Alex Winter

Krimis & Thriller

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Mörderische Gier - Detective Daryl Simmons 4. Fall

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»Er hätte nicht sagen können, welcher Eindruck seine Sinne als Erster erreichte – der Knall der berstenden Windschutzscheibe, das stechende Gefühl der in sein Gesicht fliegenden Glassplitter oder der glühende Schmerz, als sein Körper für den Bruchteil einer Sekunde von einer unbekannten Kraft in den Fahrersitz gepresst wurde ...« Jack Langfords Geländewagen ist in eine tiefe Schlucht gestürzt. Blut und Einschusslöcher im Wagen lassen darauf schließen, dass der Farmer Opfer eines Verbrechens wurde. Doch von Langfords Leiche fehlt jede Spur. Die Polizei von Südaustralien steht vor einem Rätsel und bittet Detective Daryl Simmons um Hilfe. Dieser reist getarnt als Wanderarbeiter auf Langfords Farm – und stößt bald schon auf eine interessante Spur. Doch auch Daryl kann nicht verhindern, dass ein weiteres Verbrechen geschieht ...

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Vita

Alex Winter

Alex Winter, geboren 1960 in Zürich/Schweiz, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Er arbeitete zunächst als Dekorationsgestalter, später in verschiedenen Berufen im In- und Ausland. Seit 1980 unternimmt er immer wieder mehrjährige Reisen, die ihn vor allem nach Australien, Neuseeland und in die Südsee führen. Alex Winter lebt heute mit seiner Frau im Zürcher Oberland.

Leseprobe

1

Im Schritttempo kämpfte sich der Toyota Hilux Pick-up die steile Bergflanke hinauf. Gelegentlich lösten sich unter den Hinterrädern Felssplitter. Der Wagen rutschte seitlich weg und die Steine prasselten mit dumpfem Ton gegen die Unterseite des Geländewagens. Jack nahm den Fuß vom Gaspedal, bis die Räder wieder festen Halt fanden, und gab sacht Gas.
   Er kannte den Weg zu dem kleinen Plateau gut, denn knapp unter dem Gipfel, geschützt zwischen zwei großen Felsbrocken, lag das Grab seiner Frau Rebecca.
   Hier an ihrem Lieblingsplatz hatte sie sich aufgehalten, wann immer sie allein sein oder den Kopf freibekommen wollte. Der Blick vom höchsten Punkt der Bendieuta Creek Station über die umliegenden Hügel, wilden Täler und die weite Buschlandschaft stellte für sie eine Quelle der Kraft dar.
   Bis vor einem Jahr war Jack jeden Sonntag hierhergekommen, hatte eine Weile an ihrem Grab gesessen und ihr von den Ereignissen auf der Farm berichtet. Doch dann hatte er den Blick von hier oben nicht mehr ertragen.
   Vier Jahre lang war so gut wie kein Tropfen Regen gefallen. Das Land war verbrannt, eine staubige, trostlose Wüste aus verdorrter Erde, ausgetrockneten Wasserläufen und abgestorbenen Pflanzen.
   Von seiner einstmals stattlichen Schafherde war ihm nur knapp ein Drittel geblieben. Die restlichen Tiere waren entweder jämmerlich verhungert und verdurstet oder er hatte sie zu einem Spottpreis verkaufen müssen. Die Tiere, die er behalten hatte, versuchte er mit Trockenfutter und dem Wasser des einzigen nicht ausgetrockneten Bohrbrunnens auf seiner Farm am Leben zu erhalten. Doch das gekaufte Futter war teuer. Kurz: Das Wasser stand ihm inzwischen bis zum Hals – auch wenn diese Redewendung in seinem Fall reichlich zynisch klang.
   Gestern hatte er zum x-ten Mal über seinen Geschäftsbüchern gesessen und sich den Kopf darüber zerbrochen, wie er das drohende Unheil abwenden konnte. Er hatte keine Lösung gefunden.
   Und dann war es geschehen. Einfach so, ohne eine Ankündigung des Wetterdienstes, türmten sich gegen Abend dunkle Wolken auf. Doch anders als in den vorangegangenen Jahren zogen diese nicht einfach weiter, ohne einen Tropfen des Leben spendenden Nasses auf die durstige Erde fallen zu lassen – diesmal regnete es.
   Zwar war das Gewitter nur von kurzer Dauer und auch nicht besonders kräftig, aber nun versprachen die Meteorologen plötzlich weitere, diesmal ergiebige und mehrere Tage anhaltende Regenfälle. Das, wofür er und viele andere Farmer gebetet hatten und woran er selbst nicht mehr geglaubt hatte, war endlich eingetroffen.
   Er wollte Rebecca von den wundervollen Neuigkeiten berichten und gleichzeitig noch einmal einen Blick auf das von Sonne und Wind gezeichnete Land werfen, ehe es der lang ersehnte Regen auf wundersame Weise zu neuem Leben erweckte.
   Wann immer er in den nächsten Wochen Zeit fand, hierherzukommen, wollte er Rebecca von den Veränderungen in der Landschaft erzählen. Er wollte sich diese Wiedergeburt der Natur fest ins Gedächtnis einprägen, damit er bei der nächsten Dürre, die hoffentlich noch viele Jahre auf sich warten ließ, nicht wieder den Mut verlor.
   Mit einem letzten Satz sprang der Toyota auf das kleine Plateau. Jack steuerte den Wagen bis an den Rand der steilen Ostseite des Hügels und stellte den Motor ab.
   Der Gipfel war noch gut sechzig Meter entfernt. Da der Weg dorthin mit unzähligen Felsbrocken übersät und für ein Fahrzeug zu steil war, konnte er ihn nur zu Fuß erreichen.
   Er nahm den Hut ab, warf ihn neben sich auf den Beifahrersitz und blickte durch das geöffnete Seitenfenster nach Osten.
   Vor ihm lag ein schmales Tal, dahinter eine Reihe weiterer kleinerer Hügel. Über allem spannte sich ein bedrohliches schwarzes Wolkenmeer. In seinen Tiefen flackerten immer wieder unheimliche Lichter wie weit entferntes Geschützfeuer auf. Dumpfes Donnergrollen rollte wie mächtige Brandungswellen gegen den Berg.
   Er tastete nach dem Türgriff, da ertönte plötzlich ein elektrisches Knistern, gefolgt von einem dröhnenden Knall, der wie eine gewaltige Explosion klang. Im selben Moment schlug auf einem Hügel nur wenige Hundert Meter entfernt ein blendend (...)

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