Viola L. Gabriel

Paranormal & Mystery

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Das verlorene Rudel - Dreimond

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Liebstein ist ein abgelegenes Dorf, in dem langsam aber sicher die Moderne Einzug hält und den alten Glauben an Zauberwesen und Geister verdrängt. Nur eine will das nicht hinnehmen: Fiona. Kein Wunder, dass man sie im Dorf für seltsam hält. Eine Vollmondnacht ändert alles. Drei riesige Wölfe zieht es auf ihrem Beutezug in das alte Dorf. In höchster Gefahr gewährt Fiona den heranstürmenden Tieren Unterschlupf und rettet ihnen damit das Leben. Am nächsten Morgen sieht sie sich am Ziel ihrer Träume. Anstatt der Wölfe erwachen neben ihr drei imposante Männer: Lex, Carras und Serafin. Darf sie den geheimnisvollen Gestaltwandlern vertrauen? Mehr und mehr Dörfler schöpfen Verdacht und der nächste Vollmond zieht gewaltige Feinde in das Dorf – ein gefürchtetes Wolfsrudel, das es auf Serafin und seine Gefährten abgesehen hat. Hineingezogen in die gefährliche Welt der Wölfe, in einen Kampf um Macht und Freiheit, muss Fiona sich nun behaupten, denn sie wird niemals zulassen, dass jemand ihren neuen Freunden etwas antut, zumal einer von ihnen heimlich ihr Herz erobert hat.

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Vita

Viola L. Gabriel

Hinter dem Namen Viola L. Gabriel steht das Autoren-Trio Viola Schmidt, Leonard Schmidt und Gabriela Schmidt. Nach der Idee der (inzwischen) 23-jährigen Viola taten sich die Mutter und der 19-jährige Bruder mit ihr zusammen, um zwei Jahre lang gemeinsam zu recherchieren und zu schreiben. Inspiration war immer wieder ihr Hund Remus. Viola Schmidt studiert seit 2010 „Theater und Medien“ an der Universität Bayreuth. Sie schreibt mit Begeisterung für Film und Theater und ist Gewinnerin zweier Drehbuchpreise für Jugendliche. Leonard Gabriel Schmidt hat gerade sein Abitur gemacht und steht nebenbei als Sänger und Gitarrist mit seiner Band „Lot“ und bei Musicalproduktionen auf der Bühne. Gabriela Schmidt absolvierte ein Studium der Literaturwissenschaften, ist Mitarbeiterin in einer PR-Agentur und Mutter von vier Kindern. Die „Dreimond“-Saga ist das erste Buchprojekt im Familienteam.

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Leseprobe

Atemlos starrte sie in die klirrend kalte Vollmondnacht.
   Die drei Schatten, die sich eben erst vom Dorfrand gelöst hatten, jagten über die lang gestreckte, in fahles Licht getauchte Anhöhe auf sie zu. Irgendjemand im Dorf läutete die Sturmglocke. Klagende Klangfetzen und fernes Hundegebell drangen zu ihr herauf, während sich schemenhaft die Umrisse dreier vor Anstrengung dampfender Leiber vor der mondbeschienenen Fläche abzeichneten.
   Die Wesen hatten inzwischen gut die Hälfte des steinigen Hangs hinter sich gelassen und würden sie in weniger als einer Minute erreichen. Mit rasendem Puls, aber unfähig, sich zu rühren, verharrte sie weithin sichtbar inmitten der geöffneten Tür.
   Langsam schloss sie die Augen. Überdeutlich vernahm sie das immer lauter werdende, keuchende Hecheln, das dumpfe Trommeln heranstürmender Pfoten.
   Sie riss die Augen auf und blickte in die eng zugekniffenen Sehschlitze eines riesigen schwarzen Wolfs, aus dessen schweißglänzender Kehle ein tiefes, drohendes Grollen drang.
   Da breitete sie ihre Arme aus – und lachte.

TEIL I
Begegnung

Kapitel 1

Wunsch

Sonne.
   Rotgoldene Nachmittagssonne, die Fiona blinzeln ließ.
   Und doch konnte sie ihn zwischen den herbstgelben Blättern des alten Apfelbaums erspähen. Rot, glänzend und verheißungsvoll. Sie rang nach Luft, krempelte ihre Ärmel hoch, fixierte das Ziel weit oben in der knorrigen Baumkrone und nahm die erste Sprosse. Die schiefe Leiter zitterte bedenklich, doch sie stand fest. Fiona grinste.
   Also los …
   Sie kletterte in die Höhe, hörte Desiree unter sich aufgeregt grunzend um den alten Stamm stromern. Weniger aus Sorge, als aus Lust auf Äpfel, schwante es Fiona. Das Hängebauchschwein, ihre einzige Wohngefährtin, war eine große Egoistin, und noch dazu unersättlich.
   Konzentration! Nicht zu viel denken! Nicht nach unten sehen! Schau nur auf ihn: den einzigen, den wichtigsten, den letzten Apfel des Baumes!
   Hinter der Frucht verbarg sich ein Geheimnis.
   Langsam, ganz langsam kam sie ihr näher. Leider reichte die Leiter nicht ganz heran, und nach kurzem Zögern zog sich Fiona auf jenen Ast, an dessen äußerstem Zweig verheißungsvoll sein Ein und Alles glänzte. Die Sache war zu wichtig, um jetzt aufzugeben.
   Erleichtert atmete Fiona aus, weil der Ast ihrem Gewicht standhielt. Es hatte eben auch seine Vorteile, klein und dünn zu sein. So rutschte sie weiter nach vorn, Moosstaub an ihrem weißen Kleid, und war dem Ziel zum Greifen nah, als der Herbstwind urplötzlich auffrischte. Jetzt erwachte der alte Baum zum Leben, wand sich zuckend, um mit ganzer Kraft die Diebin seines letzten Schatzes abzuwerfen. Fiona klammerte sich an den Ast und kämpfte gegen den Schwindel an, als der Windstoß abflachte. Sie hatte ihr Gleichgewicht gerade wiedergefunden, als ein Ächzen den Ast durchfuhr.
   Freier Fall.
   Zwei fliegende Sekunden.

Was für ein Windstoß!
   Unbehaglich vergrub sich Nanna tiefer in ihren roten Wollmantel. Es hatte nichts Gutes zu bedeuten, wenn die Winde am Tag vor dem Vollmond so friedlos, so ruhelos sausten. Etwas lag in der Luft, etwas Sonderbares, das spürte sie in jedem ihrer alten Knochen.
   Wehmütig blickte sie sich um. Die Strahlen der Abendsonne tauchten ihr kleines, von wilden Kräutern umschlossenes Holzhaus, das sich zwischen den großen Fachwerkhäusern des Dorfes versteckte, in ein tiefes Rot. Zu gern säße sie drinnen in ihrem Schaukelstuhl. Warm und wohlbehütet. Vielleicht mit dem ein oder anderen Kümmelkeks.
   Es half nichts. Nur bei Vollmondlicht gepflückt entfaltete der Gnadenwurz, der sich tief im Wald verbarg, jene heilsame Wirkung, die Wunder bei Blutungen und Entzündungen tat. Ein hilfreiches Kraut, von dem eine Kräuterfrau und Heilerin wie Nanna stets genug im Haus haben sollte, und leider, leider war ihr Vorrat beinahe aufgebraucht. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als die Zähne zusammenzubeißen und endlich aufzubrechen.
   Wie zum Spott blies ihr der kalte Herbstwind ins Gesicht, als sie entlang der schmalen Straße ging, die aus dem Dorf hoch zum Wald (...)

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