Claudia Donno

Kinder- & Jugendbücher

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Kikki Krümel und die Hexenkönigin

Kaum in der Hexenschule angekommen, wird Kikki in ein Gespenst verwandelt. Als sie die Oberhexe um Hilfe bitten will, ist diese verschwunden. Sie ist nicht die Einzige, die vermisst wird. Noch von 32 anderen Hexen fehlt jede Spur. Gemeinsam mit Florina, Luzia und Brunella, macht sich Kikki auf die Suche nach ihnen. Dabei stoßen sie auf die Moorhexen, die sich versteckt haben und sich wegen eines Zaubers langsam, aber stetig in Krähen verwandeln. Obwohl Kikki die Moorhexen nicht besonders gut leiden kann, will sie ihnen helfen.

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    Kikki Krümel und die Hexenkönigin
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    Claudia Donno

Vita

Claudia Donno lebt mit ihrer Familie in der Schweiz. Seit 2002 nimmt das Schreiben einen wichtigen Teil in ihrem Leben ein. Daraus sind Geschichten in den Bereichen Kinder, Fantasy, Horror, Krimi und Satire entstanden, die bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht wurden. Zurzeit arbeitet sie am sechsten Teil der Serie von Kikki Krümel. Eine liebenswerte und oftmals schusselige Junghexe. Die Bücher erscheinen hier im bookshouse-Verlag.

Leseprobe

Kapitel 1
Moorhexenfrühstück

Kikki hüpfte auf einem Bein durch die winzige Stube in ihrem Haus, das gut verborgen mitten im Wald stand.
   Ihre Freundin Florina saß im Schaukelstuhl und schaute ihr zu. »Ich kann nicht glauben, dass wir morgen wieder in die Hexenschule gehen. Es kommt mir vor, als wären wir erst da gewesen.«
   »Stimmt auch. Es sind noch keine vier Monate her seit dem letzten Mal.« Kikki grinste. Sie sah, wie Florina aus dem Fenster in ihren Garten blickte.
   »Das Leben als Hexe ist toll.«
   »Ich weiß.« Kikki blies sich eine ihrer Haarsträhnen aus dem Gesicht. Ihr Besen kam auf sie zu und stupste sie sanft am Arm an. »Oh, du bist wohl müde.«
   Besen nickte.
   »Geh schon mal schlafen. Wir kommen bald nach.«
   Besen nickte erneut und ging in die kleine Schlafkammer. Dabei gab er ein Geräusch von sich, das wie ein Gähnen klang.
   »Magst du etwas essen?«
   »Ich bin hungrig wie ein Wolf.« Florina stand vom Schaukelstuhl auf und ging in die kleine Küche. Sie öffnete mehrere Türen eines Regals. »Es ist kein Brot da.«
   »Daran lässt sich leicht was ändern.« Kikki hob ihren Zauberstab und sprach:

Essen, komm hierher,
   mir zu gehorchen ist nicht schwer.
   Frisches Brot und ein paar Kekse das wünscht sich diese Hexe!

Es vergingen keine fünf Minuten, da erschien auf ihrem runden Holztisch ein noch warmes Brot. Kurz darauf tauchte mit einem leisen »Plopp« eine große Packung Schokoladenkekse auf.
   In der Vorratskammer musste Kikki nicht lange suchen, bis sie das Glas mit ihrer Lieblingsmarmelade fand. Der klebrige Aufstrich, eingekocht aus Baumharz und Rinde, schmeckte einfach köstlich. Sie nahm es aus dem Regal und kehrte zum Tisch zurück.
   Florina und sie aßen das ganze Brot auf. Dazu tranken sie ihren geliebten Froschaugentee.

»Wir sollten schlafen gehen. Morgen müssen wir früh los.« Kikki tätschelte ihren vollen Bauch.
   »Oh, ja. Ich bin auch müde.« Florina gähnte.
   Nachdem sie die Zähne geputzt hatten, schlüpften sie in das Holzbett mit der rot-weiß karierten Bettdecke.
   Lakritz, Kikkis schwarzer Kater, sprang zu ihnen auf die Matratze und legte sich in ihre Mitte.
   »Du kannst kommen«, sagte Kikki zu Esmeralda, die auf dem Bettpfosten hinter ihr saß.
   Die alte, haarige Spinne ließ sich nicht zweimal bitten. Sie seilte sich an einem Spinnenfaden vom Pfosten ab und krabbelte in Kikkis Haare. Dort würde sie die ganze Nacht verbringen.

Schon um neun Uhr in der Früh wachte Kikki auf. Leise stieg sie aus dem Bett und wanderte in ihrem Häuschen umher. Die beiden Besen, die neben der Tür lehnten, schliefen friedlich.
   Die junge Hexe brühte sich einen frischen Froschaugentee auf und blickte aus dem Fenster.
   Eine dicke Schneeschicht bedeckte ihren Kräutergarten. Die Äste der Bäume hatten sich unter der Last der weißen Pracht nach unten gebogen. Da es noch Stunden dauern würde, bis sie bei der Oberhexe sein mussten, beschloss Kikki, etwas Unordnung in die Stube zu bringen. Es gab fast nichts Schlimmeres für Waldhexen, als in ein aufgeräumtes Haus zurückzukehren.

Froschaugen und Fledermauskot, etwas Staub täte hier Not!

Zufrieden sah sie zu, wie sich auf sämtliche Ablageflächen eine dünne Staubschicht setzte.

Elfenglitzer und Firlefanz, ich wünsch mir einen vertrockneten Blumenkranz!

Ein Kranz aus vertrockneten Blumen erschien auf ihrem Schaukelstuhl. Kikki nahm ihn hoch und freute sich über die Blätter, die zu Boden fielen, als sie ihn zu dem eingeschlagenen Nagel trug, der an der Wand neben der Tür hing.
   Danach schob sie den bunten Teppich unter dem Schaukelstuhl zusammen, sodass er schöne Wellen bildete. Als Nächstes hängte sie Bilder an den Wänden etwas schiefer hin, sodass ihre Ecken schräg nach unten hingen.
   Mit den Büchern in ihrem wackligen Holzregal baute sie einen schiefen Turm. »Schon viel besser«, sagte sie.
   Da fiel ihr Blick auf die Einmachgläser, die (...)

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