Alex Winter

Krimis & Thriller

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Blinder Hass - Australien Thriller

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»Ich habe den schwarzen Schatten in seinen Augen gesehen«, flüsterte der Aborigine. Seine Stimme klang angsterfüllt. »Er ist ein Kedic, ein Teufel in Menschengestalt ...« Als der Zürcher Sicherheitsexperte Vince Foster von seinem in Australien lebenden Bruder Bryan die unvollständige Kopie eines alten Tagebuches erhält, ahnt er zunächst nicht, welches düstere Geheimnis dieses birgt. Vince ist jedoch nicht der Einzige, der sich für das Tagebuch interessiert: Die rote Doktrin, eine weltweit operierende Geheimorganisation, die einen teuflischen Plan verfolgt, der die Welt an den Rand des Abgrundes führen könnte, versucht mit allen Mitteln, in den Besitz des Originaltagebuches zu gelangen. Während Vince verzweifelt nach Antworten sucht, gerät er immer tiefer in einen Strudel aus Verschwörungen, Intrigen und Mord. Auf sich allein gestellt, gejagt von mächtigen Feinden und von der Polizei für einen skrupellosen Mörder gehalten, flieht Vince nach Australien.

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Vita

Alex Winter

Alex Winter, geboren 1960 in Zürich/Schweiz, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Er arbeitete zunächst als Dekorationsgestalter, später in verschiedenen Berufen im In- und Ausland. Seit 1980 unternimmt er immer wieder mehrjährige Reisen, die ihn vor allem nach Australien, Neuseeland und in die Südsee führen. Alex Winter lebt heute mit seiner Frau im Zürcher Oberland.

Leseprobe

Prolog
4. Oktober 1944

U-Boot-Bunker Nordsee III, Insel Helgoland

Wilfried spürte, dass seine Befehlshaber ihn heute Nacht auf eine Reise schicken wollten, von der er nicht zurückkehren würde.
   Seine Hände ballten sich zu Fäusten, bis die Knöchel leise knackten, doch er spürte den Schmerz kaum. Er wandte sich um.
   Von einem eisigen Herbststurm getrieben, fegte der Regen in dichten Schwaden über die Insel.
   Dort, wo kurze Treppen zu schweren Bunkertüren führten, hingen vergitterte Deckenlampen, die gerade genug Helligkeit auf die rohen Betonstufen warfen, um sicher in oder aus dem Labyrinth der U-Boot-Anlage zu gelangen. Sonst waren alle Lichter auf dem kleinen, unwettergepeitschten Eiland vorsorglich gelöscht worden. Man wollte den Bombern der Alliierten kein Ziel bieten.
   In dieser Nacht rechnete allerdings niemand mit einem Luftangriff. Trotzdem waren die Wachen rund um die Insel verdoppelt worden und bei den Betonpiers standen ein Dutzend Marineinfanteristen in dicken Regenmänteln bereit. Die meisten suchten unter dem Dach eines offenen Wellblechschuppens Schutz vor der beißenden Kälte.
   Wilfrieds Blick streifte die Kaimauer entlang, an der sich die schwarzen Wellen wütend auf das künstliche Bollwerk warfen. Immer wieder stoben Gischtschwaden über die Landungsbrücke und streiften mit schneidender Kälte über sein Gesicht. Er genoss den salzigen Geschmack auf den Lippen, sog gierig die frische Seeluft ein.
   Anders als die meisten Männer, die zur See fuhren, erregte ihn die unbändige Kraft eines Sturms und gab ihm ein Gefühl von Freiheit und innerer Ruhe, doch das schmälerte seinen Respekt vor dem Meer in keiner Weise.
   Seine Zeit bei der Handelsmarine hatte ihn bereits in jungen Jahren rund um den Erdball geführt und ihn gelehrt, den Ozean nie zu unterschätzen. Das machte seinen Dienst jedoch nicht einfacher. Der Krieg, und damit seine Einberufung zur Kriegsmarine, hatte ihm anstelle des erhofften Kommandos auf einem Handelsschiff die Ausbildung zum Befehlshaber eines U-Bootes beschert.
   Zu Beginn war er meist mit Einsätzen in heimischen Gewässern betraut worden, wo er den Nachschub der Alliierten nach England störte und feindliche Kriegsschiffe angriff. Dann, ab Mai 1943, beauftragte man ihn auf einmal nur noch mit streng geheimen Sondereinsätzen weitab der deutschen Grenzen. Seine militärischen Erfolge, da machte er sich nichts vor, waren der Grund für die immer gefährlicheren Missionen. Manche Leute verglichen ihn bereits mit Korvettenkapitän Prien, dem es mit seinem legendären U-47 gelungen war, das englische Schlachtschiff ›Royal Oak‹ in der britischen Navybasis ›Scapa Flow‹ zu versenken und danach unbeschadet zu entkommen. Aber Wilfried wusste: Auch Prien hatte eines Tages das Glück verlassen …
   Vor gut zweiundsiebzig Stunden, als ihm die verschlüsselte Botschaft vom Stützpunktkommandanten des U-Boot-Bunkers Dora 1 im norwegischen Trondheimfjord überbracht worden war, hatten die Alarmglocken in seinem Kopf zu schrillen begonnen – und das taten sie noch immer.
   In der Meldung war ihm mitgeteilt worden, dass alle seine Befehle mit sofortiger Wirkung widerrufen seien und er sich unverzüglich auf den Weg zur U-Boot-Bunkeranlage Nordsee III auf Helgoland machen sollte. Das war ungewöhnlich, weil der Stützpunkt aus Gründen der veränderten taktischen Lage seit März 1942 nicht mehr als U-Boot-Basis genutzt und höchstens in Ausnahmefällen angelaufen wurde, beispielsweise im Winter, bei Eisschäden an den Verkleidungsklappen der U-Boot-Torpedorohre.
   Er konnte nicht sagen, was genau ihn beunruhigte, aber er kannte dieses Gefühl. Es hatte ihm und seiner Besatzung schon mehr als einmal das Leben gerettet.
   Als er auf Helgoland eingetroffen war, erfuhr er von der verschärften Bewachung der Insel. Vor knapp vier Stunden hatte ein Offizier die Ankunft von zwei Motorbarkassen für zweiundzwanzig Uhr gemeldet. Wilfried erhielt die Order, sich mit einem Trupp Soldaten am Pier einzufinden.
   Franz Ziegler, sein Stabsobersteuermann, trat neben ihn. »Es ist gleich so weit. Unser geheimnisvoller Besuch müsste jeden Moment auftauchen, sofern die bei dem Sturm die Überfahrt von Wilhelmshaven gewagt (...)

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