Claudia Donno

Kinder- & Jugendbücher

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Kikki Krümel und der fliegende Hexenkessel

Endlich darf auch Kikki Krümel am Hexenkesselwettflug teilnehmen. Das Rennen zwischen den Waldhexen und den Moorhexen entscheidet, ob in den nächsten vier Jahren gute oder böse Dinge gezaubert werden. Kikki muss ihren winzigen Kessel unbedingt zum Wachsen bringen, damit sie sich beim Rennen hineinsetzen kann. Um auf jeden Fall zu gewinnen, stehlen die Moorhexen Kikkis Kesselchen. Die Suche führt Kikki ins Dorf der Menschen. Dort begegnet sie Florina, die ihren Kessel gefunden hat. So ein Glück. Vor Freude verplappert sich Kikki. Nun weiß Florina, dass Kikki eine Hexe ist und ihr jeden Wunsch erfüllen muss. Mit einem unbedachten Zauber verwandelt Kikki alle Dorfbewohner in Kröten, bei ihr wird eingebrochen und ihr Kessel mag nicht wachsen … Werden nun die bösen Moorhexen das Rennen gewinnen?

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    Kikki Krümel und der fliegende Hexenkessel
  • Kikki Krümel und der fliegende Hexenkessel
    Claudia Donno

Vita

Claudia Donno lebt mit ihrer Familie in der Schweiz. Seit 2002 nimmt das Schreiben einen wichtigen Teil in ihrem Leben ein. Daraus sind Geschichten in den Bereichen Kinder, Fantasy, Horror, Krimi und Satire entstanden, die bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht wurden. Zurzeit arbeitet sie am sechsten Teil der Serie von Kikki Krümel. Eine liebenswerte und oftmals schusselige Junghexe. Die Bücher erscheinen hier im bookshouse-Verlag.

Leseprobe

Kapitel 1
Der verschwundene Kessel


Kikki rieb sich immerzu die feuchten Hände. Ihre Schritte polterten auf dem Holzboden, während sie zum tausendsten Mal zwischen Stube und ihrer Schlafkammer hin und her eilte. Vor lauter Anstrengung schmerzten ihre Beine. Dabei wollte sie nur noch eines – sich auf das Bett lümmeln und das Comicheft weiterlesen.
   »Glotzende Kröten, Fledermauskot, verschlung’ne Gedärme, ich bin in Not.«
   Auf der Türschwelle blieb sie schwer atmend stehen und drehte sich zur Stube um. Die Zimmerdecke sah sie beinahe nicht mehr, weil an dunklen Holzbrettern etwa hundertfünfzig Bündel der verschiedensten Kräuter an krumm eingeschlagenen Nägeln hingen. Sie waren über den Herbst und den Winter getrocknet und Kikki hätte sie schon lange in Einmachgläsern verstauen sollen.
   Weil sie diese Arbeit aber überhaupt nicht mochte, baumelten sie immer noch von der Decke. Was hatte sie davon, wenn sie alles abfüllte, wie sie es von den anderen Hexen gelernt hatte? Es war doch viel einfacher, wenn sie bloß den Arm ausstrecken musste, um an Pfefferminz, Salbei, Dill und Thymian zu kommen, anstatt sie in der Vorratskammer herauszusuchen.
   Sie seufzte.
   Im nächsten Jahr würde sie neue Kräuter sammeln und sie aufhängen müssen. Also brauchte sie den Platz an der Decke.
   Kikki bemerkte, dass sie schon wieder abschweifte. Das tat sie viel zu oft und deshalb konzentrierte sie sich auf die allerwichtigste aller Fragen und sprach sie aus, um sie nicht gleich wieder zu vergessen. »Wo, verflixt noch mal, ist mein Kesselchen? Das ist zum Haareraufen. Fliegenmist und Teufelshorn! Es ist zum Verrücktwerden!« Sie stieß sich von der Wand ab und durchsuchte erneut jeden Winkel des Hauses.
   Sie lebte allein, seit ihre Eltern in die große weite Welt aufgebrochen und nicht wieder zurückgekehrt waren. Verschollen, sagte der Hexenrat. Nur auf Weltreise, sagte die Oberhexe, die sich seitdem um sie kümmerte.
   In der Schlafkammer kroch Kikki unter das breite Holzgestell ihres Bettes. Sie schob die Kiste mit ihrem geheimen Schatz – einem Himbeerbonbon, einer alten Cola-Flasche und einem Menschenschuh – zur Seite und wühlte in den Spinnweben. Esmeralda warf ihr einen, oder besser gesagt, acht böse Blicke zu. Die dicke schwarze Spinne ärgerte sich jedes Mal, wenn sie ihr Netz reparieren musste. Esmeralda war wahrscheinlich schon älter als sie und Kikki vermutete, dass sie vom ewigen Klettern und Arbeiten Gelenkschmerzen haben könnte.
   »Es tut mir leid, dass ich dir Umstände mache.« Kikki streichelte Esmeralda sanft über den Rücken, stand auf und sah einen Spinnenfaden auf dem Handrücken kleben. Sorgfältig löste sie ihn ab und legte ihn wieder unter ihr Bett. »Hier, für dich, kleine Freundin.« Esmeralda würde ihr dankbar sein.
   Mit einem Stöhnen kletterte sie auf den Kleiderschrank. Der knarrte und wackelte, während sich Kikki mit ihren spitzen Schuhen an der Seite entlang hochstemmte. Als sie endlich oben saß, fiel ihr ein, dass es wesentlich einfacher gewesen wäre, auf ihrem Besen hinaufzuschweben. Aber das wäre bestimmt auch nicht gut gegangen. Sie hätte den Besenstiel festhalten müssen und hätte nur eine Hand frei gehabt, um nach ihrem Kesselchen zu suchen. Ganz sicher wäre das schiefgegangen. Sie kannte sich schließlich. So ein Hexenleben war manchmal eben etwas kompliziert.
   Auf den Knien kauernd wühlte sie in dem verbeulten Koffer, der auf dem Schrank lag. Der enthielt jedoch nur ein paar alte Schulbücher. Schule! Noch so etwas, an das sie nicht gern dachte. Schule bedeutete Aufgaben, Rechnen, Zauberkunde und vieles mehr. Das Allerallerschlimmste aber war, so viele Stunden an einem Platz sitzen zu müssen. Selbst, wenn draußen die Sonne schien. Zum Glück waren gerade Übungsferien. Zeit, das Gelernte im Freien anzuwenden. Unter Aufsicht, verstand sich.
   Da Kikki ihr Kesselchen auch nicht im Koffer fand, rutschte sie rückwärts, bis sie die Kante des Schrankes erreichte. Sie umklammerte den Rand, ließ die Beine baumeln und sprang hinab.
   Schnurstracks eilte sie ins Wohnzimmer, räumte das Regal mit dem Geschirr leer und stapelte sorgfältig die Krötenteller aufeinander. Die zerschlissenen Tassen stellte sie daneben auf den (...)

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