Stephanie Linnhe

Paranormal & Mystery

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Hoffnung der Dunkelheit - Absecon 3

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Wir hatten die Arena als Schauspieler betreten, und selbst da hatte ich noch verdrängt, dass nicht alle sie wieder verlassen würden. Die Untergrundorganisation Absecon kommt nicht zur Ruhe: Verstärkte Überwachung und das zunehmende Misstrauen zwischen den Rassen führen zu Konflikten auf mehreren Ebenen. Als Menschen sowie Vampire in den Highlands verschwinden und auch Madisons Kollegen aus Fort William kein Lebenszeichen mehr von sich geben, reist sie mit Nicolae und zwei Ratsvampiren nach Schottland. Dort geraten sie in einen Hinterhalt – und finden sich an einem Ort wieder, der so nicht existieren dürfte. Madison muss Allianzen schließen, von denen sie selbst nicht überzeugt ist … und trifft jemanden wieder, der alles infrage stellt, woran sie jemals geglaubt hat.

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    Hoffnung der Dunkelheit - Absecon 3
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Vita

Stephanie Linnhe

Stephanie Linnhe wuchs im nördlichen Ruhrgebiet auf. Nach einer Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin studierte sie Publizistik, Skandinavistik und Sozialanthropologie in Bochum und Kopenhagen. Im Anschluss ging sie für ein Jahr nach Australien und arbeitete als Story Writer für Sensory Image Pty Ltd sowie als Tourguide mit Schwerpunkt in Sydney. Zurück in Europa, führten mehrere Projekte sie in die Schweiz und nach England, bis sie schließlich 2008 in die Welt der Computerspiele eintauchte. Seitdem kümmert sie sich um die Texte eines Karlsruher Onlinespiel-Anbieters und schreibt nebenher für Zeitungen und Zeitschriften.

Leseprobe

Kapitel 1
November 2026
Hythe, Südengland

Warten war einer der schlimmsten Zustände der Welt. Es bedeutete Stillstand, Unsicherheit, Ohnmacht. Egal, was um mich herum geschah, wie viele Leben auf dem Spiel standen oder wer soeben seine Waffen hob, um mich ins Visier zu nehmen –, ich konnte nichts weiter tun, als die Sekunden, Minuten oder gar Stunden verstreichen zu lassen. In einer Passivität zu schweben, die sämtliche Nervenenden vibrieren ließ, da mein Hirn den Muskeln permanent den Befehl geben wollte, zu rennen. Jedes Mal musste ich gegen meine Instinkte kämpfen und mich zurückhalten.
   Ich presste eine Hand auf die Leuchtdioden des Isodub-Overalls, und fahles Licht fiel auf den Boden vor mir. Es schälte die Umrisse einer halb zerstörten Muschel aus Sand und Dunkelheit. Schnell kickte ich sie weg, um zumindest etwas zu tun, und berührte zum wohl zehnten Mal das Mikrotransplant in meinem Ohr. »Nachricht? Sichtung? Irgendwas?«
   Die Antwort bestand zunächst aus verzerrtem Dröhnen. Ich begriff, dass Ed herzhaft gähnte. Er befand sich am anderen Ende des Küstenabschnitts von Hythe, den wir heute Nacht bewachten.
   »Nichts, Maddie.«
   Ich biss die Zähne zusammen und starrte auf das dunkel glitzernde Meer. Es war eiskalt hier draußen, die Sterne und der Mond gut sichtbar. Dafür totenstill.
   Selbst die Nachtvögel verkriechen sich bei den Temperaturen.
   Tief unter mir wartete das Boot unserer Kontaktleute, um den Passagier dieser Nacht an die französische Küste zu bringen. In der Absecon-Zentrale in London saßen Mindy und Claudia und hörten den Funk der Behörden ab, um uns einen weiteren Sicherheitspuffer zu bieten.
   Der sich in den vergangenen Wochen als nicht mehr so stabil erwiesen hatte wie zuvor. Zwar handelte unsere Organisation noch immer im Untergrund und ohne Wissen der Offiziellen, doch diese reagierten immer mehr auf die Umbrüche innerhalb des Landes. Manchmal mit überraschenden Methoden, wie beispielsweise stark eingeschränkte oder ungewöhnlich übermittelte Kommunikation. Mindy und ihre Tech-Kollegen hatten noch niemals so viel zu tun gehabt wie jetzt, wo sie permanent damit beschäftigt waren, Nischen im Shadenet aufzudecken, Unterkanäle zu koppeln und zeitgleich unsere Übertragungen so tief im Netz zu verbergen, dass niemand sie finden konnte.
   Das Kabinett hatte übervorsichtig gehandelt, seitdem die Gewandelten an die Öffentlichkeit getreten waren. Vorsichtig bis unbedacht, wenn man die V-Paragrafen betrachtete, die den Menschen geradezu nahelegten, einen Vampir in Notwehr zu töten. Wer konnte schon sagen, ob es wirklich Notwehr gewesen war, wenn die Gegenseite keine Chance mehr zu einer Aussage besaß?
   Seitdem die Unruhen in London und Manchester sowie in Schottland eskaliert waren und sich Vampire offen gegen die Unterdrückung von oben auflehnten, trug jede politische Debatte eine Angsthaltung zur Schau. Die Grenzen des Commonwealth waren schon immer stark bewacht gewesen, doch mittlerweile glichen sie krankhaften Bollwerken, die uns vom Rest der Welt abschirmten. Niemand kam ungesehen hinein, aber auch nicht hinaus. Erst recht kein Vampir.
   Es sei denn, er wandte sich an Absecon.
   Heutzutage mussten wir unsere Einsätze intensiver planen. Wir nahmen seltener Aufträge an als noch vor einem halben Jahr, da wir nicht mit Sicherheit sagen konnten, dass eine Grenze durchlässig war. Unsere Wartelisten wurden länger, und jedes Mal, wenn ich einen Blick darauf warf, fühlte ich mich einen Moment lang mutlos. Lediglich der Gedanke an meinen alten Mentor Lucas erinnerte mich jedes Mal daran, warum es Absecon gab und wie unser Motto lautete.
   Jedes Leben zählt, ob untot oder nicht.
   Lucas Delmore war für diesen Grundsatz gestorben, und ich würde das nicht vergessen, solange ich lebte.
   Ich sah mich um, lockerte Arme und Beine und betrachtete die Dunkelheit landeinwärts. Noch immer nichts.
   Unsere heutige Klientin hieß Helen Boone und war eine ehemalige Geschäftsfrau aus Cambridge. Sie finanzierte ihr Leben mit Immobilien, die ihr nach und nach unter den Fingern wegbrachen, seitdem sie sich als Gewandelte geoutet hatte. Zu meinem Erstaunen betrachtete sie es (...)

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