Alex Winter

Krimis & Thriller

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Mrs. Duracks Geheimnis - Detective Daryl Simmons 8. Fall

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»Mit verdrehten Gliedern und halb abgetrenntem Kopf lag der verkohlte Körper vor ihnen auf dem Boden. In ihm steckten wie Schrapnelle dutzende Metallsplitter.«   So hat sich John den Neubeginn in Tasmanien nicht vorgestellt: Sein erster Job führt ihn mitten in den Konflikt zwischen radikalen Naturschützern und den Holzfällern einer skrupellosen Logging-Company. Während er alles daransetzt, um nicht ins Fadenkreuz der Polizei zu geraten, stellt er fest, dass hinter den unheimlichen Geschichten über die Einsiedlerin Mrs. Durack mehr steckt, als alle ahnen. Gehen die Brandanschläge auf das Holzfällercamp und die rätselhaften Todesfälle auf ihr Konto oder auf das der Umweltaktivisten? Johns Neugier ist geweckt, und so stellt er sich beiden Herausforderungen: die Schuldigen zu entlarven und das Geheimnis der Einsiedlerin zu lüften. Doch die Zeit drängt, denn die schlimmsten Buschfeuer, die Tasmanien je erlebt hat, bedrohen nicht nur sein Leben …

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Vita

Alex Winter

Alex Winter, geboren 1960 in Zürich/Schweiz, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Er arbeitete zunächst als Dekorationsgestalter, später in verschiedenen Berufen im In- und Ausland. Seit 1980 unternimmt er immer wieder mehrjährige Reisen, die ihn vor allem nach Australien, Neuseeland und in die Südsee führen. Alex Winter lebt heute mit seiner Frau im Zürcher Oberland.

Leseprobe

Prolog

Wenn dir das Wetter nicht passt, komm in fünf Minuten wieder. In Sydney hatte er den Spruch noch witzig gefunden, inzwischen hasste er ihn.
   »Scheiß Insel«, knurrte Francis. Tasmanien war launischer als Beverly, der scharfe Rotschopf von der Channel 10 Wettershow, mit der er seit ein paar Wochen zusammen war.
   Beim Gedanken an Beverly musste er grinsen. Als er ihr erzählt hatte, dass er spontan entschieden habe, zwei Wochen Urlaub auf Tasmanien zu machen, und zwar ohne sie, hatte sie ihn mit ihren honigmelonengroßen Brüsten in die Ecke der Cafeteria gedrängt und ihn mit mordlüsternem Blick gefragt, ob das sein Ernst sei und ob er eine andere habe. »Ja und nein«, hatte er geantwortet und mit breitem Grinsen hinzugefügt, dass er allerdings nicht wisse, wie heiß die tasmanischen Frauen seien.
   Was hatte Miss Honigmelone doch für ein erfrischendes Temperament, von ihrem fernsehuntauglichen Wortschatz und dem umwerfenden Hintern ganz zu schweigen.
   Er hatte ihr absichtlich erst am Vorabend seiner Abreise von seinen Plänen erzählt. Einerseits, weil sie ihn sonst weiter gelöchert und ihm dabei vermutlich entlockt hätte, dass er in Wahrheit wegen einer Story nach Tasmanien reisen wollte. Andererseits hatte er gewusst, dass sie ihm deswegen eine Szene machen würde und es dann, wie fast immer nach einem Streit, zu spontanem Versöhnungssex kommen würde; in der Besenkammer, Toilette, Parkgarage oder, wie am besagten Abend, im Tonarchiv des Senders.
   Weather Girls, für ihn ein ebenso nebulöses wie stürmisches Völkchen.
   Als Beverly nach ihrem Versöhnungsritual den tasmanischen Leitspruch zum Besten gegeben und ihm nahegelegt hatte, sich warm anzuziehen, weil eine Kaltwetterfront über die Insel ziehen und in höheren Lagen sogar vereinzelt Schneeregen fallen könne, hatte er sie nicht ernst genommen. Immerhin hatte Tassie einen außergewöhnlich heißen und rekordtrockenen Sommer hinter sich, und der Herbst stand erst in den Startlöchern.
   Beverly hatte seine Sticheleien überhaupt nicht spaßig gefunden und ihn ohne einen Abschiedskuss stehen lassen. Aus ihm unerfindlichen Gründen nahmen es Weather Girls immer sehr persönlich, wenn man ihre berufliche Kompetenz infrage stellte.
   Letztendlich hatte Beverly aber recht behalten. Seit seiner Ankunft auf der Insel fror er sich den Hintern ab, und seine Gelenke schmerzten, als bohrte jemand Nadeln hinein. Vielleicht bewahrte Beverly ja in ihrer Schreibtischschublade ein kleines Püppchen auf, das ihm ähnlichsah und auf dessen Kopf ein paar seiner Haare klebten. In das steckte sie, damit es ihm nicht zu wohl wurde, gerade mit Wonne ein paar Nadeln. Zuzutrauen war’s ihr.
   Francis verlangsamte seine Schritte. Von den steilen Hängen waberten grauweiße Nebelschwaden über den schmalen Trampelpfad. Das machte den mit vorstehenden Steinen gespickten Weg noch tückischer, als er ohnehin schon war.
   Hatte der fette Mond am funkelnden Sternenhimmel vor einer halben Stunde noch genug Licht gespendet, um die Taschenlampe nur gelegentlich anknipsen zu müssen, war Francis jetzt auf das künstliche Licht angewiesen, wenn er nicht auf dem kaum vierzig Zentimeter breiten Pfad stolpern und den Abhang hinunterstürzen wollte.
   Ein raschelndes Geräusch, das aus dem Unterholz des Waldes hinter ihm kam, ließ ihn zusammenzucken. Francis blieb stehen. Er leuchtete mit der Taschenlampe den Hügel hinauf.
   Die von den Nebelschwaden verzerrten Lichtstrahlen ließen die mächtigen Bäume wie gespenstische Riesenwesen, die hüfthohen Farne wie langhaarige Trolle erscheinen.
   Reiß dich zusammen, tadelte er sich im Stillen. Er richtete die Taschenlampe wieder auf den Trampelpfad vor sich und ging weiter. Das Gefühl, verfolgt zu werden, blieb.
   Kein Wunder, hatte sich der Stachel der Angst in seinen Nacken gebohrt. Immerhin hatte er Mrs. Duracks Geheimnis gelüftet.
   Was er herausgefunden hatte, würde ihn berühmt und die Einsiedlerin stinkwütend machen. Er hatte deswegen kein schlechtes Gewissen, das war etwas für Priester. Dennoch, es war schon ganz schön harter Tobak, auf den er da gestoßen war. Er zweifelte keine Sekunde daran, dass ihm Mrs. Durack ein paar Kugeln verpasst hätte, wenn sie mitbekommen hätte, dass er ihr auf die Schliche gekommen war.
   Er versuchte, sich abzulenken, indem er an seinen Programmdirektor dachte. Auf gute Storys war der Mann geil wie ein Zuchtbulle auf eine junge Kuh. Und (...)

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