Stephanie Linnhe

Paranormal & Mystery

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Jagd der Schatten - Absecon 2

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Sei stets wachsam. Hinterfrage alles. Sieh ihnen niemals direkt in die Augen. Nach dem Tod ihres Mentors arbeitet Madison weiterhin für die Untergrundorganisation Absecon. Durch ihre Beziehung zu Nicolae ist ihr Leben untrennbar mit der Welt der Vampire verbunden. Die kommt ihr plötzlich näher, als ihr lieb ist, denn Nic und Madison werden auf eine abgelegene Insel entführt. Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt, bei der Madison alles anwenden muss, was sie bei Absecon gelernt hat. Doch dieser Kampf lässt sich nicht nur mit Waffen schlagen. Madison muss auch ihr Vertrauen in Nic wiederfinden, wenn sie überleben will …

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Vita

Stephanie Linnhe

Stephanie Linnhe wuchs im nördlichen Ruhrgebiet auf. Nach einer Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin studierte sie Publizistik, Skandinavistik und Sozialanthropologie in Bochum und Kopenhagen. Im Anschluss ging sie für ein Jahr nach Australien und arbeitete als Story Writer für Sensory Image Pty Ltd sowie als Tourguide mit Schwerpunkt in Sydney. Zurück in Europa, führten mehrere Projekte sie in die Schweiz und nach England, bis sie schließlich 2008 in die Welt der Computerspiele eintauchte. Seitdem kümmert sie sich um die Texte eines Karlsruher Onlinespiel-Anbieters und schreibt nebenher für Zeitungen und Zeitschriften.

Leseprobe

Prolog
Januar 2026, Insel Balta, Schottland

Niemals zuvor hatte ein grauer Stein so viel bedeutet wie in diesem Augenblick.
   Der Findling ragte schräg in den Himmel, an seiner Spitze nahezu hüfthoch. Hinter ihm glitzerte die Wasserlinie rhythmisch im Licht des Leuchtturms. Das schlanke Gebäude wirkte verhältnismäßig neu und schien nur dem Zweck zu dienen, sie zu verhöhnen oder in eine Falle zu locken. Dieses Leuchtfeuer prophezeite gewiss nicht ihre Rettung, und es würde auch kein Schiff darauf zuhalten. Leslie hatte nicht einmal ein Fischerboot gesehen, seitdem sie auf der Insel aufgewacht war, mitten im Nichts, halb erfroren mit feuchtem Gras an den nackten Beinen und Erdklumpen unter den Nägeln. Niemand war hier außer ihr, Abby – und ihnen. Und sie brauchten keinen Leuchtturm, kein Licht. Nur Wärme. Ihre Wärme.
   Am liebsten hätte Leslie geschrien. Sie biss fest auf die Fingerknöchel, sodass die Schneidezähne durch die Haut drangen, starrte in die Dunkelheit und anschließend erneut auf den Stein. Er lag auf halbem Weg zum Wasser, maximal zwanzig Schritte, wenn sie rannte. Nur ein Felsbrocken, doch vielleicht half er, sich zu retten. Und damit bedeutete er die Welt.
   Drei. Bis drei zählen und dann los.
   Selbst die Gedanken schienen zu zittern, ihre Haut war schweißbedeckt. Sie hatte Mühe, sich auf die Ziffern im Kopf zu konzentrieren. Sie sprangen durcheinander, verwirrten sie, und immer, immer wieder schob sich Abbys Gesicht dazwischen: das Blut auf ihren Wangen, durch das helle Haut schimmerte, und das Blut am Hals, durch das es ebenfalls hell schimmerte, nur, dass dies keine Haut war. Abby hatte es nicht geschafft. Sie hatten ihre Freundin am Leuchtturm gestellt und sie umkreist wie Hyänen, sie von einem zum anderen gestoßen, als wäre alles nur ein Spiel. Abby war die Läuferin von ihnen gewesen, die Sportliche. Leslie war ihr keuchend gefolgt, seitdem sie auf der Insel aufgewacht waren, wie sie ihr gefolgt war, seitdem sie sich im Auffanglager kennengelernt hatten. So nannten sie die Anstalt für Jugendliche, die keine Familie mehr besaßen, aber noch zu jung waren, um allein zu leben.
   Leslie hatte noch Hoffnung gehabt, als sie Abby erwischten, doch diese war mit jedem Geräusch ein Stück gestorben. Dem Lachen der Männer. Abbys Flehen, das sich allmählich in Schreie verwandelte. Dem Reißen, von dem Leslie viel zu spät begriffen hatte, dass es Abbys Haut war. Sie hatte weiterlaufen wollen, Abby helfen, doch sie konnte nicht. Als die Männer ihr Opfer von sich schleuderten und das Licht des Leuchtturms über Abbys Gesicht streichelte, hatte Leslie in die leeren Augen gestarrt. Man sagte stets, sie brachen, doch eigentlich froren sie ein. Leslie hatte kein zweites Mal hinsehen müssen, um zu wissen, dass Abby tot war. Endlich hatte sie rennen können.
   Die Männer hatten sie nicht verfolgt, dafür ihr Gelächter und das Bild ihrer schrecklichen, blutverschmierten Gesichter über Abbys leblosem Körper.
   Leslies mangelnde Kondition hatte sie zuvor gerettet, doch nun rächte sie sich. Stiche tobten durch ihre Seiten bis hinab zur Hüfte, und ihre Lungen fühlten sich an, als wären sie mit Rasierklingen gespickt. Zudem war ihr so unwahrscheinlich kalt.
   Nur zwanzig Schritte.
   Sie konnte sich hinter dem Findling zu Boden fallen lassen und verschnaufen. Ab dort war es nicht mehr weit bis zum Wasser. Sie würde sich einfach hineinwerfen und schwimmen, bis sie nicht mehr konnte. Vielleicht würde sie es nicht bis zum nächsten Ufer schaffen, wo auch immer das war. Doch lieber ging sie unter, kalt und allein, als von diesen Bestien zerfleischt zu werden. Der Plan war simpel und brachte ihre Entschlossenheit zurück. Abbys leblose Augen verschwanden aus ihren Gedanken und versanken in ihren Erinnerungen.
   Eins.
   Rennen, bis zwanzig zählen, ausruhen, nochmals zählen, Sprung, schwimmen. Es war ganz einfach.
   Zwei.
   Die Rasierklingen waren nicht verschwunden, aber stumpfer geworden. Die Stiche in ihrem Körper verrieten Leslie, dass sie lebendig war. Und fast bereit.
   Drei!
   Während sie aufsprang und mit so viel Kraft losrannte, dass sie auf dem Untergrund ausglitt, glaubte sie, eine (...)

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