Alex Winter

Krimis & Thriller

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Verwischte Spuren - Detective Daryl Simmons 7. Fall

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»Vor ihm stand ein junger, groß gewachsener Aborigine. Seine schwarzen Augen funkelten wie die einer wütenden Schlange. In seiner rechten Hand hielt er ein großes Jagdmesser, dessen blitzende Klinge Johns Bauch berührte.« Wer ist der geheimnisvolle Unbekannte ohne Erinnerung, den die Farmertochter Sally Storer schwer verletzt am Ufer des Warburton Creeks entdeckt und gesund pflegt? Warum nur ließ sie sich von ihm überreden, auf die Farm ihrer Familie zurückzukehren, um sich ihren Dämonen zu stellen? Immerhin wird Sally von der Polizei und der Familie ihres verschwundenen Mannes Jesse für dessen Mörderin gehalten. Während Sally von allen Seiten immer mehr unter Druck gerät, erweist sich John Rivers, wie sie »ihren« Unbekannten nennt, als Felsen in der Brandung. Doch John entpuppt sich nicht nur als guter Freund, sondern auch als cleverer Ermittler. Zu clever, wie zu ihren Leidwesen nicht nur Sally, Jesses Familie und die offenbar noch in einen weiteren Vermisstenfall involvierten Paakantyi-Aborigines feststellen müssen …

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Vita

Alex Winter

Alex Winter, geboren 1960 in Zürich/Schweiz, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Er arbeitete zunächst als Dekorationsgestalter, später in verschiedenen Berufen im In- und Ausland. Seit 1980 unternimmt er immer wieder mehrjährige Reisen, die ihn vor allem nach Australien, Neuseeland und in die Südsee führen. Alex Winter lebt heute mit seiner Frau im Zürcher Oberland.

Leseprobe

Prolog

»Halts Maul!« Jesse versetzte dem neben ihm liegenden Körper mit dem Gewehrkolben einen Schlag in die Rippen.
   Ein unterdrücktes Stöhnen drang durch den geknebelten Mund seines blutenden und an Händen und Füßen gefesselten Opfers.
   Jesse warf einen langen Blick auf den geschundenen Leib. Er fand, dass er wie ein fetter brauner Wurm aussah, der sich im Todeskampf auf der heißen staubigen Erde wand. »Dreckiger Abschaum«, knurrte er und wandte sich angewidert ab. Er kniete mit einem Bein auf dem Boden, das andere presste er für besseren Halt angewinkelt gegen einen Felsen. Dann wartete er.
   Links hinter ihm lag ein verwittertes, an die sechzig Meter langes und zehn Meter hohes rostrotes Felsenkliff.
   Obwohl die Seite, hinter der er sich versteckte, seit einer guten halben Stunde im Schatten lag, strahlte der Felsen noch immer wie ein Heizstrahler Wärme ab. So umschwirrten ihn auch jetzt noch die Buschfliegen, krabbelten auf der Suche nach Feuchtigkeit über sein Gesicht, in Ohren, Nase und Augenwinkel. Doch das störte ihn wenig. Seine ganze Konzentration galt dem Kamm einer sichelförmigen Hügelkette vor ihm.
   Die Minuten flossen dahin, langsam und zäh wie Melasse. Dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, tauchte endlich sein eigentliches Opfer auf. Wie in Zeitlupe bewegte es sich über den flachen Kamm der in der Abendsonne wie flüssige Lava glühenden Hügelkette.
   Etwa hundert Meter entfernt blieb es stehen. Auf diese Distanz musste man ein guter Schütze sein, um mit einem 71 cm Mossberg Flex 500 Jagdgewehr sein Ziel präzise zu treffen. Doch er war ein guter Schütze, und daher stand für ihn fest, dass in der gleichen Sekunde, in der er abdrückte, das Magnumgeschoss durch den Oberkörper seines Opfers jagen, lebenswichtige Organe zerfetzen und es somit auf der Stelle töten würde.
   Einerseits bedauerte er das, weil sein Gegner nicht mitbekommen würde, wer sein Leben auslöschte. Andererseits hatte der Mistkerl ihm mehrmals ein Schnippchen geschlagen, weshalb er ihn endlich tot sehen wollte.
   Der Boomer war nicht nur schlauer als mancher Mann, den er kannte, er war auch das größte männliche Rote Riesenkänguru, von dem er je gehört hatte. Außerdem war es nicht rötlichbraun, sondern schneeweiß. Das Tier war eine seltene Laune der Natur, ein Albino – und ein großes Ärgernis. Es musste weg, dann stand seinen Plänen ein Hindernis weniger im Weg.
   »Showdown«, flüsterte er. Die Mossberg lag sicher in der Vertiefung des hüfthohen Felsbrockens, während sein Zeigefinger sanft auf dem Abzughebel lag, bereit, sich die letzten Millimeter zu krümmen. Er atmete tief ein und aus, dann kniff er das linke Auge zu und fixierte mit dem rechten über Kimme und Korn einen imaginären Punkt unter der Achselhöhle seines ahnungslosen Opfers.
   Das Echo des Schusses hallte wie eine gegen schroffe Klippen tosende Brandungswelle vom Felsenkliff zurück, um sich in der Weite der kargen Outbacklandschaft zu verlieren.
   »Verflucht noch mal!« Wütend sah Jesse zu, wie der Boomer mit großen Sätzen über den Hügelkamm hüpfte, gefolgt von seinem Mob.
   Wer, zur Hölle, hatte da geschossen? Er nicht. Jesse warf einen kurzen Blick auf den vor Angst zitternden Körper neben sich, dann hob er die Mossberg, schob die Schiebesicherung oberhalb des Verschlussgehäuses in die Lock-Position und stand auf.
   Die Augen zu schmalen Schlitzen zusammengekniffen, blickte er sich um. Zwischen ihm und der Hügelkette standen drei Poplar-Eukalypten. Hinter ihren grazilen lachsfarbenen Stämmen konnte sich niemand verstecken, ebenso wenig wie hinter den knorrigen, nicht mal mannshohen Mulga-Bäumen in der flachen Ebene zu seiner Linken. Rechts von ihm, wo die sichelförmige Hügelkette durch einen schmalen Canyon unterbrochen wurde, war ebenfalls keine Deckung vorhanden. Blieben der verwitterte Felsen und die heruntergestürzten Gesteinsbrocken gut zehn Meter links hinter ihm, zu denen auch der gehörte, hinter dem er sich verborgen hatte.
   Er drehte sich um, blickte erst zum gerundeten Kamm des Kliffs hoch, dann zu den herabgestürzten Steinblöcken. Über Jahrtausende den Kräften von Wind, Sonne und Regen ausgesetzt, waren einige zu ovalen, urzeitlichen (...)

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