Claudia Donno

Kinder- & Jugendbücher

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Kikki Krümel und das Geheimnis der verschwundenen Waldhexe

Im Hexenwald herrscht große Aufregung. Die Oberhexe ist spurlos verschwunden. Kikki und Florina wollen suchen helfen, doch die bösen Moorhexen nehmen Kikki ihren Zauberstab ab und verjagen sie samt ihrer Freundin aus dem Wald. Als die Waldhexen von ihrer Suche nach der Oberhexe zurückkehren, ist ihnen der Weg in ihren Hexenwald versperrt. Ein undurchdringbarer Zauber liegt über ihm, herbeigehext von der Hexe Tümpel und ihrem unbekannten Helfer. Tümpel hat nur ein Ziel, sie will den Hexenwald in den alleinigen Besitz der Moorhexen bringen und das Haus der Oberhexe übernehmen. Sollte es Kikki und ihren Freundinnen nicht gelingen, innerhalb von sieben Tagen in ihre Häuser zurückzukehren, werden sie alles verlieren, was ihnen lieb ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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    Kikki Krümel und das Geheimnis der verschwundenen Waldhexe
  • Kikki Krümel und das Geheimnis der verschwundenen Waldhexe
    Claudia Donno

Vita

Claudia Donno lebt mit ihrer Familie in der Schweiz. Seit 2002 nimmt das Schreiben einen wichtigen Teil in ihrem Leben ein. Daraus sind Geschichten in den Bereichen Kinder, Fantasy, Horror, Krimi und Satire entstanden, die bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht wurden. Zurzeit arbeitet sie am sechsten Teil der Serie von Kikki Krümel. Eine liebenswerte und oftmals schusselige Junghexe. Die Bücher erscheinen hier im bookshouse-Verlag.

Leseprobe

Kapitel 1
Viel zu spät

Kikki lag im Bett und ließ den wunderbaren Traum von den fliegenden Rehen an sich vorbeiziehen. Genüsslich gähnte sie und zog eine ihrer langen roten Haarsträhnen vor das Gesicht. Zum Glück hatte sich die Farbe über Nacht nicht verändert.
   Sie reckte und streckte sich wie eine Katze. Langsam öffnete sie die Augen und erblickte ihren linken Fuß, der sich im Schlaf heimlich unter der Decke hervorgeschlichen hatte.
   Der große Zeh lugte vorwitzig aus seiner schwarz-weiß gekringelten Socke.
   »Guten Morgen«, begrüßte Kikki ihn, worauf der Zeh ihr freundlich zunickte. Ihr fiel ein, dass sie mit der Oberhexe verabredet war. Sie musste mehrmals blinzeln, bis sie die Zeit lesen konnte, die ihr der Drachenzeiger ihrer Armbanduhr anzeigte. »Krötenmist und Teufelsschlinge!« Es war zwölf Minuten vor zwölf. Sie musste sich beeilen. Zusehen, dass sie in Windeseile frühstückte und sich auf den Weg machte.
   Ihr junger Kater Lakritz schlief friedlich auf seinem Bauch. Er miaute unglücklich, als sie ihre Decke anhob, um aufzustehen. »Tut mir leid«, sagte sie. Kikki streichelte ihm mehrmals über das Fell. Als sie seinen verschlafenen Blick sah, küsste sie ihn auf die Stirn. Sorgfältig formte sie ihre Bettdecke zu einer weichen Mauer, die Lakritz schützend umgab. Nun sah es aus, als würde er in einem Vogelnest liegen.
   Vorsichtig stand sie auf und blickte noch einmal auf ihre Armbanduhr. Erschrocken riss sie ihre Augen auf. »Katzenjammer und Vogelmist, dass du jedes Mal die Zeit vergisst«, schimpfte sie.
   Schlaftrunken eilte sie in ihre winzige Stube und blickte aus dem Fenster. Ein Blick genügte, um zu erkennen, dass es heute genauso kalt sein würde wie gestern. Wenigstens schmolz der Schnee langsam. Diese Kälte war zum Schleiereulenniesen. Kikki fror nicht gern. Das tat keine Hexe.
   Sie griff nach ihrem Zauberstab, der auf dem Holztisch lag, und zeigte damit auf die Feuerstelle. Leise murmelte sie einen Zauberspruch. Ein prasselndes Feuer entfachte sich, das bis zu dem schwarzen Hexenkessel reichte, der darüber hing.
   Zufrieden mit ihrem Erfolg holte sie eine Tasse hervor und wartete, bis sie ihren Froschaugentee trinken konnte. Froschaugentee schmeckte viel besser, wenn er selbst zubereitet wurde. Das wusste jede Hexe. Niemals wurde dieses köstliche Getränk herbeigezaubert. Sein außergewöhnlicher Duft ging sonst verloren. Wohin? Das wusste keine Hexe.
   Während Kikki wartete, bis das Wasser kochte, strich sie sich zwei dicke Marmeladenbrote und hexte für ihren Besen einen Kaffee herbei. Dabei blickte sie sehnsüchtig auf den bequemen Schaukelstuhl, der vor dem Stubenfenster stand. Viel lieber würde sie vor dem Fenster hin- und herschaukeln und dabei an den kommenden Frühling denken, mit all seinen bunten Blumen, Gerüchen und Farben. Vielleicht würde sie sich ein zweites Frühstück gönnen und danach Florina treffen.
   Doch Florina, ihre Menschenfreundin, die neuerdings auch eine Junghexe war, war heute den ganzen Tag mit ihren Eltern unterwegs. In die Berge, hatte sie erzählt und freudig gestrahlt. Kikki konnte sich nicht vorstellen, was an den Bergen so toll sein sollte.
   Das Wasser kochte. Kikki bereitete ihren Lieblingstee zu, indem sie einen Esslöffel Froschaugen und eineinhalb Teelöffel braunen Zucker in die Tasse gab. Ihr Blick fiel auf ihren Besen, der noch immer in der Ecke neben der Feuerstelle vor sich hin schlummerte. Sie schüttelte ihn leicht. »Los, wir müssen uns beeilen. Mach schon!«
   Der Besen murrte und schlurfte verschlafen zum Tisch, wo er seinen Kaffee trank.
   Kikki setzte sich zu ihm und frühstückte in Windeseile. Sie musste nicht vollkommen satt werden. Die Oberhexe würde ihr bestimmt von den Sahnetörtchen auftischen, die sie so mochte.
   Kikki blickte sich in ihrer gemütlichen Stube um. Noch immer hingen sicherlich einhundert Kräuterbündel an der Decke und verströmten ihren Duft. Sie musste sie endlich in Einmachgläser abfüllen, sonst würden sie ihre ganze Wirkung verlieren. Als sie mit Frühstücken fertig war, packte sie ihren Besen und eilte zur Tür. Beinahe stolperte sie über die bunte Teppichkante. Im letzen Moment konnte sie sich auffangen und eilte aus (...)

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