so gut wie nichts. Irgendetwas war hier nicht so, wie es sein sollte – und das war nicht nur mein Name, der falsch geschrieben war. Es hieß Lorenzo, nicht Lorentio.
   Ich hatte das merkwürdige Gefühl, dass mein Hirn viel zu langsam auf etwas reagierte, das ich schneller begreifen sollte. Das gefiel mir nicht, Unsicherheit hasste ich noch mehr als zu plötzliche Veränderungen.
   Ich las die Mail zum dritten Mal. Endlich sah ich den fehlenden Schritt so deutlich, als hätte ihn jemand in bunt blinkenden Buchstaben geschrieben. Frau Enn sprach von meiner angeblichen Bewerbung und schwenkte direkt auf die Zusage. Eine Zusage! So fühlte sich das also an. Man hatte mich zu keinem Vorstellungsgespräch eingeladen und plante offenbar auch nicht, eine Wahl unter mehreren Bewerbern zu treffen.
   Das klang mir zu sehr nach Märchen oder auch nach einem Streich. Ich musste den Haken an der Geschichte finden. Vielleicht handelte es sich um ein Versehen und die Mail war nicht für mich bestimmt, sondern für besagte Frau di Lorentio?
   »Immer der Reihe nach, Nala«, murmelte ich. Meine Gedanken rasten und stolperten durcheinander. Zunächst musste ich mich vergewissern, ob es Adamant Bunch Marketing gab. Vielleicht hatten sie eine Jobsektion auf ihrer Webseite. Momentan wusste ich nicht einmal, was von mir verlangt wurde, von der stellvertretenden Chefin bis hin zur Reinigungsfrau in Teilzeit konnte das alles sein.
   Als Erstes musste ich nachprüfen, ob mich gerade mein Pech oder nur mein Gedächtnis im Stich ließ. Ich öffnete die Schreibtischschublade, die ich säuberlich mit meinem Namen beschriftet hatte, und griff nach meinem Notizbuch. Darin hielt ich alle Bewerbungsinformationen fest: Firmenname, Adresse, genaue Jobbezeichnung. Die meisten der aufgelisteten Unternehmen befanden sich hier in Westburg, der Rest in den umliegenden Orten. Ich hatte verschiedene Farben verwendet und konnte erkennen, wem ich die Unterlagen per E-Mail geschickt hatte und wem, voller Tradition, auf dem Postweg. Die Einträge waren chronologisch nach Datum geordnet. In der (...)

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