Alex Winter

Krimis & Thriller

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Schwarzer Fluch - Detective Daryl Simmons 3. Fall

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»Die Speerträger hoben die Schleudern zum Angriff, während die anderen ihre Kriegsbumerangs über ihren Köpfen zu schwingen begannen. Langsam gingen die Eingeborenen auf die Forscher zu und zogen den Halbkreis um die Gruppe immer enger ...« Spurlos ist eine Gruppe von Wissenschaftlern verschwunden, unter ihnen der schwerkranke Martyn. Zwei Aborigines, die Detective Daryl Simmons dazu verhört, scheinen etwas zu verheimlichen. Da Martyns Leben auf dem Spiel steht, folgt Daryl den beiden heimlich in die Wüste - ohne entsprechende Ausrüstung, ganz auf sich gestellt. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt ...

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    Alex Winter

Vita

Alex Winter

Alex Winter, geboren 1960 in Zürich/Schweiz, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Er arbeitete zunächst als Dekorationsgestalter, später in verschiedenen Berufen im In- und Ausland. Seit 1980 unternimmt er immer wieder mehrjährige Reisen, die ihn vor allem nach Australien, Neuseeland und in die Südsee führen. Alex Winter lebt heute mit seiner Frau im Zürcher Oberland.

Leseprobe

1

Doreen hatte ein ungutes Gefühl. Sie hob die Hand und blieb stehen.
   »Was ist denn los?«, fragte Kathleen, die dicht hinter ihr durch das ausgetrocknete, steinige Bachbett stapfte.
   Doreen wartete, bis auch Steward und Martin aufgeschlossen hatten.
   Keine hundert Meter vor ihnen markierte eine gut zehn Meter hohe überhängende Felswand den Abschluss des Canyons. Davor versperrte eine Reihe mächtiger, herabgestürzter Felsbrocken den Zugang. Doreen trat beiseite und gab den Blick auf zwei große Felsquader frei, die das enge Tal versperrten.
   »Wow!«, rief Kathleen. »Die sehen aus, als wären sie aus dem Felsen gemeißelt worden.« Sie blickte fasziniert auf die beiden Felsblöcke, von denen einer auffallend einem sitzenden Känguru ähnelte, während der andere die Form eines Schlangenkopfes mit weit aufgerissenem Maul hatte.
   »Die sehen unheimlich aus. Sind die natürlichen Ursprungs?«, fragte Martyn.
   Doreen ging weiter bis zu den Felsen. Erst betrachtete sie diese aufmerksam von Nahem, dann strich sie mit den Fingern langsam über die markanten Einschnitte, Kanten und Aushöhlungen. »Ich denke schon.«
   Kathleen verzog enttäuscht die Lippen. »Schade. Das wär’s gewesen: Sensationeller archäologischer Fund – Erstmals Steinskulpturen von australischen Ureinwohnern entdeckt.«
   Steward kratzte sich am Nacken. »Also das Känguru erkenne ich ja mit viel Fantasie noch, aber den Schlangenkopf?«
   Doreen riss den Kopf herum. »Hört ihr das? Das klingt wie …« Sie kam nicht mehr dazu, ihren Satz zu beenden. Plötzlich, von einer Sekunde auf die andere, veränderte sich das Ende des Canyons. Es verlor seine Konturen, verwandelte sich in eine abstrakte, flimmernde grüngelbe Welle, die vier oder fünf Meter emporstieg und in rasendem Tempo und untermalt von immer schriller werdendem Kreischen auf sie zuschoss. Keiner von ihnen war imstande, sich zu bewegen.
   Die Augen weit aufgerissen, starrten sie ungläubig auf die sich unmittelbar vor ihnen teilende Welle. Für ein paar Sekunden waren sie eingehüllt in ohrenbetäubenden Lärm, grelles Flimmern und wild um sie umherwirbelnde Luft, dann war das Schauspiel schon wieder vorbei.
   Staunend wandte sich Doreen um und sah der Wolke nach. Erst jetzt begriff sie, was geschehen war. Sie hatten einen Schwarm Wellensittiche aufgescheucht, der sich am Billabong hinter den herabgestürzten Felsbrocken befunden haben musste.
   »Scheiße, das war ja wohl das Abgefahrenste, was ich je erlebt habe«, rief Steward und fuhr sich aufgeregt durch das schulterlange Haar. »Als ob man mitten in eine Sturzflut geraten wäre.«
   Martyn schüttelte ungläubig den Kopf, griff in die Tasche seines Safarihemdes und kramte sein Asthmaspray hervor. »Fas…zinierend«, sagte er schwer atmend und nahm einen tiefen Zug der krampflösenden Inhaltstoffe. »Wirklich, höchst bemerkenswert«, fügte er mit tadellosem Oxford-Akzent hinzu.
   »Hört, hört, der Pommy hat gesprochen«, zog ihn Steward grinsend auf.
   Martyn hatte achtzehn Jahre seines Lebens in England verbracht, wo seine Familie nur in den besten Kreisen verkehrte. Bemerkungen wie diese, vor allem, wenn sie von Steward kamen, pflegte Marty mit typisch britischer Zurückhaltung einfach zu ignorieren. Das reizte Steward umso mehr.

»Nur, weil der Wortschatz von euch Typen aus den Slums von West-Brisbane sich auf cool, abgefahren und hammermäßig beschränkt, brauchst du nicht immer auf Martyn herumzuhacken«, nahm Kathleen den Engländer in Schutz.
   »Geil hast du vergessen, Herzchen«, entgegnete Steward und warf ihr einen vielsagenden Blick zu.
   »Ich bin nicht dein Herzchen, also nenn mich gefälligst nicht immer so!«
   Eigentlich fand Steward Kathleen süß. Sie war blond, hatte ein hübsches Gesicht, tiefblaue, faszinierende Augen und durch ihr regelmäßiges Judotraining eine sportliche Figur. Einzig ihre Brüste waren für seinen Geschmack etwas zu klein. Inzwischen war er auch ziemlich sicher, dass sie ein Auge auf ihn geworfen hatte, auch wenn sie das nicht zugeben wollte. Trotzdem war er nicht an ihr interessiert. Seine Philosophie war, ›Genieße dein Leben und die Frauen in (...)

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